Robben: Stammplatz Wartezimmer

Bayerns Superstar ist (wieder) verletzt: Nach einer Operation an der Leiste fällt Arjen Robben knapp zwei Wochen aus. Sportarzt warnt: „Die Verletzungen werden zum Dominoeffekt”
| Marco Plein
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Bayerns Superstar Arjen Robben ist (mal wieder) verletzt: Nach einer Operation an der Leiste fällt er knapp zwei Wochen aus. Sportarzt warnt: „Die Verletzungen werden zum Dominoeffekt”

München - Die Untersuchung ließ keine andere Entscheidung zu. Nach seiner Rückkehr von Hollands Nationalteam und einem kurzen Termin bei Bayern-Arzt Dr. Müller-Wohlfahrt wurde Arjen Robben an der Leiste operiert. Wieder ein Eingriff, wieder Regeneration, wieder Aufbautraining, wieder Pause. „Bei einem so oft verletzten Spieler wie ihm”, erklärt der Regensburger Sportmediziner und einstige DFB-Arzt, Ludwig Hecht, „werden die vielen Verletzungen zum Dominoeffekt. Der Körper reagiert immer sensibler, das heißt, man muss so einem Spieler immer mehr Zeit zur Regeneration gönnen. Da muss ein Verein den Druck rausnehmen.”

Die Bayern hoffen auf nur zehn Tage Pause - doch dann könnte Robben erst wieder trainieren. Wann eine Rückkehr im Spiel möglich wäre? Ungewiss. Vielleicht am zwölften Spieltag gegen Augsburg (6. November), oder gar noch später? Hecht gibt dem gebeutelten Holländer, der ja gerade erst unter einer Schambeinentzündung gelitten hatte und sich Diskussionen über seinen Wert für die Bayern gefallen lassen musste, wenig Hoffnung: „Je öfter ein Profi verletzt war, desto länger werden die Ausfallzeiten. Der Stoffwechsel in der Muskulatur wird langsamer, Narbenbildungen dauern länger.”

Verständlich also, dass Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge bemüht ist, keine Zweifel an der schnellen Rückkehr Robbens aufkommen zu lassen: „Wir tun gut daran, dass wir Arjen stärken in einer Situation, die nicht so angenehm für ihn ist.” Und: „Er muss wieder fit werden, daran wird gearbeitet. Dann werden wir wieder große Freude an ihm haben.” Die AZ liefert noch mal einen Überblick über die lange Verletztengeschichte des holländischen Flügelsprinters:

November 2004: Kurz nach seinem 18-Millionen-Transfer aus Eindhoven nach Chelsea geht Robbens Misere los: Sein rechter Mittelfuß bricht.

Februar 2005: Kaum ist Robben wieder fit, bricht er sich den linken Mittelfuß.

April 2005: Beschwerden am linken Knöchel und an der Wade verhindern die geplante Rückkehr des Dribblers.

Dezember 2006: Das große Dilemma mit der Oberschenkelmuskulatur beginnt - der Holländer muss pausieren.

Januar 2007: Robben muss wegen Achillessehnen-Problemen im Spiel gegen Liverpool früh raus, Chelsea-Coach Mourinho: „Keine Ahnung, wie lange er fehlen wird, aber bei ihm dauert’s immer lange.”

März 2007: Der nächste Schock: Robben wird am Knie operiert. Trotz allem kassiert Chelsea wenig später 35 Millionen Euro für ihn von Real Madrid.

Oktober 2007: Erste Verletzung in Madrid, ein Muskelfaserriss im linken Oberschenkel legt den Holländer lahm.

März 2008: Die nächste Pause steht an, diesmal nach einem Bänderriss im Sprunggelenk.

Juli 2008: Robben klagt nach der EM über Leistenprobleme.

Oktober 2008: Linker Oberschenkel, Muskelfaserriss, die nächste Pause steht an.

März 2009: Wadenverhärtungen auf beiden Seiten zwingen Robben zum Aussetzen.

Juni 2009: Erneuter Ausfall: Die Wadenmuskulatur spielt nicht mehr mit.

September 2009: Nach seinem Transfer (24 Millionen) zu den Bayern muss er gegen Juve mit Knieschmerzen vom Feld.

Oktober 2009: Robben will zurück, darf aber nicht - das operierte Knie schmerzt wieder und verlängert den Ausfall.

November 2009: Nach nur einer Einwechslung stehen wieder drei Wochen Pause aufgrund einer Entzündung im Knie an.

Juni 2010: Vor der WM erleidet Robben einen Muskelriss - er spielt trotzdem das gesamte Turnier inklusive Finale. Danach fehlt er den Bayern ein halbes Jahr. Rummenigge sauer: „Er wurde uns enteignet und demoliert zurückgegeben.”

Juli 2011: Mitten in der Saisonvorbereitung legt den Holländer ein Kapselriss im rechten Sprunggelenk lahm.

September 2011: Eine Schambeinentzündung zieht sich in die Länge, mehr als kurze Einwechslungen sind nicht drin.

Oktober 2011: Robben wird an der Leiste operiert. 

 

Mal verletzt auf der Bank, mal Erfolgsgarant - der "Auf-und-Ab"-Robben: Die AZ blickt in der Bilderstrecke auf die Karrierehochs und -tiefs des Bayernstars.

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