"Mull" schmeißt hin: Das sagen die AZ-Leser

Das war's - Bayern-Arzt Müller-Wohlfahrt hört auf, und das nach 38 Jahren beim FC Bayern! Was die AZ-Leser zum plötzlichen Abgang des "Wunderheilers" sagen.
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Der Abgang von Ex-Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt kam plötzlich. Die Meinungen der AZ-Leser zum Plötzlichen Aus sind unterschiedlich.
dpa/AZ/AZ-Screenshot Der Abgang von Ex-Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt kam plötzlich. Die Meinungen der AZ-Leser zum Plötzlichen Aus sind unterschiedlich.

München - Nach der 3:1-Pleite beim FC Porto am Mittwoch im Champions League-Viertelfinale kam die nächste Hiobsbotschaft. Der Bayern-Mythos Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt schmeißt hin!

Konkrete Gründe sind noch nicht bekannt, angeblich waren aber vereinsinterne Zerwürfnisse der Grund für den urplötzlichen Abgang. "Mull" hat sich mit sofortiger Wirkung vom FC Bayern München getrennt, er wird also am Samstag gegen Hoffenheim (15:30, live im AZ-Ticker) nicht mehr auf der Bank sitzen.

Lesen Sie hier: Müller-Wohlfahrt weg! Details am Freitag

Den Posten des Mannschaftsarztes wird vorläufig Volker Braun, der Doc der zweiten Bayern-Mannschaft, übernehmen. Ob dies dann eine längerfristige Anstellung ist, bleibt abzuwarten.

Auch die AZ-Leser diskutieren in den Kommentaren fleißig über den Abschied des "Wunderheilers". Die Meinungen sind durchaus geteilt:

Pro Müller-Wohlfahrt

AZ-Leser "Sepp" sieht den Fehler bei Trainer Guardiola: "Die Lösung ist einfach: Schmeißt diesen arroganten Spanier raus und Wohlfahrt kommt zurück. Guardiola passt einfach nicht zum FC Bayern."

"Georg P." sieht den Anfang des Zerwürfnisses im "Thiago-Konflikt" zwischen Coach Guardiola und Arzt Müller-Wohlfahrt: "Meine Zweifel an Trainer Guardiola wachsen. Er hat zuviel Macht und Einfluss im Verein und hat teiweise Vorstellungen, die nicht mit dem FCB in Einklang zu bringen sind. Es war und ist ein Unding, dass Guardiola von Anfang an versuchte, in die Kompetenzen des Mannschaftsarztes einzugreifen und zwar in einer Art und Weise, die die Gesundheit der Spieler gefährdet. [...] Wozu so etwas führt, hat man an Guardiolas unmöglichem Vorgehen im Fall "Thiago" gesehen. Müller-Wohlfahrt gehört zu den besten Sportärzten der Welt und der FCB konnte stolz und froh darüber sein, einen solchen Fachmann zu habe."

Der AZ-Leser "FCB" findet ausschließlich positive Worte für "Mull": "Das ist ein schwerer Schlag. Der Doc war eine Institution, und niemand hatte den Eindruck, dass sich die Spieler bei ihm schlecht aufgehoben gefühlt haben, im Gegenteil, viele kamen gerade seinetwegen nach München. Da wird es mit Sicherheit Gesprächsbedarf geben."

Lesen Sie hier: Bayern-Trainer Pep steckt in der Mull-Falle

Auch der User "Robert" ist von Müller-Wohlfahrts Arbeit überzeugt und äußert Kritik an Guardiola: "Was Müller-Wohlfahrt hat für den FC Bayern geleistet hat, überragt die Verdienste von Gardiola um ein Vielfaches! Diesen weltweit hochangesehenen Arzt für Gardiolas Machtstreben zu opfern, ist eine Katastrophe für den Verein."

"Benni11" ist der Meinung, dass allein die Mannschaft für den Misserfolg in Porto verantwortlich ist und nicht die ärztliche Abteilung: "Gemessen am Gehalt der eingesetzten Spieler hätten die Bayern den FC Porto locker besiegen müssen! Aber die hochbezahlten Stars schaffen unter mentalem Druck nicht einmal fehlerfreie Pässe über 5 Meter bis zum Mitspieler, von Spielwitz ganz zu schweigen - es war einfach eine trostlose Vorstellung! Und nun soll die medizinische Abteilung für die fehlende Balltechnik und seelische Stärke verantwortlich sein?"

AZ-Leser "RohTho": "Es ist extrem schade, einen so großen Experten ziehen zu lassen. Müller-Wohlfahrt wäre für mich unantastbar. Was mag da intern wohl vorgegangen sein?"

Contra Müller-Wohlfahrt

Ein anderer User hingegen hätte sich vom ehemaligen Bayern-Arzt etwas mehr Professionalität gewünscht: "Wenn man ca. 40 Jahre für einen Auftraggeber arbeitet, gebietet es der Anstand, dass man zunächst diesen von seiner Entscheidung informiert und nicht über die Presse den Auftraggeber vor vollendete Tatsachen stellt. [...] Es zeigt auch, dass der Doc sehr dünnhäutig ist, wenn er gleich wieder hinschmeißt, wenn ihm mal ein wenig Gegenwind entgegen kommt."

"Ralf S." findet, dass der Abgang vom ehemaligen Bayern-Doc kein Weltuntergang ist, da es noch zahlreiche weitere erfahrene und gute Mediziner für den FC Bayern gibt: "Also...gestorben ist keiner, was da fuer ein Tanz gemacht wird, es ist so wie es ist und es geht weiter, es gibt auch andere Menschen die ein Arztdiplom haben auch wenn es schwer vorstellbar ist. FCB wird damit klar kommen."

Lesen Sie hier: Nach Ärzte-Zoff: Das Ende der heilen Bayern-Welt?

"Volkmar Gerber" äußert sich durchaus kritisch zu Müller-Wohlfahrt: "Entschuldigung, aber wer ist Herr Müller-Wohlfahrt? Ist er ein Hauptdarsteller im Verein? Oder ist er nur ein Dienstleister, der als Arzt mit seinem Team für die Gesundheit der Spieler mitverantwortlich ist? Da befand sich doch ganz offensichtlich einiges in einer gefährlichen Schieflage. Angesichts der langen Verletztenliste beim FC Bayern halte ich dieses mimosenhafte Beleidigtsein des Mannschaftsarztes für vollkommen unangebracht und wenig zielführend."

AZ-Leser "Fußballfreund": "Die Bayern haben sich wenigstens ordentlich bedankt, während MW einfach über Nacht davongelaufen ist. Armselig, ohne vorher mit dem Verein intern darüber zu reden!"

"Karsten" sieht das Ganze etwas gelassener: "Das wird der FCB ueberleben, morgen ist ein neuer Tag...weiter geht's..!!!! Wie immer!!! Es soll auch Vereine geben die ohne einen MW zum Erfolg kommen...niemand ist unersetzlich"

 

Die Meinungen sind also durchaus gespalten - die Community findet sowohl positive, als auch negative Worte zum Abgang des ehemaligen Bayern-Arztes. Am Samstag soll eine persönliche Stellungnahme seitens Müller-Wohlfarts kommen - es bleibt also spannend im Fall "Mull".

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