Noten zum FC Bayern: Zwei Mal die Sechs für ganz wilde Bayern

Der FC Bayern müht sich gegen den FC Heidenheim zum Weiterkommen im DFB-Pokal. Niklas Süle sieht Rot, zwei Münchner sind beim Tore-Spektakel völlig von der Rolle - doch ein Superstar bekommt die Eins. Die Einzelkritik.
| Patrick Strasser
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SVEN ULREICH, NOTE 4: Weil Nationaltorhüter Manuel Neuer auch dieses Spiel wegen muskulärer Probleme in der linken Wade ausfiel, rutschte erneut sein Stellvertreter in den Kasten. Sein fünfter Pflichtspieleinsatz in dieser Saison. Bekam viel mehr zu tun als ihm lieb war. Bei Glatzels Kopfball ins lange Eck machtlos, bei Schnatterers Schuss zum 1:2 überrumpelt.
imago/ULMER 14 SVEN ULREICH, NOTE 4: Weil Nationaltorhüter Manuel Neuer auch dieses Spiel wegen muskulärer Probleme in der linken Wade ausfiel, rutschte erneut sein Stellvertreter in den Kasten. Sein fünfter Pflichtspieleinsatz in dieser Saison. Bekam viel mehr zu tun als ihm lieb war. Bei Glatzels Kopfball ins lange Eck machtlos, bei Schnatterers Schuss zum 1:2 überrumpelt.
JOSHUA KIMMICH, NOTE 3: Brachte die Ecke mit rechts von der linken Seite, die Goretzka dann einköpfte. Wieder mal ein Scorerpunkt für den Rechtsverteidiger. Aber ein dickes Minus: Beim Kopfballgegentreffer von Glatzel stand er schlecht, verteidigte im Raum nur unzulässig. Kurz vor dem 3:2 mit einem wichtigen Abwehrmanöver im eigenen Strafraum.
imago/GEPA pictures 14 JOSHUA KIMMICH, NOTE 3: Brachte die Ecke mit rechts von der linken Seite, die Goretzka dann einköpfte. Wieder mal ein Scorerpunkt für den Rechtsverteidiger. Aber ein dickes Minus: Beim Kopfballgegentreffer von Glatzel stand er schlecht, verteidigte im Raum nur unzulässig. Kurz vor dem 3:2 mit einem wichtigen Abwehrmanöver im eigenen Strafraum.
NIKLAS SÜLE, NOTE 5: Der als Nummer eins auserkorene Innenverteidiger, unter Kovac und unter Bundestrainer Joachim Löw, kam kurz vor dem Strafraum gegen Heidenheims Andrich zu spät und beging ein klares Foul. Schiedsrichter Winkmann gibt Süle zunächst Gelb, entscheidet nach Ansicht der TV-Bilder per Videobeweis auf Rot. Umstritten. Aber: Abgang Süle. 75 Minuten Unterzahl.
imago/Sven Simon 14 NIKLAS SÜLE, NOTE 5: Der als Nummer eins auserkorene Innenverteidiger, unter Kovac und unter Bundestrainer Joachim Löw, kam kurz vor dem Strafraum gegen Heidenheims Andrich zu spät und beging ein klares Foul. Schiedsrichter Winkmann gibt Süle zunächst Gelb, entscheidet nach Ansicht der TV-Bilder per Videobeweis auf Rot. Umstritten. Aber: Abgang Süle. 75 Minuten Unterzahl.
MATS HUMMELS, NOTE 5: Findet Heidenheims Kapitän Schnatterer "legendär" - auch dessen Treffer zum 1:2 nach einem blitzsauberen Konter der Gäste. Wo war da Hummels? Viel zu weit aufgerückt, viel zu weit weg von seinen Gegenspielern. Fahrlässig. Sehr gut jedoch seine Kopfballvorlage auf Gnabry, der zum 4:2 einschob. Foulte vor dem Elfer zum 4:4.
imago/DeFodi 14 MATS HUMMELS, NOTE 5: Findet Heidenheims Kapitän Schnatterer "legendär" - auch dessen Treffer zum 1:2 nach einem blitzsauberen Konter der Gäste. Wo war da Hummels? Viel zu weit aufgerückt, viel zu weit weg von seinen Gegenspielern. Fahrlässig. Sehr gut jedoch seine Kopfballvorlage auf Gnabry, der zum 4:2 einschob. Foulte vor dem Elfer zum 4:4.
RAFINHA, NOTE 6: Wie schon in Freiburg musste David Alaba wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel passen. Der Brasilianer ist ja der Allround-Ersatz auf beiden Außenverteidiger-Positionen. Kam zu spät bei Schnatterers Tor zum 1:2 – zu langsam. Von Kovac zur Pause ausgewechselt. Rafinha brauchte er für die Aufholjagd schlicht nicht mehr.
