Fußball-WM in Russland: Bayern-Star Thomas Müller gehört auf die Bank

Thomas Müller war beim mühsamen Sieg der DFB-Elf gegen Schweden einer der schlechtesten Akteure auf dem Platz – mal wieder. Er sollte beim letzten Vorrundenspiel dieser WM dringend auf die Bank, meint AZ-Redakteur Lukas Schauer.
| Lukas Schauer
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Thomas Müller lieferte gegen Schweden kein gutes Spiel ab. Er gehört auf die Bank.
imago/Moritz Müller Thomas Müller lieferte gegen Schweden kein gutes Spiel ab. Er gehört auf die Bank.

Moskau - Sein Lachen hatte er nach Abpfiff bei den Interviews nicht verloren. Das war aber auch das einzige, was an den Thomas Müller früherer Tage erinnert. Denn außer mit Beschwerden beim Schiedsrichter und schlechten Aktionen (AZ-Note 5. Hier geht's zur Einzelkritik) fiel der Bayern-Spieler auf dem Platz nicht auf.

Und das lässt nur einen Schluss zu: Mit dieser Leistung muss Müller beim alles entscheidenden Gruppenspiel gegen Südkorea auf die Bank!

55 Ballkontakte hatte Müller während der 95 Minuten gegen Schweden. 39 Pässe spielte er, die meisten davon waren Quer- oder Rückpässe, teils sogar in der eigenen Hälfte. Acht mal kamen Müllers Pässe erst gar nicht an. Lediglich zwei Torschüsse registrierten die Statistiker, gefährlich war kein einziger davon.

Thomas Müller ist bei der Fußball-WM weit von seiner Bestform entfernt

Und genau das ist Problem: Müller ist ungefährlich wie nie. Wo sind die Läufe in die Räume, die eigentlich nur ein Thomas Müller sieht und nutzt? Wo sind die Aktionen (im Strafraum), die ein Thomas Müller bei den zwei letzten Weltmeisterschaften in zehn Tore ummünzte? In Russland jedenfalls sind sie bislang nicht existent.

Schon gegen Mexiko zeigte der 28-Jährige keine ansprechende Leistung, war genauso lethargisch wie die gesamte Mannschaft. Gegen Schweden war das Kollektiv zwar besser, Müller aber eher gleichbleibend mittelmäßig bis schlecht.

Das sollte auch Joachim Löw gesehen haben. Und den Bayern-Star deswegen am Mittwoch auf die Bank setzen. Gute Alternativen hat er nach eigener Aussage ja genug.

Lesen Sie hier: DFB-Team entschuldigt sich bei Schweden

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