Thiago geht in "großer Nostalgie" - aber wohin?

Noch ist die Zukunft von Thiago offen. Es bahnt sich vor dem vorerst wohl letzten Auftritt des Spaniers in Deutschland aber eine Wende im Transferpoker an.
| Thomas Niklaus/SID
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
1 Kommentar Artikel empfehlen
Wohin wechselt Bayern-Star Thiago?
Wohin wechselt Bayern-Star Thiago? © Stefan Matzke /sampics

München - Erst vergoss er nach dem Triple-Triumph im Estadio da Luz einige Tränen. Dann sei Thiago bei der internen Feier in der Allianz Arena mit seiner Familie "in großer Nostalgie über den Platz gelustwandelt. Das sah schon sehr nach Abschied aus, als wenn er sich entschieden hat", sagte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der "Bild".

Wechselt Thiago zu Manchester United?

Dass der 29-Jährige den deutschen Rekordmeister nach sieben Jahren in Richtung Premier League verlässt, scheint längst beschlossen. Die Frage lautet vor dem Nations-League-Spiel der Spanier am Donnerstag in Stuttgart (20.45 Uhr/ZDF) gegen das DFB-Team nur noch: Welcher Topklub erhält den Zuschlag?

Vor dem vorerst wohl letzten Auftritt Thiagos in Deutschland deutet sich eine überraschende Wende im Transferpoker an. Galt bisher ein Wechsel des Edeltechnikers zum FC Liverpool mit Teammanager Jürgen Klopp als wahrscheinlichste Variante, mischt jetzt plötzlich auch Rivale Manchester United kräftig mit – offensichtlich mit sehr guten Chancen.

Nach Berichten aus England ist Liverpool die von den Bayern aufgerufene Ablöse für den Mittelfeldspieler in Höhe von 30 bis 40 Millionen Euro zu hoch. ManUnited sei dagegen bereit, diese Summe zu zahlen. Demnach sollen die Münchner mit den "Red Devils" bereits eine Einigung erzielt haben, heißt es von der Insel. Einziger Haken: Thiago soll nur mit Liverpool alles geregelt haben, einem Wechsel nach Manchester müsste er erst noch zustimmen.

Lesen Sie auch

FC Bayern traurig über nahenden Thiago-Abgang

Es ist ein Luxusproblem für Thiago – und ein erhebliches Problem für die Bayern. Die haben sich zwar schon längere Zeit mit einem Abschied des hoch veranlagten Nationalspielers abgefunden, aber: "Wenn es so kommt, ist es ein Abgang, der schon etwas schmerzt", betonte Rummenigge in der "Welt am Sonntag".

2013 war Thiago vom FC Barcelona für 25 Millionen nach München gekommen. Mit dem längst legendären Spruch "Thiago oder nix" hatte der damalige Trainer Pep Guardiola den Transfer forciert. 235 Pflichtspiele mit 31 Toren und 37 Vorlagen absolvierte Thiago für die Bayern, wurde siebenmal Meister und viermal Pokalsieger.

Doch oft genug hieß es, dass er gerade in den entscheidenden Spielen abtauchen würde. Beim Finalturnier der Königsklasse in Lissabon widerlegte er dies jedoch gerade beim 8:2 gegen Barca und im Endspiel gegen Paris Saint- Germain (1:0) eindrucksvoll. "Für ihn war es wichtig", so Rummenigge, "dass er gezeigt hat, dass er in den großen Spielen sehr wohl top spielen kann."

Lesen Sie auch

Thiago vor vorerst wohl letztem Auftritt in Deutschland

Thomas Müller hatte schon zuvor Thiagos technische Fertigkeiten und dessen Ballsicherheit in den höchsten Tönen gelobt. Zudem unterschätze man beim Spanier oft, ergänzte Müller in der "SZ", "dass er auch sehr aggressiv gegen den Ball arbeitet".

Gegen Deutschland in der Mercedes-Benz-Arena will Thiago nun noch einmal zeigen, wie schwerwiegend der Verlust für die Bayern sein wird. Und danach? Weiter alles offen!

Lesen Sie auch: Süle - DFB-Team hat dieselbe Gier wie Bayern

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 1  Kommentar – mitdiskutieren Artikel empfehlen
1 Kommentar
Artikel kommentieren