Bayern-Youngster Jamal Musiala privat: Privatleben, Familie und Werdegang – das Golden Bambi der DFB-Elf

Jamal Musiala liefert beim EM-Debüt die Vorlage fürs Achtelfinale gegen England. Familie und Werdegang - die AZ stellt den DFB-Star vom FC Bayern vor.
| Patrick Strasser
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Großes Lob fürs Wunderküken: Jamal Musiala (l.) mit Bayern-Kollege Joshua Kimmich.
Großes Lob fürs Wunderküken: Jamal Musiala (l.) mit Bayern-Kollege Joshua Kimmich. © GES/Augenklick

München - Und mit einem Schlag, mit diesem einen Dribbling und diesem einen Pass in der Entstehung des 2:2 von Leon Goretzka gegen Ungarn hat sich alles gelohnt im Fall Jamal Musiala. All die Gespräche, all die Nachrichten - kurz: die Mühen beim Werben der sportlichen Leitung der Nationalmannschaft um den 18-jährigen Rohdiamanten des FC Bayern, der sich nicht so recht entscheiden konnte. England oder Deutschland - Hauptsache Nationalspieler, klar. Aber für wen? Für die "Three Lions" der Briten, für die er im Herbst zwei U21-Länderspiele bestritt, oder für die Adlerträger aus seinem Geburtsland?

DFB-Star Jamal Musiala: Deutsche und die englische Staatsbürgerschaft

Im Frühjahr 2021, zwei Tage vor Erreichen der Volljährigkeit, entschied sich Musiala (Jahrgang 2003) für den DFB und kam im März im Rahmen der WM-Qualifikationsspiele zu zwei Kurzeinsätzen. Nun trifft er im EM-Achtelfinale am kommenden Dienstag in London auf England. Aufregender wird's nicht für den Teenager, der beide Staatsbürgerschaften besitzt.

Geboren in Stuttgart, seine Mutter ist Deutsche, sein Vater stammt aus Nigeria. Weil seine Eltern für ein Auslandssemester der Mutter nach Southampton zogen, verließ er den Wohnort Fulda als Siebenjähriger. Über die Jugend des FC Southampton und einige Probetrainings landet das Supertalent vier Monate später in der Jugend des FC Chelsea, wurde für achteinhalb Jahre auf der Insel heimisch. Im Sommer 2019 wechselte Musiala als 16-Jähriger nach München.

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Jamal Musiala: Jüngster DFB-Spieler bei einem großen Turnier

Nach seinem ersten Turniereinsatz als Joker für Robin Gosens wirkte "Bambi", wie ihn die Mitspieler nennen, völlig aufgekratzt. Voller Stolz schilderte Musiala sein Märchen: "Ich bin einfach reingekommen, ohne Angst zu haben, etwas zu probieren. Ich habe mir einfach Sachen zugetraut." Genau das hatte ihm Joachim Löw mit auf den Weg gegeben. "Er war frech, hat die Bälle gesichert", meinte der Bundestrainer sichtlich happy und befand: "Das war eine sehr ansprechende Leistung."

Mit 18 Jahren und 117 Tagen ist Jamal Musiala der jüngste Spieler, der bei einem großen Turnier für den DFB zum Einsatz kam. Vor dem Goretzka-Tor vernaschte Musiala drei Ungarn, in der Nachspielzeit beschäftigte er die Gegner an der Eckfahne, um Zeit verstreichen zu lassen. Wie ein alter Hase.

In den ersten beiden Spielen gehörte der junge Hüpfer nicht zum Kader, musste auf die Tribüne. Löw sortierte ihn aus dem 23er-Kader aus, verwies auf den Lernprozess. Die Hüftprobleme, die Musiala zu Beginn der EM-Vorbereitung plagten, waren da schon vergessen.

Jamal Musiala: Jüngster Bundesliga-Torschütze des FC Bayern

Musiala sammelt Rekorde wie Robert Lewandowski Tore. Er ist der jüngste Torschütze des FC Bayern in der Bundesliga, der jüngste deutsche Torschütze der Champions-League-Geschichte, zugleich der jüngste im Bayern-Trikot. Seit seinem Debüt gegen Island (3:0) Ende März mit 18 Jahren und 27 Tagen belegt Musiala Platz vier in der historischen Rangliste der jüngsten DFB-Debütanten aller Zeiten.

Nun freut sich das "Golden Bambi" auf sein Match. In London, wenn es heißt: He's coming home. Musiala's coming home. "Das ist ein Spiel gegen meine zweite Heimat. Das wird ein cooles Spiel", sagte Musiala, der bereits Kumpel Jude Bellingham, dem 17-Jährigen, bei der EM bisher zweimal eingewechselten BVB-Mittelfeldspieler, Textnachrichten schrieb.

In seinem Deutsch mit englischen Begriffen und britischem Akzent sagte er zum nächsten Gegner: "Die haben eine sehr gute squad, aber wir sind auch ein sehr starkes Team. Er hat die "confidence", das Selbstvertrauen. Und will "bereit sein, wenn ich die Chance kriege". Laut Rekordnationalspieler Lothar Matthäus solle er "von Anfang an spielen. Er hat das gewisse Etwas, das ich bei den anderen Offensivspielern vermisste habe".

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