Torschütze Mandzukic: Darf er diesmal die Kanone angreifen?

Das Fernduell mit Dortmund läuft auch für Mario Mandzukic ständig – gegen Robert Lewandowski, den BVB-Mittelstürmer. Nicht nur, weil er nächsten Sommer zum FC Bayern kommen soll, nein kurzfristiger...
| Patrick Strasser
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München - Kurzfristiger: Weil Mario gegen Robert, Kroatien gegen Polen, nach Lage der Dinge das Eins-gegen-Eins um die Torjägerkrone werden dürfte. 11:9 führte der Dortmunder vor dem 16. Spieltag. Doch Mandzukic verkürzte nach 42 Minuten, er traf beim 3:1 gegen den HSV zum für die Bayern erlösenden 1:0.

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Der Dosenöffner einer zähen Sache. Kroos hatte den Raum mit einem feinen weiten Ball geöffnet, Rafinha perfekt aus der Luft volley weitergeleitet und Mandzukic gegen HSV-Talent Tah vollendet (42.). Und wie! Mandzukic setzte sich mit Kopf und Körper durch, die Routine siegte.

Es war ein erfolgreich abgeschlossener Ringkampf, griechisch-römisch-kroatisch. Und so kämpft sich „Mandschu“, wie ihn Kollegen nennen, ran. Dieses Jahr scheint die Torjägerkanone ein realistischeres Ziel als letzte Saison – und das trotz Mario Götze, der gegen den HSV zum 2:0 traf. In so mancher Partie ließ Trainer Pep Guardiola entweder den Ex-Dortmunder Götze oder Thomas Müller als „falsche Neun“ stürmen.

Die Hitliste der Unschlagbaren

Der Leidtragende war meist Mandzukic, der seine Enttäuschung darüber nicht immer so recht verstecken konnte. Nun hat er eine ähnlich gute und erfolgreiche Liga-Hinrunde gespielt wie letzte Saison. Besser sogar! Damals hatte er neun Treffer nach 17 Spielen. Doch nach dem starken Beginn 2013 mit sechs Treffern in den ersten vier Rückrundenspielen war es vorbei. Weil Trainer Jupp Heynckes seinen Stürmer Nummer eins nur noch in den wichtigen Spielen – in der Champions League und im DFB-Pokal – einsetzte.

In der Liga dagegen stürmten Mario Gomez oder Claudio Pizarro. Nach dem 22. Spieltag hatte Mandzukic nur noch fünf Einsätze und blieb bei 15 Toren. Daher sagte Heynckes: „Ich habe Mario Mandzukic die Torjägerkanone weggenommen“, die schließlich Leverkusens Stefan Kießling gewann.

Mandzukic meinte damals: „Ich habe Jupp Heynckes gesagt: Mir ist es wichtiger, dass ich etwas mit der Mannschaft gewinne.“ Der Trainer bot ihm darauf scherzhaft sogar eine seiner Torjägerkanonen, die er selbst 1974 und 1975 gewann. Abgelehnt. 2014 wird sich Mandzukic wohl nicht damit abfinden. Im zweiten Bayern-Jahr hat er sich etabliert.

In der Champions-League-Vorrunde kam der 27-Jährige auf zwei Tore und zwei Vorlagen – nicht die Welt, aber er wurde auch nur vier Mal eingesetzt. Das mit der geschenkten Kanone kann ihm Pep, als Aktiver ein Sechser, nicht bieten. Das Toremachen war nicht seine Sache.

 

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