Die bösen Bayern Basketballer

Trainer Trinchieri kritisiert seine Spieler nach der Auftakt-Pleite im Finale gegen Alba: "Wir müssen weniger die Bad Boys sein"
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"Ich glaube, dass wir ein Spiel mit großem Willen gespielt haben", sagt Bayern-Coach Trinchieri nach der knappen 86:89-Niederlage seines Teams um Vladimir Lucic bei Alba Berlin.
"Ich glaube, dass wir ein Spiel mit großem Willen gespielt haben", sagt Bayern-Coach Trinchieri nach der knappen 86:89-Niederlage seines Teams um Vladimir Lucic bei Alba Berlin. © picture alliance/dpa

Nach dem missglückten Auftakt in die Finalserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft nahm Andrea Trinchieri seine Profis in die Pflicht.

"Wir müssen weniger die Bad Boys sein", sagte der Trainer des FC Bayern nach dem 86:89 (40:45) bei Alba Berlin: "Das sind unsere Fehler, und das ist so nicht zu akzeptieren."

Trinchieri : "Es sieht aus, als ob wir die bösen Jungs sind"

Gleich drei technische Fouls und viele Diskussionen seiner Spieler mit den Schiedsrichtern waren nach dem Geschmack des Italieners zu viel. "Das ist ein großes Problem. Es sieht aus, als ob wir die bösen Jungs sind", sagte der Chefcoach des Pokalsiegers.

Zwar kämpften die Münchner in der Hauptstadt lange um den Sieg mit, doch Titelverteidiger Alba behielt am Ende die Nerven. Vor allem Nationalspieler Maodo Lo glänzte in der engen Schlussphase mit neun wichtigen Punkten in den letzten 84 Sekunden und hatte großen Anteil an der 1:0-Führung der Berliner in der Serie im Best-of-five-Modus.

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"Es ist wichtig, dass wir hier gewinnen. Das war gut, auch defensiv", sagte Albas Kapitän Niels Giffey und freute sich über die Unterstützung von 1.450 Zuschauern in der Halle: "Ich find's cool, dass die Fans wieder da sind. Die geben uns richtig Energie, da bist du gleich richtig wach."

In Spiel zwei (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet) waren trotz der Corona-Pandemie sogar schon wieder 2000 Fans dabei. "Es ist das erste Mal für uns mit diesem verrückten Programm. Aber wir müssen das spielen", sagte Bayern-Profi Nihad Djedovic.

1.300 statt 1.000 Fans im Münchner Audi Dome

Nur 22 Stunden blieben nach dem Ende zur Regeneration. Sollte es über die volle Länge der Serie gehen, würden bis kommenden Dienstag fünf Spiele in sieben Tagen stattfinden.

Die Begegnungen Nummer drei und vier sind dann in München angesetzt, dort im Audi Dome sind dann 1.300 statt der vorgesehenen 1.000 Fans zugelassen. "Ich hoffe, dass wir uns gut erholen. Wir wollen mit der besten Intensität spielen", sagte Albas Chefcoach Aito Garcia Reneses.

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Erfolgreichste Werfer seiner Berliner waren Marcus Eriksson mit 23 Punkten und Simone Fontecchio mit 18 Zählern. "München ist immer ein sehr schwerer Gegner. Wir führen 1:0, aber bis einer drei Siege hat, ist weiter alles offen", sagte Reneses. Für die Gäste aus Bayern, die 2019 zuletzt den Titel gewonnen hatten, waren James Gist mit 19 und Dennis Seeley mit 14 Punkten am erfolgreichsten.

Bayern will das Double holen

"Ich glaube, dass wir ein Spiel mit großem Willen gespielt haben. Zwei Fehler in der Defensive haben uns das Spiel gekostet", sagte Trinchieri, der trotzdem weiter das Double holen will. Und auch der Blick in die Statistik spricht für München.

Bereits sechsmal standen sich die Teams seit 2013 in den Playoffs gegenüber - und immer gewann München, davon dreimal im Finale. 2020 waren die Bayern gegen Ludwigsburg allerdings bereits im Viertelfinale ausgeschieden und Alba hatte beim Finalturnier ausgerechnet in München triumphiert.

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