Nach Pokal ist vor der Liga: Bayern freut sich auf den HSV

Schluss mit dem Warmspielen! Der FC Bayern will endlich wieder um Punkte kämpfen. Der Hamburger SV soll den wahren Rekordmeister zu spüren bekommen. Die Pokal-Aufgabe ist längst abgehakt.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Auch wenn die Akteure wechseln: der Süd-Nord-Klassiker FC Bayern gegen den Hamburger SV hat stets Brisanz.
AZ-Montage | dpa Auch wenn die Akteure wechseln: der Süd-Nord-Klassiker FC Bayern gegen den Hamburger SV hat stets Brisanz.

München/Karlsruhe - Nach dem Pokalsieg im Sparmodus kann der FC Bayern München den Start in der Fußball-Bundesliga kaum noch abwarten. "Nach der Vorbereitung freut man sich, wenn es endlich wieder losgeht", sagte Kapitän Philipp Lahm nach dem 3:1 (3:1) am Sonntag zum DFB-Pokal-Auftakt beim Fünftligisten FC Nöttingen. Am Freitag (20.30 Uhr/Sky) soll der Hamburger SV den Rekordmeister wieder in unwiderstehlicher Angriffslaune erleben.

"Unsere Chancenverwertung muss besser werden", kritisierte Arjen Robben nach dem müden Sommer-Kick im Karlsruher Wildparkstadion. Zu wenige zwingende Toraktionen erspielte sich der Rekordpokalsieger bei hochsommerlichen Bedingungen. "Außer Frage: Wir können besser spielen", räumte Lahm ein. "Das Wichtigste war: keiner ist verletzt und wir sind eine Runde weiter." In den vergangenen sechs Spielzeiten erreichten die Münchner immer mindestens das Pokal-Halbfinale. Beim Testlauf gegen den Oberligisten blieben die Bayern so einiges schuldig, hatten die Partie aber im Griff. Trainer Pep Guardiola war zufrieden. "Meine Spieler wollen immer, aber bei 36 Grad um vier Uhr nachmittags ist es nicht einfach", sagte der Spanier. "Wir brauchen unsere Energie für den Ligastart."

Guardiola nutzte die erste Pokal-Runde zum Ausprobieren. Joshua Kimmich durfte im defensiven Mittelfeld neben Arturo Vidal ran, Sven Ulreich ersetzte Manuel Neuer zwischen den Pfosten. Fehlerlos blieb der frühere Stuttgarter allerdings nicht. "Das war ein schweres Spiel bei diesen Bedingungen", resümierte der 27-Jährige und räumte nach seinem Pflichtspieldebüt für den FCB eine gewisse Aufregung ein. "Auch wenn man schon einige Bundesligaspiele hat, ist es bei einem neuen Verein doch noch mal anders." In der Schlussphase musste Ulreich sogar den Anschlusstreffer verhindern. Vidal (5. Minute/Handelfmeter), Mario Götze (17.) und Robert Lewandowski (26.) stellten schon vor der Pause das Weiterkommen sicher. Das Gegentor durch Niklas Hecht-Zirpel (16.) für den tapferen Außenseiter war am Ende nicht mehr als ein Schönheitsfehler.

Lesen Sie hier: Rucksack-Posse beim HSV - Gehaltslisten in Park gefunden

"Wir sind gewappnet für die Saison", konstatierte Götze, der durchspielte. Auf Thiago verzichtete Guardiola noch komplett - nur kein Risiko. Der 24-Jährige hatte zuletzt über Magenprobleme geklagt. Ihm gehe es besser, versicherte Guardiola. "Der Arzt hat gesagt, er ist gesund." Gegen den HSV könnte der Mittelfeldspieler dem Bayern-Spiel wieder zu mehr Zielstrebigkeit und Torgefahr verhelfen.

Straftraining für HSV-Profis

Während die Münchner den LIga-Start am Freitag (20:30 Uhr, Liveticker auf az-muenchen.de) also kaum erwarten können, ist bei Gegner Hamburger SV schon wieder Alarmstimmung angesagt. Nach dem peinlichen 2:3 im DFB-Pokal bei Jena hat Trainer Bruno Labbadia die HSV-Profis am Montagvormittag zum Straftraining empfangen. Die in Jena zum Einsatz gekommenen Akteure arbeiteten auf dem mit einem Sichtschutz versehenen Trainingsplatz neben dem Volksparkstadion auf Spinning-Rädern, die Reservisten absolvierten ein normales Programm.

Labbadia hatte sich nach dem erneuten frühen Aus seines Teams beim Nordost-Regionalligisten "enttäuscht" gezeigt und moniert: "Wir sind einfach nicht an unsere Grenzen gegangen."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren