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DFB-Elf: Unter Flick ist alles möglich

Der Nationalmannschafts-Reporter der AZ über Flicks Nominierung.
| Patrick Strasser
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Erinnern Sie sich noch an Malik Fathi und Manuel Friedrich? Die beiden Verteidiger durften beim 3:0 im Testländerspiel gegen Schweden im August 2006 ihr Nationalelf-Debüt feiern. Das M&M-Duo, Malik und Manuel, ging in die DFB-Historie ein: Als erste Neulinge bei der Premiere von Bundestrainer Joachim Löw. Unter Löws Vorgänger Jürgen Klinsmann (2004) und Rudi Völler (2000) gab es beim Kick-off keine Debütanten. Kurios im Rückblick, dass ausgerechnet Revoluzzer Klinsmann auf Bewährtes setzte. Dies nur am Rande.

Nächste Woche beginnt das Zeitalter von Bundestrainer Hansi Flick. Der ehemalige Sieben-Titel-Trainer des FC Bayern hat nun sein erstes Aufgebot für die drei anstehenden WM-Qualifikationsspiele bekanntgegeben. Nach 15 Jahren stammt damit ein DFB-Kader erstmals nicht aus der Feder bzw. aus Hirn und Bauch des ewigen Jogi. Und? Im 26-Spieler-Kader von Flick stehen drei Neulinge und fünf Rückkehrer.

Flick bricht nichts übers Knie

Ein Neuanfang als Umbruch light - nur nichts übers Knie brechen. Flick, der acht Profis seines ehemaligen Triple-Kaders berief, steht für kontinuierliche Veränderung, nicht für Hauruck-Aktionen, will keine Brücken einreißen.

Auffällig: Mit der Berufung der U21-Europameister David Raum, Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi würdigt Flick einerseits das Wirken von U21-Coach Stefan Kuntz und setzt damit das Signal: Alles ist möglich! Einzig Leistung zählt, es wird nicht um jeden Preis auf die Jugend gesetzt. Raum ist 23, kein Talent mehr. Die Rückkehrer Reus, mit 32 Jahren einer der Oldies des Kaders, Dahoud, Kehrer sowie Wirtz und Baku beweisen Flicks Flexibilität. Was signalisiert: die Tür zum DFB-Team ist offen - in alle Richtungen.

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Bemerkenswert, dass der Neue sofort klarstellte: Bei mir spielt Joshua Kimmich im Zentrum als Sechser, wie einst bei Bayern ist er sein Mittelfeld-Chef. Schluss mit Positionsverschiebungen (Kimmich als Rechtsverteidiger) und Taktik-Varianten wie unter Löw (die maledeite Dreierkette!). Flick setzt auf klare Strukuren, macht Thomas Müller zu seinem Spielertrainer auf dem Feld. Auch Sorgenkind Leroy Sané ist dabei. Ihm schenkt Flick das Wichtigste: Vertrauen.

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