Oldie und Kronprinz: Gnabry und Robben kämpfen um Platz in der Bayern-Startelf

Der holländische Altstar ringt mit Gnabry um einen Platz in der Bayern-Startelf. Doch der Youngster meldet keine Ansprüche an, er lobt den Konkurrenten.
| Maximilian Koch
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Die Zukunft des FC Bayern auf Rechtsaußen: Serge Gnabry (Mitte) oder Arjen Robben (links). Noch ist unklar, wer in der Startelf spielen wird.
Sven Hoppe/dpa Die Zukunft des FC Bayern auf Rechtsaußen: Serge Gnabry (Mitte) oder Arjen Robben (links). Noch ist unklar, wer in der Startelf spielen wird.

Doha - Am Montag revanchierte sich Arjen Robben und schaute mal rüber, was der alte Kollege so drauf hat – nicht als Spieler, sondern als Trainer. Mark van Bommel, der frühere Bayern-Star (2006 bis 2011), ist inzwischen Coach der PSV Eindhoven. Und die Niederländer bereiten sich genau wie der FC Bayern gerade in Doha auf die Rückrunde vor.

Nachdem van Bommel am Samstag das Training der Münchner besucht und Robben herzlich umarmt hatte, saß nun Robben auf einem weißen Plastikstuhl am Spielfeldrand und lauschte den Anweisungen seines ehemaligen Teamkollegen. Ob das Holland-Duo bald wieder vereint ist?

Van Bommel will Robben verpflichten

Van Bommel soll sehr an einer Verpflichtung Robbens interessiert sein, dessen Bayern-Zeit nach dieser Saison endet. „Es gab einen Kontakt. Mark van Bommel hat Arjen eine Nachricht geschickt. Es liegt nun an ihm, die richtige Entscheidung zu treffen“, sagte PSV-Geschäftsführer Toon Gerbrand kürzlich dem niederländischen Sender "Omroep Brabant". Robben spielte bereits von 2002 bis 2004 bei PSV.

Lesen Sie hier: AZ-Newsblog - So läuft das Trainingslager des FC Bayern

Bislang hat sich Bayerns Wembley-Held nicht klar zu seiner Zukunft geäußert. "Es kann sein, dass ich ganz aufhören werde. Es kann aber auch gut sein, dass ich noch weitermache, wenn sich etwas richtig Schönes und Interessantes ergibt", sagte er nur. Wichtig sei ihm vor allem eines: "Mein Ziel ist noch immer, mich mit mindestens einem Titel zu verabschieden im Sommer."

Dies ist für den 34-Jährigen weiter möglich, doch die Frage lautet aktuell, welche Rolle Robben in der Rückrunde spielen wird. Seit Anfang Dezember laboriert der Rechtsaußen an Oberschenkelproblemen, und auch in Doha gibt es noch keine großen Fortschritte.

Robben trainiert auf Nebenplatz

Zwar erklärte er zu Beginn des Trainingslagers, dass "alles nach Plan" laufe, "kein Problem. Ein paar Tage wieder reinkommen, und dann geht alles normal weiter." Doch bislang sieht man Robben meist im Einzeltraining auf einem Nebenplatz – während die Kollegen im Mannschaftstraining um die Stammplätze rangeln.

Robbens erster Vertreter ist schon seit dem Sommer der 23-jährige Serge Gnabry. Der Nationalspieler, der vergangene Saison noch an Hoffenheim ausgeliehen war, spielte eine gute Hinrunde, er kam in 20 Partien auf vier Tore und vier Vorlagen. „Ich habe relativ viel Spielzeit bekommen, was mich sehr freut“, sagte Gnabry am Montag im Teamhotel.

Im roten Stuhl mit goldenen Verzierungen sah er aus wie ein kleiner Prinz. Und das ist er gewissermaßen ja auch: Der mögliche Nachfolger des Flügelkönigs Robben, Arjens Kronprinz.

Gnabry unsicher, ob er zur Startelf gehört

Doch Gnabry bleibt vorerst bescheiden, vorsichtig, fast schon scheu. Seine Ansprüche seien jetzt nicht gestiegen, sondern von Anfang an gleich gewesen, erklärte das Offensivtalent auf AZ-Nachfrage.

Eine Kampfansage für einen Stammplatz im ersten Rückrundenmatch gegen Hoffenheim hörte man von ihm nicht. Er wisse nicht, ob er dann zur Startelf gehören werde, "das können Sie mich am 18. (Januar, d. Red.) noch mal fragen".

Vieles deutet allerdings darauf hin, dass Gnabry den Vorzug vor Robben erhalten wird, er ist nach seinem Faserriss im Oberschenkel wieder "voll belastbar", wie Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt der AZ bestätigte.

Doch Robben wird zurückkommen wollen, ein letztes Mal für Bayern. Das weiß auch Gnabry. "Er hat sich auf dem Niveau gehalten, ewige Jahre", schwärmte der Youngster. "Diese Einstellung, dieser Wille: Das sind Sachen, die man sich abgucken kann.“  

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