Titelorakel Berlin: Bayerns Generalprobe für die Klub-WM

Der FC Bayern will seinen Positivtrend auch bei Hertha fortsetzen. "Wir wollen ein Zeichen an die Liga senden, dass wir wieder voll in der Spur sind", sagt Flick vor der Generalprobe für die Klub-WM.
| Julian Buhl
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Die Verträge von Niklas Süle und Leon Goretzka laufen im Sommer 2022 aus. Ob sie bei der Klub-WM zum Einsatz kommen?
picture alliance/M. Donato/FC Bayern/dpa Die Verträge von Niklas Süle und Leon Goretzka laufen im Sommer 2022 aus. Ob sie bei der Klub-WM zum Einsatz kommen?

München/Berlin - Die Reise nach Berlin ist beim FC Bayern eigentlich obligatorisch. Im Mai werden dort beim DFB-Pokalfinale schließlich regelmäßig die finalen Weichen bei der Titeljagd gestellt. Das Problem der Münchner: Nach ihrem Ausscheiden in der zweiten Pokalrunde bei Zweitligist Kiel fällt der wegweisende Trip in die Hauptstadt in dieser Saison flach. "Das ist ärgerlich und nicht unser Anspruch", sagte Chefcoach Hansi Flick, nachdem er und seine Spieler die Achtelfinalduelle nun lediglich als Zuschauer vorm Fernseher verfolgen konnten.

Sehnsuchtsort Berlin

Trotzdem ist und bleibt die Hauptstadt ein Sehnsuchtsort der Bayern und soll nun auch erneut zum Titelorakel für sie werden. Direkt im Anschluss an die Bundesligapartie am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) bei Hertha BSC geht es für den Triplesieger nämlich noch in der Nacht per Flieger nach Doha zur Klub-WM. "In Katar wollen wir den nächsten Titel holen", sagte Flick, "es wäre der sechste in einem Jahr. Damit würde die Mannschaft Geschichte schreiben." Neben der Möglichkeit, in der Wüstensonne ein wenig Vitamin D zu tanken sei der Trip "auch einfach mal eine Abwechslung im Alltag", sagte Flick mit einem Augenzwinkern, erinnerte aber auch an die Gefahren, die die Reise durchaus mit sich bringe. Die sei nämlich "von der Belastung auch sehr hoch. Wir haben erst den Flug, montags und donnerstags die Spiele. Dort ist dann nicht viel Zeit zu trainieren."

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Können Martínez und Goretzka mitfliegen?

Bei zwei Passagieren ist derzeit noch unklar, ob sie überhaupt ins Flugzeug steigen können. Javi Martínez und Leon Goretzka wurden zuletzt schließlich positiv auf das Coronavirus getestet. Martinez hat die Quarantäne gerade erst verlassen, bei Goretzka endet die sogar erst am Freitag. Beide müssen sich erneut testen und untersuchen lassen. "Dann wird entschieden, ob jemand nachfliegt oder nicht", sagte Flick: "Da müssen wir von Tag zu Tag abwarten."

Halbfinale bietet Anlass zur Rotation

Die Reise zur Klub-WM sei freilich darauf ausgerichtet, erfolgreich zu sein. Gleichzeitig will Flick aber auch "möglichst alle Spieler zum Spielen bringen". Er und sein Trainerteam seien schließlich "begeistert" davon, wie die Mannschaft in den letzten Wochen mitzieht: "Da sind im Training hohe Konzentration und Intensität da, aber auch eine gewisse Freude und viel Spaß." Möglichkeiten zur Rotation bietet möglicherweise das Halbfinale am Montag. Wer der Auftaktgegner der Bayern dort sein wird, ermitteln Al Duhail SC Doha aus Katar und Ägyptens Topteam Al-Ahly Kairo er noch im Duell heute Abend.

Bayerns Mini-Krise scheint überwunden zu sein

Rechtzeitig zur Klub-WM scheinen die Bayern ihre Mini-Krise nach dem Pokalaus in Kiel und der 2:3-Niederlage in Gladbach überwunden zu haben. Aus den letzten vier Ligaspielen holten sie jedenfalls ziemlich souverän alle zwölf Punkte. Diesen positiven Trend wollen die Münchner nun auch mit nach Katar nehmen. "Wir wollen den fünften Sieg in Folge holen und ein Zeichen an die Liga senden, dass wir wieder voll in der Spur sind", sagte Flick vor der Generalprobe in Berlin.

Flicks Wiedersehen mit Khedira

Dabei kommt es für Flick auch zum Wiedersehen mit dem in der Winterpause zu Hertha gewechselten Sami Khedira, mit dem er 2014 gemeinsam Weltmeister wurde. "Sami ist ein absoluter Profi, ein Leader-Typ, der eine Mannschaft führen kann", sagte Flick, "ich freue mich für ihn und die Bundesliga, dass er dorthin zurückgefunden hat." Der Kontakt "mit Sami war immer sehr gut, wir haben uns oft ausgetauscht und uns das ein oder andere Mal auch getroffen". Beim nächsten Mal könnten sich dann möglicherweise ein Weltmeister und ein Doppelweltmeister begegnen.

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