So ernährt sich der FC Bayern im Trainingslager in Doha

Der Speiseplan des FC Bayern in Doha: Scharfes ist tabu, Granatapfeltee dagegen besonders beliebt. Es gibt lokale Spezialitäten wie Schawarma und Hummus – aber auch mal ein Fleischpflanzerl.
| Maximilian Koch
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Thomas Müller beim Büffet-Selfie.
facebook.com/es.muellert Thomas Müller beim Büffet-Selfie.

Doha - Thomas Müller grüßte seine Fans am Wochenende aus dem Speisesaal. "Gleich geht’s zum Essen fassen", schrieb der Star des FC Bayern bei Facebook.

Im Hintergrund zu sehen: Das gut gefüllte Buffet im Teamhotel "Mövenpick Al Aziziyah". Es laufe "alles nach Plan", ließ Müller weiter ausrichten. Die Bedingungen seien "top und die Mannschaft ist gut drauf".

Damit das so ist und bleibt, müssen Müller und seine Kollegen genau auf ihre Ernährung achten. Gerade jetzt in der Vorbereitungszeit, in der Trainer Carlo Ancelotti täglich zwei anstrengende Einheiten angesetzt hat. Die AZ hat sich im Bayern-Camp auf Spurensuche begeben und den Speiseplan ausfindig gemacht: Das ist die Ernährungsformel der Bayern in Doha.

Koch und Ernährungsberater

Ein starke Mannschaft im Hintergrund: Extra aus München ist Stephan Meßner mit ins Emirat gereist. Der Chefkoch kommt aus dem Team von Alfons Schuhbeck. Aus der Heimat hat Meßner viele Lebensmittel einfliegen lassen, vor Ort werden frische Produkte dazugekauft.

Wichtigster Mann neben Meßner: Mino Fulco, Ernährungsberater der Bayern seit Sommer – und Schwiegersohn des Trainers. Der 31-jährige Italiener, ein lockerer, angenehmer Typ, der mit Ancelottis Tochter Katia verheiratet ist, ersetzte zu Beginn dieser Saison Mona Nemmer. Jürgen Klopp hatte die anerkannte Expertin abgeworben und zum FC Liverpool geholt.

Frische, abwechslungsreiche Speisen: Fulco nimmt sich in Doha nach dem Training ein paar Minuten Zeit, um der AZ den Ernährungsplan der Bayern zu erklären. "Es gibt nichts, was richtig gut ist und nichts, was richtig schlecht ist", sagt er. Und doch folgt Fulco klaren Regeln. "Ich gebe ihnen eigentlich nie etwas Scharfes", erklärt er. Sonst würden die Spieler noch mehr schwitzen.

Regionale Spezialitäten sind beliebt

Als Grundnahrungsmittel werden gereicht: Pasta, Steaks, Fisch, Reis, Salate, Dinkelprodukte. "Ich versuche, den Fokus jeden Tag auf etwas anderes zu legen", sagt Fulco. Es sei insgesamt eine "sehr normale Ernährung". In der Saison komme es außerdem immer darauf an, "ob die Spieler nach einer Partie regenerieren oder vor einer Partie stehen". Danach richte sich jeweils der Speiseplan.

Spezialitäten aus der Region: Beliebt ist bei den Stars in den Tagen von Doha Granatapfeltee. "Ansonsten mögen die Spieler spezielle Wassermixgetränke, die ich ihnen anbiete, mit Zitrone zum Beispiel oder anderen Früchten", verrät Fulco.

Und was ist mit den vielen köstlichen Speisen aus der Region? Auch die stehen auf der Speisekarte. Es gibt Schawarma vom Grill, den arabischen Döner mit Lamm oder Kalb, allerdings nicht in der scharfen Version, wie er hier in Doha an allen Ecken verkauft wird. Pita, das weiche Fladenbrot, wird im Bayern-Hotel selbst gebacken.

Weitere arabische Köstlichkeiten für Müller und Co.: Hummus, Tabouleh-Salat und Tajine-Hähnchen mit Sesam und Backpflaumen.

Kleine Sünden sind erlaubt

Sündigen ist in Maßen erlaubt: "Sie dürfen auch mal was Süßes essen, Kuchen zum Beispiel", sagt Fulco. Alkohol gestattet er den Stars, "aber ich sage ihnen, dass sie nicht zu viel trinken sollen. Alkohol sorgt für Dehydration. Ein Glas Rotwein macht aber nichts."

Damit sich die Bayern in der Wüste so richtig heimisch fühlen, darf ein Klassiker nicht fehlen: Auch Fleischpflanzerl werden in Doha serviert.

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