Warum Bayern bei Eberls Coup mit Xabi Alonso doppelt genau hinschaut

Borussia Mönchengladbach will den früheren Weltstar Xabi Alonso als Nachfolger von Trainer Marco Rose holen. Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge schwärmt vom Spanier.
| Julian Buhl
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Weltmeister, Europameister, Champions-League-Sieger – und bald Trainer in Mönchengladbach? Der Spanier Xabi Alonso steht mit seinen 39 Jahren vor einer Rückkehr in die Bundesliga.
Weltmeister, Europameister, Champions-League-Sieger – und bald Trainer in Mönchengladbach? Der Spanier Xabi Alonso steht mit seinen 39 Jahren vor einer Rückkehr in die Bundesliga. © imago images/Sven Simon

München - Warum Uli Hoeneß Max Eberl so schätzt und den 47-Jährigen eigentlich gerne seit Jahren als Verantwortlichen zum FC Bayern holen würde? 

Xabi Alonso steht für den ganz großen Fußball

Genau wegen Ideen und Entscheidungen wie dieser: Nachdem der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach seinen Trainer Marco Rose im Sommer zu Borussia Dortmund ziehen lassen muss, ist ihm bei der Suche nach einem Nachfolger nämlich mal wieder ein spektakulärer Deal gelungen.

Wie mehrere Medien, unter anderem "Bild" und "Sport Bild" berichten, wird kein Geringerer als Ex-Bayern-Star Xabi Alonso den Job übernehmen. Der große Xabi-Coup bahnt sich an!

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Weltmeister, Europameister, Champions-League-Sieger: Der 39 Jahre alte Spanier steht für den ganz großen Fußball. Alonso, der auch bei den Bayern längst auf dem Zettel steht, soll die Borussia ab Sommer zurück zum Erfolg führen. Die Borussia wollte die Personalie (noch) nicht kommentieren. Auch Carlos Vanaclocha von Alonsos Medienagentur und sein Berater Inaki Ibanez hielten sich auf Anfrage zunächst bedeckt. Derzeit trainiert Alonso die zweite Mannschaft von Real Sociedad.

Rose-Nachfolge: Alonso wäre eine echte Überraschung

"Wir haben eine klare Vorstellung", hatte Eberl zuletzt im "Aktuellen Sportstudio" auf die Frage gesagt, ob es einen klaren Kandidaten gibt. Alonso wäre eine echte Überraschung. Zuletzt wurde über Oliver Glasner, Florian Kohfeldt, Adi Hütter, Ralf Rangnick, Jesse Marsch oder Gerardo Seoane als Rose-Nachfolger spekuliert.

Rummenigge adelte Alonso als "klügsten und besten Strategen"

Der aktuelle Borussia-Coach hatte Mitte Februar seinen Wechsel zum BVB verkündet. Danach stürzte die Fohlenelf in der Liga ab, beendete aber mit einem 3:0 auf Schalke die Serie von sieben Pflichtspielniederlagen hintereinander.

Alonso ist eine hochspannende Personalie. Auch Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat den einstigen Weltstar nach dessen Karriereende 2017 stets im Auge behalten. Perspektivisch sehe er Xabi Alonso als idealen Bayern-Coach, sagte Rummenigge bereits 2019. Er adelte den Spanier als "klügsten und besten Strategen", den er je bei den Münchnern im Mittelfeld gesehen habe: "Meiner Meinung nach müssen wir uns darum bemühen, dass er irgendwann nach München zurückkehrt."

Drei Mal deutscher Meister mit Bayern: Xabi Alonso.
Drei Mal deutscher Meister mit Bayern: Xabi Alonso. © Matthias Balk/dpa

Alonso lernte Einmaleins des Trainerhandwerks von der Pieke auf

Nun deutet vieles darauf hin, dass Alonso erst einmal im Rheinland heimisch wird. Alonso hat in seiner Karriere als Spieler alles erreicht. Mit Spanien wurde er Welt- und Europameister, mit dem FC Liverpool und Real Madrid gewann er die Champions League. Auch bei seiner letzten Station in München war er mit drei Meisterschaften erfolgreich und wurde nach der Trennung von Niko Kovac schon als neuer Trainer gehandelt.

Alonso lernte das Einmaleins des Trainerhandwerks von der Pieke auf, begann als Jugendtrainer von Real Madrid und wechselte dann nach San Sebastian in die Dritte Liga, aktuell ist er dort Tabellenführer. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus.

Den Beweis, dass er auf höchstem Niveau als Trainer erfolgreich arbeiten kann, muss er noch erbringen. Aber schon als Spieler dachte er analytisch wie ein Coach in Sachen Spielgestaltung und Taktik.

Ab Sommer wird er das nun wohl für Gladbach an der Seitenlinie tun. Auch die Verantwortlichen des FC Bayern werden dabei mit Sicherheit ganz genau hinschauen, ob sich Alonso möglicherweise für höhere Aufgaben empfehlen kann. Eberl hat das nicht zum ersten Mal längst getan.

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