imago/Pressefoto Baumann 14 RAFINHA, NOTE 6: Wie schon in Freiburg musste David Alaba wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel passen. Der Brasilianer ist ja der Allround-Ersatz auf beiden Außenverteidiger-Positionen. Kam zu spät bei Schnatterers Tor zum 1:2 – zu langsam. Von Kovac zur Pause ausgewechselt. Rafinha brauchte er für die Aufholjagd schlicht nicht mehr.
THIAGO, NOTE 5: Zweikämpfe? Mochte er gegen Heidenheim offenbar nicht bestreiten. Musste sich im Mittelfeld von Zweitligisten teilweise richtig herspielen lassen. Sah meist nur die Rücklichter der Weißen. Zu langsam, zu behäbig. Hatte sich nach der Pause etwas besser im Griff und ordnete das Spiel anständig.
imago/DeFodi 14 THIAGO, NOTE 5: Zweikämpfe? Mochte er gegen Heidenheim offenbar nicht bestreiten. Musste sich im Mittelfeld von Zweitligisten teilweise richtig herspielen lassen. Sah meist nur die Rücklichter der Weißen. Zu langsam, zu behäbig. Hatte sich nach der Pause etwas besser im Griff und ordnete das Spiel anständig.
LEON GORETZKA, NOTE 3: Reingelaufen, reingeköpft. Sehr einfach wurde dem Ex-Schalker sein Führungstreffer per Kopfball gemacht (12.) - sein siebter Pflichtspieltreffer. Wirkte im Gegensatz zu seinen laschen Mittelfeld-Kollegen als habe er als einziger Feuer. Übersprintete einmal in der Rückwärtsbewegung aus lauter Wut Hummels.
imago/Sven Simon 14 LEON GORETZKA, NOTE 3: Reingelaufen, reingeköpft. Sehr einfach wurde dem Ex-Schalker sein Führungstreffer per Kopfball gemacht (12.) - sein siebter Pflichtspieltreffer. Wirkte im Gegensatz zu seinen laschen Mittelfeld-Kollegen als habe er als einziger Feuer. Übersprintete einmal in der Rückwärtsbewegung aus lauter Wut Hummels.
SERGE GNABRY, NOTE 2: Zunächst als Zehner hinter der Spitze Müller unterwegs. Nachdem Süle wegen Notbremse vom Platz flog, kurzzeitig viel defensiver unterwegs. Steigerte sich wie die gesamte Mannschaft in der zweiten Halbzeit, profitierte auch von Lewandowskis Hereinnahme. Drückte den Ball zum 4:2 über die Linie. Ein Lattenknaller brachte fast das 6:4.
imago/Jan Huebner 14 SERGE GNABRY, NOTE 2: Zunächst als Zehner hinter der Spitze Müller unterwegs. Nachdem Süle wegen Notbremse vom Platz flog, kurzzeitig viel defensiver unterwegs. Steigerte sich wie die gesamte Mannschaft in der zweiten Halbzeit, profitierte auch von Lewandowskis Hereinnahme. Drückte den Ball zum 4:2 über die Linie. Ein Lattenknaller brachte fast das 6:4.
JAMES, NOTE 6: Völlig von der Rolle in der ersten Hälfte. Zig Ballverluste, weil viel zu fahrig und lässig in den Zweikämpfen. Überhaupt nicht auf dem Platz und im Spiel. Hanebüchen, weil super-arrogant sein Ballverlust im Mittelfeld, der im Gegenzug zum 1:1-Ausgleichstreffer führte. Die Quittung: Auswechslung in der Halbzeit.
imago/DeFodi 14 JAMES, NOTE 6: Völlig von der Rolle in der ersten Hälfte. Zig Ballverluste, weil viel zu fahrig und lässig in den Zweikämpfen. Überhaupt nicht auf dem Platz und im Spiel. Hanebüchen, weil super-arrogant sein Ballverlust im Mittelfeld, der im Gegenzug zum 1:1-Ausgleichstreffer führte. Die Quittung: Auswechslung in der Halbzeit.
FRANCK RIBÉRY, NOTE 4: War das "Opfer" von Süles Roter Karte. Musste nach 24 Minuten vom Feld, weil Trainer Kovac Boateng für die Viererkette brachte. Schüttelte den Kopf, trottete langsam zur Seitenlinie, wurde von Rafinha getröstet. Dann akzeptierte er jedoch Kovacs Worte, klatschte sogar ab. Zuvor im Spiel ohne nennenswerte Offensivaktion.
