Peps Robben-Poker flog auf der Wiesn auf

Arjen Robbens Besuch auf dem Oktoberfest am Samstag gab Gewissheit. Der Bayern-Star wird gegen Dortmund noch nicht wieder auflaufen. Dennoch gibt es gute Nachrichten - auch von Franck Ribéry.
| M. Koch
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Arjen Robben war am Samstag noch auf dem Oktoberfest, wird also am Sonntag nicht gegen den BVB im Kader stehen.
Wackerbauer Arjen Robben war am Samstag noch auf dem Oktoberfest, wird also am Sonntag nicht gegen den BVB im Kader stehen.

Arjen Robbens Besuch auf dem Oktoberfest am Samstag gab Gewissheit. Der Bayern-Star wird gegen Dortmund noch nicht wieder auflaufen. Dennoch gibt es gute Nachrichten - auch von Franck Ribéry.

München – Pep Guardiolas Pokerspiel flog am Samstagabend im Käfer-Zelt auf. Dort nämlich erschien Bayern-Star Arjen Robben samt Gattin Bernadien und ließ es sich neben Sportgrößen wie Usain Bolt oder Felix Neureuther gut gehen. Auch Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, Robbens Vertrauensarzt, war zugegen.

Aber an diesem Abend ging es nicht um die anfällige Muskulatur des Niederländers, die „Mull“ immer wieder in Form bringt. Es ging darum, sich zu amüsieren. Und damit war Robbens Auftritt zugleich ein eindeutiges Signal: Für das Topspiel am Sonntag gegen Borussia Dortmund würde er nicht zur Verfügung stehen – obwohl sein Trainer genau das einen Tag zuvor noch offen gelassen hatte.

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„Er hat noch nicht mit uns trainiert“, sagte Guardiola über seinen Flügelstar, schloss einen überraschenden Einsatz aber nicht aus: „Er ist in der letzten Phase seines Prozesses, aber ich weiß nicht, ob er Sonntag spielen kann.“

 

Tracht statt Trikot

 

Robben konnte nicht. Schon im geheimen Abschlusstraining hatte der Offensivstar gefehlt. Guardiola verzichtete im Bundesliga-Klassiker auf den 31-Jährigen, wohl auch, weil er nicht den gleichen Fehler machen wollte. Im April hatte Robben im Pokalhalbfinale gegen den BVB sein (zu frühes) Comeback gefeiert, und sich prompt wieder verletzt. Diesmal soll der Weltklasse-Außen behutsam ans Team herangeführt werden. Schließlich gibt es keine Eile.

In Abwesenheit des Duos Robben und Franck Ribéry haben sich die Neuzugänge Douglas Costa und Kingsley Coman als erstklassige Vertreter erwiesen, beide glänzen als Torschützen und Vorbereiter. Dafür gibt es sogar Lob von der Konkurrenz. „Bayern hat sich nochmal entwickelt“, sagte Hans-Joachim Watzke, der Geschäftsführer des BVB, vor dem Topspiel im Sport1-Doppelpass: „Die Qualität ist: Auf den Positionen 13 bis 20 haben sie weitere Weltklassespieler. Sie sind wunderbar aufgestellt. Ich hätte nie gedacht, dass eine deutsche Mannschaft auf dieses Niveau kommen kann. Sie sind momentan die beste Mannschaft der Welt.“

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Und das ohne Ribéry und Robben. Schon bald aber – das dürfte die Konkurrenz noch mehr beunruhigen – wird die gefürchtete Flügelzange der Bayern wieder zur Verfügung stehen. Robben, der sich Anfang September beim Nationalteam eine Adduktorenverletzung zugezogen hatte, wird wohl schon nach der Länderspielpause in Bremen (17. Oktober) in den Kader zurückkehren.

 

Ribéry nach der Länderspielpause wieder am Ball?

 

Auch bei Ribéry, der seit März nicht mehr gespielt hat, gibt es positive Signale. „Nach der Länderspielpause hoffe ich, dass Franck anfangen kann, auf dem Platz zu trainieren“, sagte Guardiola vor der Partie gegen den BVB. Das hatte sich zuletzt nicht so hoffnungsvoll angehört, vor allem bei Ribéry selbst. „Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr das nervt. Ich tue alles, wirklich alles, was man mir sagt, doch die Schmerzen gehen einfach nicht weg“, sagte der 32-Jährige Ende August dem „Kicker“.

In Frankreich war angesichts der mysteriösen Knochenhautentzündung in Ribérys rechtem Sprunggelenk sogar über ein mögliches Karriereende spekuliert worden. Gut einen Monat später scheint sich die Stimmung bei Ribéry aufzuhellen. Genauso wie bei Robben. Pep wird bald noch besser pokern können – angesichts der Alternativen.

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