Nationalspieler selbstkritisch: "Das ist nicht schön"

Die Nationalspieler reagieren selbstkritisch auf das 2:2 gegen Kamerun. „So kriegen wir gegen jede Mannschaft der Welt Probleme“, sagt Mertesacker. Müller: „Schlecht verkauft“.
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Mario Götze, hier im Zweikampf mit Moukandjo, konnte sich gegen Kamerun selten gut in Szene setzen.
firo Mario Götze, hier im Zweikampf mit Moukandjo, konnte sich gegen Kamerun selten gut in Szene setzen.

Die Nationalspieler reagieren selbstkritisch auf das 2:2 gegen Kamerun. „So kriegen wir gegen jede Mannschaft der Welt Probleme“, sagt Per Mertesacker. Thomas Müller: „Schlecht verkauft“.

Mönchengladbach - Das 2:2 gegen Kamerun – es wirft mehr Fragen auf als man mit Blick auf die WM und die deutsche Nationalelf bisher hatte. Zumindest eins stimmt: die Selbstkritik. „Wir haben erkannt, dass wir noch einiges machen müssen“, sagte Bundestrainer Joachim Löw.

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Konkreter: „Bei uns hat man in einigen Momenten gemerkt, dass die Frische fehlt, die Konzentration. Wir haben viele, viele Bälle verloren.“ Ein weiterer Kritikpunkt: die Reaktion nach dem 0:1. Löw: „Wenn wir in Führung gehen, hätte es der Mannschaft geholfen. Es zieht sich durch die letzten Jahre, dass wir viele Chancen brauchen.“ Erst durch die Einwechslungen von Löw, der für die schwachen, weil zaudernden Mesut Özil und Mario Götze, die geradlinigen Lukas Podolski und André Schürrle brachte, wurde es besser. Die Londoner Kombination Podolski (Arsenal) und Schürrle (Chelsea) brachte das 2:2. Und zeigte Alternativen auf.

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Auch die Spieler gaben sich selbstkritisch. „Wir sind mit unseren Chancen nicht so umgegangen wie wir es wollen. Das gefällt uns jetzt nicht“, erklärte Thomas Müller, der Torschütze zum 1:1. Er meinte aber: „Es ist gut, dass wir jetzt noch nicht an dem Punkt sind, wo wir hin müssen. Wir müssen am 16. Juni topfit sein.“ Dann steigt das erste Gruppenspiel der DFB-Elf in Salvador gegen Portugal.

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„Über weite Strecken haben wir es nicht gut gemacht. Sobald wir die Bälle schnell verlieren, kriegen wir gegen jede Mannschaft der Welt Probleme“, sagte Kapitän Per Mertesacker, der die ersten drei Kapitäne (Lahm, Schweinsteiger, Klose) vertrat. Der Arsenal-Routinier forderte: „Wir müssen trotzdem mit Selbstvertrauen weiter machen.“

Das Fazit von Thomas Müller: „Wir haben uns schlechter verkauft als der aktuelle Stand ist. Zwei Gegentore kassiert - das ist nicht schön. Wir haben uns nicht geschickt angestellt, sind aber auf einem ordentlichen Weg.“

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Manuel Neuer dürfte das 2:2 gegen Kamerun zu Hause vor dem Fernseher verfolgt haben. Geschafft vom harten Training vormittags an der Säbener Straße. Ohne Ball, aber ein veritables Zirkeltraining zum Muskelaufbau. Sah gut aus, die Nachrichten aus München dürften Bundestrainer Löw Mut machen.

Erst am Freitag gegen Armenien, beim letzten Warm-up vor dem Abflug Tags darauf nach Brasilien, soll der Bayern-Torhüter, der immer noch an seiner im Pokalfinale erlittenen Schulterverletzung leidet, eingreifen. So der Plan. Die Zeit wird jedoch knapp. Noch hat der 28-Jährige kein Torwart-spezifisches Training machen können.

Der vorletzte Test gegen Kamerun hat gezeigt: Auf die Nummer zwei, auf Roman Weidenfeller vom BVB, ist Verlass. Im erst zweiten Länderspiel hielt der 33-Jährige gut, parierte einige Schüsse, musste sich dennoch zwei Mal ärgern. Wirklich Schuld war er nicht an den Treffern der Afrikaner, dennoch dürfte Neuer mehr Souveränität ausstrahlen – und dadurch, allein mit seiner Anwesenheit, der Abwehr helfen?

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