Offiziell: Löw nominiert Jonathan Tah nach

Das erste Training in Frankreich war für Antonio Rüdiger auch schon das letzte. Bundestrainer Joachim Löw hat den Leverkusener Jonathan Tah nachnominiert. Das bestätigte Bayer-Sportchef Rudi Völler.
| az, dpa, SID
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Jonathan Tah - der Leverkusener darf nun wohl doch zur EM.
dpa Jonathan Tah - der Leverkusener darf nun wohl doch zur EM.

Das erste Training in Frankreich war für Antonio Rüdiger auch schon das letzte. Bundestrainer Joachim Löw hat den Leverkusener Jonathan Tah nachnominiert.

Évian-les Bains - Jetzt ist es offiziell: Der Leverkusener Innenverteidiger Jonathan Tah ist von Bundestrainer Joachim Löw für den verletzten Antonio Rüdiger (Kreuzbandriss) für die Europameisterschaft in Frankreich nachnominiert worden.

Das bestätigte der Bundestrainer auf der Pressekonferenz am Mittwochmittag. Kurz vorher teilte Leverkusens Sportchef Rudi Völler dem Kölner "Express" mit, dass der 20-Jährige von Löw kontaktiert worden ist.

"Ich habe Jonathan eine SMS geschickt und ihm Glück gewünscht", sagte der frühere DFB-Teamchef. Der 20-jährige Tah soll am Mittwoch bereits ins Mannschaftsquartier nach Evian anreisen. Tah hat erst ein Länderspiel für die Auswahl des DFB bestritten.

Für den nachnominierten Tah (20) geht es jetzt Schlag auf Schlag. Der Leverkusener machte nach der anstrengenden Bundesliga-Saison gerade Urlaub in Miami, als er Bescheid bekam...

"Wenn irgendein Spieler ausfallen sollte, gibt es einen anderen", hatte Löw während der Vorbereitung zu immer wieder eintretenden Verletzungen gesagt. Vor Rüdiger musste Löw schon den Ausfall der Dortmunder Ilkay Gündogan und Marco Reus verkraften.

Rüdigers Ausfall trübt Stimmung

Das EM-Aus von Innenverteidiger Antonio Rüdiger trübt die Stimmung bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nur wenige Stunden nach dem Einzug ins Turnierquartier empfindlich getrübt. Die Verletzung, die der 23 Jahre alte Innenverteidiger des AS Rom am Dienstagabend beim ersten Training des Weltmeisters auf französischem Boden erlitten hatte, erwies sich bei der Untersuchung durch Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt als vorderer Kreuzbandriss im rechten Knie.

Konsequenz für den Turnierdebütanten Rüdiger: Mehrere Monate Wettkampfpause statt des erhofften EM-Debüts in Frankreich. DFB-Präsident Reinhard Grindel sprach dem Pechvogel bei seiner Begrüßung der Nationalmannschaft am Dienstagabend im Teamhotel in Évian-les-Bains sein Mitgefühl aus. "Ich will damit beginnen, lieber Toni Rüdiger, Ihnen von Herzen alles Gute zu wünschen", sagte der Verbandschef nach DFB-Angaben in seiner Ansprache. "Es tut mir unendlich leid. Wir hoffen, dass es Ihnen bald wieder richtig gut geht. Wir drücken Ihnen alle Daumen, die wir haben."

Es passierte bei einem Zweikampf mit Thomas Müller

Der Trainingsunfall, der sich im Spiel Neun gegen Neun bei einem Zweikampf von Rüdiger mit Angreifer Thomas Müller ereignet hatte, ist für Joachim Löw ein bitterer Schlag in der Endphase der Vorbereitung auf das erste Gruppenspiel am Sonntag in Lille gegen die Ukraine. Der athletische Rüdiger war im Personalkonzept des Bundestrainers als Partner von Jérôme Boateng im Abwehrzentrum vorgesehen. Der in den vergangenen fünf Länderspielen jeweils über 90 Minuten aufgebotene ehemalige Stuttgarter Rüdiger sollte mindestens in den ersten Turnierspielen den nach einem Muskelfaserriss in der Wade noch nicht wieder einsatzfähigen Mats Hummels im Abwehrzentrum ersetzen. "Die Chancen stehen gut", hatte Rüdiger nach dem 2:0 gegen Ungarn bei der EM-Generalprobe am Wochenende in Gelsenkirchen gegen Ungarn noch selbst angemerkt.

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