Gnabry kontert Hamann-Kritik: "Ist uns relativ egal"
Diese eine Sache wollte Serge Gnabry vor dem Champions-League-Duell mit dem FC Arsenal so nicht stehen lassen. Didi Hamann hatte via "Bild" gesagt, dass der FC Bayern zu abhängig von Michael Olise sei ("Kein Olise, keine Party! Wenn er nichts macht, macht es kein anderer"), auch Lothar Matthäus äußerte sich ganz ähnlich. "Man wird am Mittwoch schon sehen, wie Olise der Mannschaft fehlen kann. Man kann ihn nicht eins zu eins ersetzen", sagte der Rekordnationalspieler.
Gnabry kontert Kritik
Gnabrys Antwort: "Ich glaube nicht, dass ein Statement uns da aus der Ruhe bringt oder uns extra motiviert. Wenn da was in der Zeitung steht, das ist uns eigentlich relativ egal. Wir versuchen, Spiele zu gewinnen."

FC Bayern: Lob für Olise
Eine klare Ansage des 31-Jährigen, der nach langer Verletzungspause endlich wieder in Form kommt. Zugleich schwärmte auch Gnabry von Olise, der wegen seiner Gelb-Roten Karte in Stavanger gegen Arsenal gesperrt war.
"Michael ist einer der herausragenden Spieler bei uns im Team, der unfassbar abliefert", sagte Gnabry: "Es ist ja nicht wegzureden, wenn er nicht spielt, dass da seine Komponente fehlt. Nichtsdestotrotz ist natürlich die Mannschaft immer darauf ausgerichtet, dass es Wechsel wegen Verletzungen gibt und wir vorne unfassbare Qualität haben, egal wer spielt. Deswegen müssen wir morgen einfach Gas geben."
Rückschlag vor der WM
Gutes Stichwort: Für Gnabry, der die deutsche Nationalmannschaft zuletzt als Kapitän anführen durfte, kommt nach enttäuschenden Monaten jetzt die Zeit zum Durchstarten.
In der vergangenen Saison brillierte der Offensivstar lange Zeit als Zehner im Team von Trainer Vincent Kompany, Jamal Musiala wurde nicht wirklich vermisst. Dann aber erwischte es Gnabry im Frühjahr vor den entscheidenden Halbfinal-Spielen der Königsklasse gegen Paris Saint-Germain: Adduktorenausriss am rechten Oberschenkel, WM-Aus.

Wiedersehen mit Arsenal
Ein ganz harter Schlag für Gnabry, das DFB-Team und den FC Bayern, der gegen den späteren Sieger PSG knapp ausschied. In dieser Saison soll alles besser werden. "Ich brauche die Minuten, um in Form zu kommen", sagte Gnabry über das Duell mit seinem Ex-Klub, für den er einst schon als 16-Jähriger spielte und insgesamt fünf Jahre aktiv war: "Spiele gegen Arsenal sind immer etwas Besonderes."
Gnabrys besondere Bilanz
Genauso wie Spiele gegen Teams aus London: Sieben seiner 18 Tore in der Champions League erzielte er gegen Tottenham Hotspur (vier), den FC Chelsea (zwei) und Arsenal (eins). Da will Gnabry am Mittwochabend natürlich weitermachen. Um wieder in die Verfassung der Vorsaison zu kommen. Denn ein fitter Gnabry ist bei Bayern und in der Nationalmannschaft immer ein Kandidat für die Stammelf.
Kompany setzt auf Gnabry
Zumal Musiala derzeit noch fehlt nach seiner Muskelverletzung und Lennart Karl sowie Ismael Saibari nicht wirklich in Bestform sind. "Die Hauptsache ist, dass wir nicht vergessen haben, wie gut er letzte Saison war", schwärmte Kompany von Gnabry: "Unser Ziel ist, dass er wieder auf dieses Niveau kommt. Wir kennen seine Qualitäten. Je schneller er zurück ist, desto besser, wir wollen ihn aber für die gesamte Saison haben. Wenn Serge auf sein Niveau kommt, müssen auch alle anderen auf der Position gut sein, dann hast du diese Konkurrenz und Schärfe."
