Olympia-Traum lebt: Thomas Müller steht auf NADA-Liste

U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz treibt seine Planungen für die Olympischen Spiele 2020 voran. Auf einer Liste für die Nationale Anti-Doping-Agentur wird der Kandidaten-Kreis auf 50 Spieler eingegrenzt - Thomas Müller vom FC Bayern ist dabei.
| AZ/dpa
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Stefan Kuntz (l.) hat Thomas Müller auf die NADA-Liste für Olympia 2020 gesetzt.
AZ-Montage, Robert Michael/zb/Ina Fassbender/dpa Stefan Kuntz (l.) hat Thomas Müller auf die NADA-Liste für Olympia 2020 gesetzt.

München - Thomas Müller darf weiter auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio hoffen.

U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz stellte für die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) eine Liste mit rund 50 Spielern zusammen, der auch die ehemaligen Bayern-Profis Mats Hummels und Sandro Wagner angehören. Nur Spieler, die auf dieser Liste gemeldet sind, dürfen an Olympia teilnehmen.

"Wir haben natürlich intern und extern besprochen, dass wir Spieler aus möglichst vielen unterschiedlichen Vereinen nominieren, damit kein Club extrem benachteiligt wird. Wobei der Termin für Olympia dieses Jahr nicht so störend für die Vorbereitung liegt", sagte Kuntz mit Blick auf die Sommerspiele vom 24. Juli bis zum 9. August in Tokio.

"Dazu haben wir festgelegt, dass kein Spieler an zwei Turnieren - also der EURO und Olympia - teilnehmen wird. Die Spieler werden bei ihrer Rückkehr von Olympia auf einem ähnlichen Level sein, wie wenn sie die Vorbereitung mitgemacht hätten", so Kuntz weiter.

Olympia 2020: Kuntz gibt keine Garantien

Kuntz darf Spieler nominieren, die nach dem 1. Januar 1997 geboren sind. Drei Akteure dürfen auch älter sein. "Das kann ich verstehen, denn die Fußballfans erwarten, dass das die prominentesten Namen in unserem Kader sein werden", sagte Kuntz. "Aber die drei älteren Spieler werden unser letztes Puzzleteil sein."

Im Exklusiv-Gespräch mit der AZ hatte Kuntz bereits betont, dass eine Nominierung auf der NADA-Liste noch kein Indiz dafür sei, dass Müller oder andere ältere Spieler auch tatsächlich zur Olympia-Mannschaft gehören werden. "Da kann ich aber noch nicht sagen, ob die Spieler dann ein, 50 oder sonst wie viel Prozent Chancen haben, dann auch dabei zu sein", so Kuntz. Die finale Nominierung erfolgt im Juni.

Erst ganz zum Schluss wolle der U21-Nationaltrainer entscheiden, welche drei Ü23-Akteure er mitnimmt. Zuerst wolle er den Kader mit Spielern der Jahrgänge 1998 und 1997 fixieren. Dann werde er schauen, "welchen Spieler oder welchen Charakter, der der Mannschaft guttut, ich noch brauche", so Kuntz weiter.

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