Müder FC Bayern startet Mission Marokko

Bayern bereitet sich auf die Klub-WM vor. Wie das Team in Agadir empfangen wurde, wie Guardiola am nächsten Titel arbeitet.
| Patrick Strasser
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Die Bayern beim Abflug in München
dpa / az Die Bayern beim Abflug in München

Der FC Bayern München bereitet sich seit Sonntag auf die Klub-WM vor. Wie Bayern in Agadir empfangen wurde und wie Pep Guardiola am nächsten Titel arbeitet. "Unsere Mannschaft wird alles reinschmeißen!"

Agadir - Wecken um 11 Uhr – das ist doch mal eine Ansage. Die Bayern-Profis durften am Sonntag ausschlafen im Mannschaftshotel "Tikida Golf Palace" in Agadir, die erste Trainingseinheit im "Stade Adrar" war erst für den Nachmittag vorgesehen nach Regeneration und Pflege. Alles ist ausgerichtet auf Mission fünf, den letzten Titel 2013: den Gewinn der Fifa-Klub-WM.

Trainer Pep Guardiola wollte unbedingt, dass der Bayern-Tross noch am späten Samstagabend nach Marokko fliegt, um sich schon am Sonntag, zwei Tage vor dem Halbfinale gegen den asiatischen Champions-League-Sieger Guangzhou Evergrande (20.30 Uhr, ARD live), an die 20 Grad Temperatur-Unterschied zu gewöhnen.

Und an den Trubel vor Ort. Um kurz nach Mitternacht bekamen die Bayern am Flughafen "Al-Massira" zu spüren, wie beliebt sie an der Nordwestküste Afrikas sind. Da war der wegen wechselnder ziemlich wacklige Lufthansa-Flug und die Ansage des Piloten ("Ich begrüße den 1. FC Bayern München") schnell vergessen.

Schon auf dem Rollfeld und dann in der Ankunftshalle legten die Flughafenangestellten jegliche Scheu und vornehme Zurückhaltung schnell ab. Die Profis, insbesondere Franck Ribéry, zum Islam konvertiert, wurden bedrängt und belagert für Fotos und Autogramme.

"Ich habe Freunde in Marokko; dort leben gute, fußballbegeisterte Leute", meinte Ribéry. Erstaunlich gelassen ertrug er die teils chaotische Szenerie. Coach Guardiola wurde in einen anderen Raum gebracht, Uli Hoeneß dagegen genoss den nächtlichen Trubel.

"Mit uns kommt man halt rum, nachts um halb zwei in Marokko", rief der Präsident vergnügt und schlürfte den marokkanischen Minz-Tee. Gegen zwei Uhr nachts erreichten die Bayern ihr Luxusquartier.

Zwei Tage bereiten sie sich auf Teil eins der WM in Agadir vor. Sportvorstand Matthias Sammer bekannte, er könne den Namen des Gegners aus China, "ja noch nicht einmal aussprechen", Mario Götze meinte auf die Frage, ob er alle Teilnehmer kenne: "Nein." Muss er ja auch nicht.

Guangzhou Evergrande zeigt schon genug Demut vor dem Halbfinale gegen den Triple-Sieger. "Wir wissen, dass Bayern eine der besten Mannschaften der Welt ist. Wenn wir 100-mal gegen sie spielen, werden wir 99-mal verlieren", sagte Marcello Lippi, mit Italien 2006 Weltmeister.

Bei den Bayern ist die gesamte Planung auf das Finale am Samstag in Marrakesch ausgerichtet, die Reha-Patienten Schweinsteiger, Robben und Badstuber sollen am Freitag nachfliegen – die Ärzte haben das letzte Wort. So könnte man den Jahresabschluss im großen Kreis feiern. 23 Spieler sind dabei inklusive der Jungspunde Höjbjerg, Weiser, Green und Torhüter Raeder.

"Ich glaube, dass wir uns zum Abschluss des Jahres noch mal steigern müssen, sowohl im Kopf als auch in den Füßen", bekräftigte Sammer und Guardiola meinte: "Die Leute reden vielleicht nicht von der Klub-WM. Aber wenn du erst einmal da bist, verstehst du, um was es geht. Es steht viel, viel Prestige auf dem Spiel."

Und Geld. Der Sieger kassiert 3,65 Millionen Euro Preisgeld. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge: "Unsere Mannschaft wird alles reinschmeißen! Wir möchten diesen Titel gewinnen."

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