imago/DeFodi 14 FRANCK RIBÉRY, NOTE 4: War das "Opfer" von Süles Roter Karte. Musste nach 24 Minuten vom Feld, weil Trainer Kovac Boateng für die Viererkette brachte. Schüttelte den Kopf, trottete langsam zur Seitenlinie, wurde von Rafinha getröstet. Dann akzeptierte er jedoch Kovacs Worte, klatschte sogar ab. Zuvor im Spiel ohne nennenswerte Offensivaktion.
THOMAS MÜLLER, NOTE 3: Weil Robert Lewandowski aus "gesundheitlichen Gründen" - sicher auch mit Blick auf den Hit gegen Dortmund - zunächst auf der Bank saß, rückte Müller in die Rolle des vordersten Stürmers. Aber das ist nicht seine Rolle! Ganz schwache Bälle mit dem Rücken zum Tor, aber dann zur Stelle, als er das wichtige 2:2 erzielte. Bereitete das 3:2 gekonnt vor.
imago/Sven Simon 14 THOMAS MÜLLER, NOTE 3: Weil Robert Lewandowski aus "gesundheitlichen Gründen" - sicher auch mit Blick auf den Hit gegen Dortmund - zunächst auf der Bank saß, rückte Müller in die Rolle des vordersten Stürmers. Aber das ist nicht seine Rolle! Ganz schwache Bälle mit dem Rücken zum Tor, aber dann zur Stelle, als er das wichtige 2:2 erzielte. Bereitete das 3:2 gekonnt vor.
JEROME BOATENG, NOTE 3: Zunächst draußen, musste der Innenverteidiger nach 24 Minuten als SOS-Einsatz für Rot-Sünder Süle auf den Platz. Ein echter Kaltstart für den Ex-Nationalspieler, den er jedoch bestand. Zunächst souverän und sicher als Chef der nun neu formierten Dreierkette, dann stand es plötzlich 4:4.
imago/Sven Simon 14 JEROME BOATENG, NOTE 3: Zunächst draußen, musste der Innenverteidiger nach 24 Minuten als SOS-Einsatz für Rot-Sünder Süle auf den Platz. Ein echter Kaltstart für den Ex-Nationalspieler, den er jedoch bestand. Zunächst souverän und sicher als Chef der nun neu formierten Dreierkette, dann stand es plötzlich 4:4.
KINGSLEY COMAN, NOTE 4: Kam zu Beginn der zweiten Halbzeit, um mehr Druck über den linken Flügel entwickeln zu können. Was auch funktionierte. Ein Direktschuss aus dem Rückraum landete beinahe unter der Latte, wäre das 5:2 gewesen. Kurzer Schreckmoment als er verletzt am Boden saß.
imago/GEPA pictures 14 KINGSLEY COMAN, NOTE 4: Kam zu Beginn der zweiten Halbzeit, um mehr Druck über den linken Flügel entwickeln zu können. Was auch funktionierte. Ein Direktschuss aus dem Rückraum landete beinahe unter der Latte, wäre das 5:2 gewesen. Kurzer Schreckmoment als er verletzt am Boden saß.
ROBERT LEWANDOWSKI, NOTE 1: Was für ein Qualitätsunterschied! Der Torjäger kam zur Pause in die Partie und plötzlich konnte die Mannschaft vorne einen anspielen, der die Bälle hält und auch noch verwandelt wie beim 3:2 auf Vorlage von Müller. Blieb cool und verwandelte den Handelfmeter zum 5:4.
imago/MIS 14 ROBERT LEWANDOWSKI, NOTE 1: Was für ein Qualitätsunterschied! Der Torjäger kam zur Pause in die Partie und plötzlich konnte die Mannschaft vorne einen anspielen, der die Bälle hält und auch noch verwandelt wie beim 3:2 auf Vorlage von Müller. Blieb cool und verwandelte den Handelfmeter zum 5:4.

München - Nicht nur Rafinha hat beim wenig souveränen 5:4 des FC Bayern im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den FC Heidenheim einen richtig schlechten Tag. Niklas Süle schwächt den Rekordmeister mit seinem Platzverweis, ein Kreativspieler taucht völlig ab.

Nur Angreifer um Gnabry stürmisch

Nur die Angreifer um Serge Gnabry spielen stürmisch - einer ist diesmal Joker, und mal wieder der beste Mann bei den Bayern.

Klicken Sie sich oben in der Fotostrecke durch die Einzelkritik zu den Münchnern!

Lesen Sie hier: Diesen Traum hat Arjen Robben noch beim FC Bayern

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