Update

"Wir sind alle happy": Jamal Musiala, der Entscheider ist zurück

Nach seinen zwei Zusammenbrüchen wird Bayern-Star Jamal Musiala auf Schalke erstmals wieder eingewechselt. Fans und auch die Mitspieler feiern sein Comeback.
von  Patrick Strasser
Gegen Schalke 04 wieder auf dem Platz: Jamal Musiala
Gegen Schalke 04 wieder auf dem Platz: Jamal Musiala © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal

Warum die Bayern die zwei verlorenen Punkte durch das 0:0 auf Schalke nicht wirklich frustrierte, hatte einen Grund: Weil er wieder auf dem Platz war. In der – weitestgehenden – Normalität. Jamal Musiala gab sein Comeback, konnte erstmals seit dem 18. August wieder mitmischen. Beim letzten Testspiel vor Start in Heidenheim war der 23-Jährige zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen auf dem Rasen zusammengebrochen.

Die aufgrund einer neurologischen Dysfunktion und der leicht veränderten Medikation zwei Mal aufgetretenen Absencen hatten den Verein aufgewühlt.

"Freuen uns, wenn er für uns wieder die Spiele entscheidet"

Seinem Sorgenkind wurde Ruhe verordnet: individuelles Training an der Säbener Straße. Letzte Woche aber konnte Musiala im Mannschaftskreis bereits voll durchziehen, alles mitmachen. Also war er mit im Kader gegen Schalke – da schauten eh alle auf Manuel Neuer und dessen Rückkehr in die Heimat.

Jamal Musiala im Duell mit Hasan Kurucay.
Jamal Musiala im Duell mit Hasan Kurucay. © IMAGO/DeFodi.de

Musialas Rückkehr sollte so normal wie möglich erscheinen und ablaufen. Dass Trainer Vincent Kompany den Spielmacher in der 57. Minute beim Stand von 0:0 aufs Feld schickte, wird als Indiz für Musialas Verfassung gewertet – fußballerisch fit und mental wieder mit Vertrauen in seinen Körper. Das Comeback sei "sehr schön. Wir sind alle happy", sagte Kapitän Manuel Neuer und betonte: "Wir sind alle überzeugt, dass er seine Leistung wieder zeigt. Wir freuen uns, wenn er für uns wieder die Spiele entscheidet."

"Er fühlt sich auch selbst gut": Reicht es für einen Startelf-Einsatz gegen Bodö/Glimt?

In Ansätzen war Musialas Genialität aufgeblitzt, bei Pässen und Dribblings. Der Entscheider ist zurück, braucht aber noch Spielpraxis. Schließlich war es der längste Einsatz für Musiala seit dem WM-Aus Ende Juni mit der Nationalelf in den USA im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Für Sportvorstand Max Eberl war der Kurzauftritt von einer guten halben Stunde "schon sehr, sehr positiv". Die Erleichterung im Bayern-Tross war spürbar, dass es kein "Nicht schon wieder!" gab.

Sportvorstand des FC Bayern: Max Eberl
Sportvorstand des FC Bayern: Max Eberl © IMAGO/Revierfoto / xRx

Die ersten drei Pflichtspiele hatte Musiala ausgesetzt, die Medikation wurde angepasst. Untersuchungen bei Spezialisten folgten. "Dass er jetzt dabei ist, hat nur damit zu tun, dass er schon zwei gute Wochen hinter sich hat", erklärte Kompany vor der Partie bei Sky und sagte: "Jamal hat natürlich grünes Licht bekommen von allen Experten. Er fühlt sich auch selbst gut." Ob es für einen Startelf-Einsatz am Donnerstag zum Auftakt der Ligaphase der Champions League gegen Bodö/Glimt schon reicht, ist allerdings eher fraglich.

Gnabry vor Kader-Comeback

Einer der Neuzugänge, Ismael Saibari oder Nathaniel Brown, könnten auf der Zehner-Position starten. Dazu wird wohl Offensiv-Allrounder Serge Gnabry erstmals seit seiner schweren Muskelverletzung im April (Ausriss der Adduktoren am Oberschenkel) wieder im Kader stehen.

Langsam fügt sich das Offensiv-Puzzle zusammen.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.