Kommt die XXL Rotation? So steht es um Neuer und Musiala im DFB-Team

XXL-Rotation oder weiter einspielen für die Titeljagd? Julian Nagelsmann hat sich für das Gruppenfinale gegen Ecuador für die zweite Variante entschieden.
AZ/SID |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
WErden gegen Ecuador wieder in der Startelf stehen: Manuel Neuer und Jamal Musiala.
WErden gegen Ecuador wieder in der Startelf stehen: Manuel Neuer und Jamal Musiala. © IMAGO/Shaina Benhiyoun/SPP

Vor der ersten Stippvisite am Sehnsuchtsort stand Julian Nagelsmann vor einem kniffligen Balanceakt. Rhythmus oder Rotation? Der Bundestrainer brütete vor dem Gruppenfinale gegen das defensivstarke Ecuador im beeindruckenden MetLife Stadium intensiv über dieser Frage - und gab die Antwort nach der Ankunft. "Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir vornehmen müssen", sagte der Bundestrainer vor der Partie am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) im Finalstadion in East Rutherford.

Antonio Rüdiger wird den schwer verletzten Nico Schlotterbeck (Innenbandriss im Sprunggelenk) in der Innenverteidigung ersetzen, David Raum verteidigt hinten links für den leicht angeschlagenen Nathaniel Brown (Adduktorenbeschwerden). Ansonsten lautet das Motto des Gruppensiegers nach Diskussionen im Trainerteam und Gesprächen mit den Spielern: Einspielen für die K.o.-Phase.

Baumann bekommt WM-Einsatz vorerst nicht

"Die Entscheidungen treffen wir nicht aus Jux und Dollerei", sagte Nagelsmann. Das bedeutet auch, dass Super-Joker Deniz Undav trotz fünf Scorerpunkten (drei Tore und zwei Vorlagen) zunächst wieder auf der Bank sitzen wird. Undav sei "in herausragender Form", betonte Nagelsmann, "aber wir wollen uns auf die K.o.-Phase vorbereiten".

Anzeige für den Anbieter Spotify über den Consent-Anbieter verweigert

Länger verletzte Spieler wie Jamal Musiala, Kai Havertz, Felix Nmecha und auch Rückkehrer Manuel Neuer bräuchten "Rhythmus". Damit erfüllt sich auch die Hoffnung von Oliver Baumann auf einen Einsatz nicht. Der Hoffenheimer galt lange als Nummer 1 in der DFB-Auswahl und musste erst kurz vor dem Turnier für Neuer weichen. Die Entscheidung sei "bei Olli auf Verständnis gestoßen", sagte Nagelsmann.

"Wir wollen in diesem Flow bleiben"

Auch ohne große Rotation kann die von "Maskottchen" Nico Schlotterbeck angefeuerte und als Gruppensieger feststehende DFB-Auswahl für zwei Einträge in die Geschichtsbücher sorgen. Zwölf Länderspielsiege in Serie gab es in der langen Verbandshistorie bisher nur 1979/80 unter Bundestrainer Jupp Derwall. Drei WM-Vorrundenerfolge wurden zuletzt beim Sommermärchen vor 20 Jahren notiert. Auch damals hieß der dritte Gruppengegner Ecuador (3:0).

Man sei an einem Punkt angekommen, an dem es darum gehe, dass jeder bei diesem Turnier Respekt bekomme, sagte Bundestrainer Jürgen Klinsmann damals vor der Partie in Berlin und mahnte die Spieler: Wenn einer meine, man könnte es locker angehen, dann sei er nach 20 Minuten vom Platz.

Anzeige für den Anbieter Instagram Reel über den Consent-Anbieter verweigert

Die aktuelle sportliche Führung würde diese Aussagen sicher unterstreichen. "Wir wollen in diesem Flow bleiben, um danach auch im Sechzehntelfinale selbstbewusst aufzutreten", betonte Rudi Völler. Denn um die ganz großen Ziele zu erreichen, "müssen wir noch ein paar Prozent drauflegen".

DFB-Team möchte sich keine Wettbewerbsverzerrung nachsagen lassen

Doch gegen Ecuador will sich das DFB-Team auch keine Wettbewerbsverzerrung nachsagen lassen, denn für die bislang torlosen Südamerikaner geht es noch ums Weiterkommen (ein Punkt). "Auch aus Respekt vor anderen Nationen müssen wir das Spiel so angehen, als würde es um alles gehen", sagte Nadiem Amiri und forderte "maximale Intensität". Auch Musiala betonte: "Wir dürfen nicht nachlassen!"

Die Wetterprognosen sollten das zulassen. Sonne, Temperaturen unter 30 Grad - im DFB-Tross hatte man sich vor dem Turnier auf widrigere Umstände eingestellt. Der sehr stumpfe Rasen im zweitgrößten WM-Stadion bereitet aber Sorgen. Die Angst vor weiteren Ausfällen nach Serge Gnabry, Lennart Karl und Schlotterbeck ist groß. "Er soll nicht so gut sein. Aber das darf keine Ausrede sein", sagte Jamie Leweling über den Platz.

Anzeige für den Anbieter Instagram Reel über den Consent-Anbieter verweigert

DFB-Elf noch ohne Gelbe Karte

Immerhin müssen Kapitän Joshua Kimmich und Co. keine Sperren fürchten. Da die DFB-Auswahl in ihren ersten beiden Turnierspielen keine einzige Gelbe Karte sah, ist ein solcher Ausfall frühestens bei einem Einzug ins Viertelfinale möglich. Ein Spieler ist erst nach zwei Gelben Karten gesperrt, nach einer Regeländerung der FIFA werden die Verwarnungen aber nach der Gruppenphase gestrichen.

Die Voraussetzungen für die Stippvisite am Sehnsuchtsort sind also aus verschiedenen Gründen gut.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.