Van Gaal: In Bestbesetzung gegen Windeck

Beim DFB-Pokal-Spiel gegen den Fünftligisten Germania Windeck will der FC Bayern in Bestbesetzung erscheinen. Van Gaal: „Ich denke, wir werden mit einer sehr guten Mannschaft dort antreten.“
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dpa Van Gaal

MÜNCHEN - Beim DFB-Pokal-Spiel gegen den Fünftligisten Germania Windeck will der FC Bayern in Bestbesetzung erscheinen. Van Gaal: „Ich denke, wir werden mit einer sehr guten Mannschaft dort antreten.“

Louis van Gaal war entspannt wie selten zuvor nach einer unglücklichen Niederlage gegen einen großen Gegner. „Ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir geleistet haben“, beteuerte der Trainer des FC Bayern München. Im freundschaftlichen Prestige-Duell um den ziemlich überdimensionierten „Franz-Beckenbauer-Pokal“ gegen Real Madrid unterlag der Double-Gewinner gegen Real Madrid 2:4 im Elfmeterschießen, der Niederländer aber stellte klar: „Wir haben das Spiel dominiert, wir haben nur keine Tore geschossen.“

Torlos endeten zunächst die 90 phasenweise unterhaltsamen Minuten, die das offizielle Abschiedsspiel des FC Bayern für den deutschen Fußball-"Kaiser" dauern sollte. Die Münchner, obwohl nicht durchgehend in Bestbesetzung auf dem Feld, spielten gut und besaßen Torchancen genug, um Real zu besiegen. Torhüter Iker Casillas war freilich in weltmeisterlicher Form, er hielt erst einen Elfmeter von Holger Badstuber (8.), glänzte mehrfach und wehrte beim Shootout auch noch die Schüsse von Hamit Altintop und Edson Braafheid ab.

„Elfmeterschießen sind immer Glückssache“, sagte van Gaal, und wenn es irgendwie geht, will er sich auf das Glück nicht verlassen - am Montag zum Beispiel: Da spielt der FC Bayern in der ersten Runde des DFB-Pokals in Köln gegen den Fünftligisten Germania Windeck. Ein Spiel, „das wichtiger ist als das gegen Real“, betonte van Gaal und unterstrich seine Ernsthaftigkeit mit der Ankündigung: „Ich denke, wir werden mit einer sehr guten Mannschaft dort antreten.“ Also in Bestbesetzung.

Gegen die Amateure (Montag, 18.00 Uhr/Sky live) soll auch Philipp Lahm wieder mitspielen. Gegen Real verzichtete van Gaal auf den leicht angeschlagenen Rechtsverteidiger, doch das fiel irgendwie gar nicht auf: Lahm wurde hervorragend vertreten von Nicolas Jüllich aus der hauseigenen Drittligamannschaft. Der 20-Jährige spielte mit einer bemerkenswerten Abgebrühtheit – trotz der Kulisse von 69.000 Zuschauern. Sein Gegenspieler hieß übrigens Cristiano Ronaldo. Und Jüllich ist außerdem eigentlich Mittelfeldspieler.

„Ich habe einen sehr guten Amateur gesehen“, sagte van Gaal deshalb auf die Frage, was für Erkenntnisse er denn aus Spiel gegen Real gewonnen habe. Der Münchner Trainer hätte darüber hinaus sagen können, dass Franck Ribery in der Stunde bis zu seiner Auswechslung sehr gut spielte, dass Thomas Kraft ein zuverlässiger Stellvertreter für Stammtorhüter Jörg Butt ist, und dass Edson Braafheid wohl doch kein ernsthafter Herausforderer von Diego Contento ist, wenn es um die Besetzung des Außenverteidiger-Postens links geht.

Van Gaal hob stattdessen hervor, dass er sich nach dem Ausfall von Arjen Robben zunächst keine Sorgen macht, außer um dessen linken Oberschenkelmuskel. „Wir haben viele Lösungen“, sagte der Trainer, „die Mannschaft ist breit genug“. WM-Torschützenkönig Thomas Müller und Ivica Olic seien geeignete Alternativen. Es scheint, als könne den FC Bayern derzeit wenig bis nichts aus der Ruhe bringen, und Müller schon gar nicht. Niederlage gegen Real? Egal! „Für Montag“, sagte er, „sind wir gerüstet.“

SID

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