Löw startet Drei-Spiele-Mission: "Erinnert an ein Turnier"

Die zweite heikle Länderspiel-Mission in Corona-Zeiten erinnert Joachim Löw an ein Turnier: Drei Spiele in sieben Tagen sind eine anspruchsvolle Aufgabe. Der Bundestrainer geht dabei teilweise neue Wege. Am Ende soll auf jeden Fall mehr Erfolg stehen als zuletzt.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Alles auf Abstand: Bundestrainer Joachim Löw bei der Ankunft der Nationalmannschaft in Köln.
Alles auf Abstand: Bundestrainer Joachim Löw bei der Ankunft der Nationalmannschaft in Köln. © Federico Gambarini/dpa
Köln

Wenn Joachim Löw am Montagmittag in einem Kölner City-Hotel die erste Abordnung seines diesmal besonders großen Aufgebots empfängt, startet eine ganz spezielle Mission.

"Wir haben drei Spiele innerhalb von sieben Tagen, da ist schon anspruchsvoll und erinnert mich an ein Turnier", erklärte der Bundestrainer.

Auf die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wartet am Mittwoch in der Rhein-Stadt das Testspiel gegen die Türkei. Danach geht es im Drei-Tage-Rhythmus in der Nations League im Corona-Risikogebiet Kiew gegen die Ukraine und wieder in Köln gegen die Schweiz. Nach der verletzungsbedingten Absage des Schalkers Suat Serdar hat Löw noch 28 Spieler in seinem XXL-Kader.

Die Münchner Profis Manuel Neuer, Niklas Süle, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry, die Leipziger Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann sowie der angeschlagene Toni Kroos von Real Madrid reisen erst einen Tag später an. Mit den acht viel beanspruchten Profis plant Löw noch nicht gegen die Türkei. "Wir sind uns absolut der Situation und unserer Verantwortung bewusst - und wir haben Lösungen", sagte der DFB-Chefcoach angesichts der besonderen Herausforderungen in Zeiten der Corona-Pandemie.

Löw wird die Einsatzzeiten seiner Auserwählten dosieren, der DFB alles dafür tun, dass die Nationalspieler wieder gesund zu ihren Vereinen zurückkehren. "Wir wollen konzentriert und intensiv arbeiten, aber auch Spaß haben und diesen Spaß auch zeigen, auf und neben dem Platz", bemerkte der Bundestrainer.

Trotz aller Unwägbarkeiten spürt Löw große Vorfreude: "Endlich gibt es wieder Länderspiele. Ich habe mich danach gesehnt, wieder mit den Spielern auf dem Platz zu stehen." In der Nations League will er mit seinem Team nach dem holprigen Start mit zwei 1:1-Partien gegen Spanien und in der Schweiz nun unbedingt in die Erfolgsspur finden.

Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff und Löw-Assistent Marcus Sorg erläutern am Montagmittag (12.30 Uhr) auf der ersten digitalen Pressekonferenz neben sportlichen Themen nochmals das Hygiene- und das Fan-Konzept. Um 17.30 Uhr gibt es im Südstadion das erste Training. Die 9200 vorgesehenen Tickets für den Türkei-Test will der DFB bestmöglich gratis an Menschen vergeben, die sich "in der Corona-Pandemie für andere eingesetzt" haben. Allerdings muss das Gesundheitsamt in Köln dafür noch Grünes Licht geben. Das hängt vor allem von der aktuellen Infektionslage ab.

© dpa-infocom, dpa:201004-99-824009/3

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren