Pep nach dem 2:1-Sieg: "In der zweiten Halbzeit waren wir, wer wir sind"

Bayern-Trainer beklagte sich zunächst: "In der ersten Halbzeit waren wir nur Zuschauer des BVB!" Was Jürgen Klopp und die Bayern-Spieler dazu sagten.
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Pep Guardiola und Jürgen Klopp vor dem Duell ihrer Teams.
dpa Pep Guardiola und Jürgen Klopp vor dem Duell ihrer Teams.

München - Pep Guardiola jubelte so ausgelassen wie selten und zeigte mit beiden Fingern zur Haupttribüne. Dorthin, wo der Anhang der Spieler und Trainer sitzt. Danach umarmte der Bayern-Coach jeden, aber wirklich auch jeden aus seinem Trainerstab als habe man gerade einen Titel gewonnen.

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Aber es ging eben gegen Borussia Dortmund, gegen die einzige Mannschaft in Deutschland, gegen die der Spanier seit seinem Amtsantritt im Juni 2013 eine negative Bilanz hatte. Fünf Pflichtspiel-Duelle, drei Niederlagen. Es stand 2:3, die Bundesliga-Bilanz war vor Anpfiff exakt ausgeglichen. Beide Teams siegten letztes Jahr jeweils auswärts 3:0. Nun das deutliche Zeichen. Pep kann Klopp!

Und das sagten die Trainer im Anschluss an das 2:1 in der Pressekonferenz:

Bayern-Coach Pep Guardiola: „Natürlich sind wir sehr zufrieden. In den letzten vier Jahren konnten wir hier zu Hause gegen diese überragende Mannschaft nicht gewinnen. In der ersten Halbzeit waren wir nur Zuschauer des BVB – wir haben gespielt wie Fans. Wir spielen gegen die was Konter betrifft vielleicht beste Mannschaft der Welt. Dagegen müssen wir mit Aggressivität spielen. In der zweiten Halbzeit waren wir, wer wir sind – mit unserer Spielweise. Es lag auch an unserer Einstellung – sofort nach fünf Minuten in der zweiten Halbzeit war es anders. Dann waren wir die Mannschaft, die wir in den vergangenen Monaten waren. Daher großes, großes Kompliment an meine Mannschaft! Franck Ribéry hat in Hamburg 90 Minuten gespielt, und heute war er nach seiner Einwechslung in den 20 Minuten sehr gut. Als die Fans ihn gefordert haben, habe ich ihn gebracht. Ich habe sehr viel Respekt für unsere Fans – und wenn sie das wollen, muss ich das machen.“

BVB-Trainer Jürgen Klopp: „Die erste Halbzeit war gut, sehr gut. Sehr variabel, sehr flexibel. Haben ein Super-Tor gemacht. Wir mussten in der Halbzeit wechseln, Mats Hummels musste raus – es sieht auch nicht so gut aus. In der zweiten Halbzeit haben wir viele, zu viele lange Bälle geschlagen. Das war nicht gut. Bayern hat viel Druck gemacht, Roman Weidenfeller hat sensationell gehalten. Für die erste Halbzeit hätten wir es verdient gehabt, für die zweite Halbzeit nicht. Wir mussten hier nicht verlieren. Jede Niederlage tut weh – und in der Häufigkeit natürlich immer mehr. Und: Herzlichen Glückwunsch, Pep, zum verdienten Sieg.“

Weitere Stimmen zum Sieg der Bayern:

Robert Lewandowski: „Wir waren sehr konzentriert. Egal ob in der Bundesliga oder Champions League, ob BVB oder eine andere Mannschaft, wir wollen immer gewinnen. Wir wussten, dass es kein einfaches Spiel wird. Wir wussten, wir müssen Gas geben. Wir sind zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir nicht perfekt gespielt. Aber in der zweiten haben wir das geschafft. Es war ein besonderes Tor. Das war auch kein Tag wie jeder andere für mich.“

Mario Götze: „Es war ein gutes, interessantes Spiel, sehr intensiv, sehr umkämpft. Wir hatten das Glück, dass wir den Elfmeter bekommen haben. Gerade in der ersten Halbzeit hat es uns Dortmund sehr schwer gemacht. Wir hatten die eine oder andere Torchance, die wir hätten nutzen sollen. Aber im Endeffekt war es ein verdienter Sieg. Es war ein schwieriges Spiel, sehr intensiv. Es ging hin und her.“

Jérôme Boateng: „Wir haben unsere Torchancen nicht genutzt. Wir hätten noch viel mehr Tore machen müssen. Ich habe zu Mario und Philipp gesagt: 'Wenn wir das Spiel nicht gewinnen, dann weiß ich auch nicht, was los ist.'“

Das Spiel im Ticker zum Nachlesen: FC Bayern besiegt BVB mit 2:1

Thomas Müller: „Es war schon komisch, wir haben die Chancen richtig gut rausgespielt und dann... Unvermögen ist das falsche Wort. Wir haben alles versucht, aber irgendwie hat es so richtig nicht geklappt. Wir sind drangeblieben. Du kannst Dortmund nicht über 90 Minuten kontrollieren. Man kann es hinterher immer leicht sagen, aber es war ein verdienter Sieg.“

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