Videobeweis-Fiasko im Pokalfinale: Lothar Matthäus rechnet mit Felix Zwayer ab

Der nicht gegebene Elfmeter für den FC Bayern im Finale des DFB-Pokals sorgte deutschlandweit für hitzige Diskussionen um den Videoschiedsrichter. Für Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist die Entscheidung noch immer völlig unverständlich. Der Schuldige ist für ihn klar: Schiedsrichter Felix Zwayer.
| Bernhard Lackner
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Für Lothar Matthäus war Felix Zwayer die falsche Wahl als Schiedsrichter fürs Pokalfinale.
dpa/Andreas Gebert/Peter Kneffel/AZ Für Lothar Matthäus war Felix Zwayer die falsche Wahl als Schiedsrichter fürs Pokalfinale.

München - Finale im DFB Pokal, 90. Spielminute. Underdog Frankfurt führt mit 2:1, steht kurz vor der Sensation. Der FC Bayern wirft alles nach vorne, um das Wunder zu verhindern. Nach einem Eckball kommt der Ball zu David Alaba in die zweite Reihe, der Österreicher bringt die Kugel in die Mitte zu Javi Martínez, der von Kevin Prince Boateng klar am Fuß getroffen wird. Ein unstrittiger Elfmeter - eigentlich. Schiedsrichter Felix Zwayer übersieht zunächst die Situation allerdings und entscheidet, selbst nach Ansicht des Videomaterials, nur auf Eckball. Kurz darauf erzielt Frankfurt das 3:1 - die Entscheidung.

Für Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist die Entscheidung des Unparteiischen auch Tage nach der Partie völlig unverständlich. "Wenn ein Schiedsrichter so ein Foul ohne Videobeweis nicht pfeift, kann man immer noch sagen, er habe schlecht gestanden oder es nicht richtig gesehen. So etwas wie am Samstag kann sich ein Schiedsrichter aber nicht erlauben. Die Fehlentscheidung ist unverzeihbar", schreibt der ehemalige Bayern-Star in seiner Kolumne auf skysport.de.

Matthäus: Zwayer von Vornherein die falsche Wahl

Der große Druck, der auf einem Unparteiischen in einer solchen Situation lastet, darf für Matthäus dabei keine Rolle spielen: "Ich habe Verständnis für die Schiedsrichter, sie haben einen schweren Job, aber wenn ich schon die Hilfe durch den Videobeweis habe, dann muss ich ihn auch richtig nutzen und so beurteilen, wie ich es auf dem Bildschirm sehe."

Felix Zwayer war für ihn von Vornherein die falsche Wahl für dieses Finale: "Aus meiner Sicht war Felix Zwayer von Anfang an für diese Aufgabe nicht der richtige Mann. Diejenigen, die in der Saison die besten Leistungen gezeigt haben, sollten nominiert werden und nicht einer, nur weil er Lokalmatador ist. Es war schon ein Fehler in der Ansetzung des Schiedsrichters, auch wegen der Geschichte mit dem Spiel gegen Leipzig, wo er die Bayern eindeutig bevorzugt hat."

Der Unparteiische selbst rechtfertigte sich am Montagabend für seine Entscheidung: "Auf den Bildern habe ich keinen Kontakt gesehen, der mich überzeugt hat, meine ursprüngliche Wahrnehmung und Entscheidung zu ändern. Auch mit dem Abstand von zwei Tagen stehe ich zu dieser Entscheidung", sagte Zwayer dem "Kicker".

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