Das war es noch nicht: Mats Hummels will nach der EM weitermachen

Rückkehrer Hummels kann sich einen längeren Verbleib in der DFB-Elf durchaus vorstellen. Die WM 2022 und die EM 2024 reizen den 32-Jährigen "definitiv".
| Thomas Becker
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Hat noch lange nicht genug von der Nationalmannschaft: DFB-Rückkehrer Mats Hummels.
Hat noch lange nicht genug von der Nationalmannschaft: DFB-Rückkehrer Mats Hummels. © firo/Augenklick

Die Bilder vom Pokalfinale 2018 wird Mats Hummels in diesem Leben nicht mehr los. Wie ihn dieser Ante Rebic mit seinem Turbo-Antritt so alt aussehen ließ wie Hummels damals noch lange nicht war. 3:1 für Frankfurt hieß es am Ende, und der damalige Bayern-Profi Hummels meinte nach dem Spiel in bemerkenswerter Ehrlichkeit: "Rebic ist wie ein Pfeil. Er nimmt mir bestimmt zwei, drei Meter ab. Er ist jedem von uns irgendwo mal weggelaufen."

Kein Widerspruch, nirgends. Andere hätten womöglich versucht, sich mit irgendwelchen Floskeln herauszureden, aber nicht Mats Hummels.

WM 2022 und die Heim-EM 2024 würden Hummels "definitiv" reizen

Nach fast 15 Profi-Jahren weiß der gebürtige Bergisch-Gladbacher, dass er ein Laufduell gegen einen "Blitz" wie Kylian Mbappé nicht gewinnen kann. Er weiß aber auch, wie er ihn womöglich dennoch stoppen kann, und das wiederum lenkt den Blick auf die Zukunft der DFB-Defensive.

Rückkehrer Mats Hummels kann sich nämlich einen längeren Verbleib in der Nationalmannschaft durchaus vorstellen. Die WM 2022 in Katar und die Heim-EM 2024 würden ihn "definitiv" reizen, sagte der Abwehrchef von Borussia Dortmund der "Sport Bild".

Dafür müsse allerdings "vieles passen", so der 32-Jährige: "Meine Leistungen, meine Fitness, die Pläne des neuen Bundestrainers Hansi Flick. Was ich sagen kann: Ich bin unheimlich stolz, für Deutschland zu spielen." Der Rio-Weltmeister war mehr als zwei Jahre nach seiner Ausmusterung von Bundestrainer Joachim Löw im März 2019 für die EM reaktiviert worden.

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Sein Alter sieht Hummels dabei nicht als Hindernis für weitere Einsätze. An Super-Star Cristiano Ronaldo (36) sehe man, was auch in diesem Alter noch möglich sei. Auch könne er sich mit dem 36-jährigen Italiener Giorgio Chiellini und "der Art und Weise, wie er den Stolz, für sein Land spielen zu dürfen, verkörpert, sehr gut identifizieren". Er selber will "auf jeden Fall noch ein paar Jahre auf höchstem Niveau spielen".

Ob dann noch ein Turnier dabei sein werde, wisse er nicht: "Aber es ist gut zu sehen, dass nichts ausgeschlossen ist." Ex-Bayern-Coach Hansi Flick als Nachfolger von Joachim Löw hält Hummels jedenfalls für "eine sehr gute Lösung". Bei den Bayern habe Flick "einen unglaublichen Job gemacht".

Servus, Jogi! Mats Hummels könnte den Noch-Bundestrainer Joachim Löw beim DFB überleben.
Servus, Jogi! Mats Hummels könnte den Noch-Bundestrainer Joachim Löw beim DFB überleben. © firo/Augenklick

Hummels nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz wichtig

Schon als Assistent von Löw beim WM-Triumph 2014 habe Flick "sehr viel Positives in die Mannschaft gebracht".

Wie wichtig Hummels nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz ist, zeigt sich nun auch in der sogenannten Regenbogen-Debatte um die homophobe Politik von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban  und das klägliche Verhalten der Uefa zu diesem Thema.

Hummels sagt: "Ich finde, dass es eine sehr positive Entwicklung ist, dass sich viele Spieler ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind."

Social Media spiele dabei eine wichtige Rolle, so Hummels. Er glaube, dass durch die besonders von jüngeren Menschen genutzten Plattformen "Sportler oder bekannte Persönlichkeiten einen noch größeren Einfluss nehmen können und sich viele dieser Rolle bewusst sind und da Positives bewirken wollen". Die Entwicklung sei keine Altersfrage, sondern einem Wechsel im Mindset geschuldet: "Das hat nichts mit der neuen Generation zu tun, sondern generell mit einem neuen Bewusstsein", sagte der 32-Jährige, "da können wir sehr glücklich sein, wie viele von den Jungs in der Nationalmannschaft über den Tellerrand hinausschauen."

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