Medien: Nübel im DFB-Pokal gegen den FC Bayern nur auf der Bank

Wenn der FC Bayern zum Pokal-Hit auf Schalke antritt, stehen neben den Fan-Kurven vor allem die Torhüter im Mittelpunkt. Wobei: Ob der Bald-Bayer Alexander Nübel überhaupt spielt, ist eher fraglich. Derzeit sieht es zumindest nicht danach aus.
| Patrick Strasser
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Spielerstreik-Initiator: Bayern-Kapitän Neuer beim Handschlag mit Hoffenheim-Mäzen Hopp nach den Schmähungen der Ultras.
firo/AK 2 Spielerstreik-Initiator: Bayern-Kapitän Neuer beim Handschlag mit Hoffenheim-Mäzen Hopp nach den Schmähungen der Ultras.
Wird gegen den FC Bayern wohl auf der Bank sitzen: Schalke-Torwart Alexander Nübel.
firo 2 Wird gegen den FC Bayern wohl auf der Bank sitzen: Schalke-Torwart Alexander Nübel.

Wenn der FC Bayern zum Pokal-Hit auf Schalke antritt, stehen neben den Fan-Kurven vor allem die Torhüter im Mittelpunkt. Wobei: Ob der Bald-Bayer Alexander Nübel überhaupt spielt, ist eher fraglich. Derzeit sieht es zumindest nicht danach aus.

Gelsenkirchen - Am Samstag war Manuel Neuer äußerst positiv aufgefallen. Und das nicht in seiner Eigenschaft als Torhüter. Sondern als Kapitän des FC Bayern und der Nationalmannschaft, der vorangeht und sich nicht scheut, klare Kante zu zeigen. "Wir wollten ein Zeichen setzen", sagte der 33-Jährige und initiierte in der Sinsheimer Arena den ersten Spielerstreik der Bundesliga-Geschichte nach den Hassplakaten einiger Bayern-Fans gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp.

Dass Neuer beim Auswärtsspiel der Münchner am Dienstag im DFB-Pokal-Viertelfinale beim FC Schalke (20.45 Uhr, ARD, Sky und im AZ-Liveticker) erneut im Mittelpunkt steht, ist für den gebürtigen Gelsenkirchener nichts Neues. "Manu ist ein absoluter Profi. Er hat solche Situationen schon oft erlebt und gemeistert", meinte sein Trainer Hansi Flick cool.

Spielerstreik-Initiator: Bayern-Kapitän Neuer beim Handschlag mit Hoffenheim-Mäzen Hopp nach den Schmähungen der Ultras.
Spielerstreik-Initiator: Bayern-Kapitän Neuer beim Handschlag mit Hoffenheim-Mäzen Hopp nach den Schmähungen der Ultras. © firo/AK

Schalker Fans pöbeln gegen Nübel

Die Anfeindungen gegen den ehemaligen Schalker haben auch nachgelassen über die Jahre in der königsblauen Fanszene. Die Wut der Anhänger richtet sich ja aktuell auf ihren eigenen Torhüter. Auf Alexander Nübel (23), der zum 1. Juli ablösefrei nach München wechseln wird und einen Vertrag bis 2025 erhielt. Beim 0:3 der Knappen in Köln hatte der Torhüter am Samstag beim dritten Gegentor schwer gepatzt, war von den eigenen Fans ausgepfiffen und derb angepöbelt worden ("Nübel raus!" war noch einer der netteren Zurufe).

Nach Abpfiff waren Tränen in seinen Augen zu erkennen gewesen. Ob Trainer David Wagner statt Nübel den 21-jährigen Markus Schubert ins Tor stellt, ließ er am Montagnachmittag noch offen. Er wolle die persönlichen Gespräche mit beiden Keepern während des Abschlusstrainings abwarten.

 

Torwart-Entscheidung wohl gefallen

Wie entscheidet sich Wagner? Eine diffizile Sache. Denn ausgerechnet gegen die Bayern, den künftigen Arbeitgeber, antreten zu müssen, erhöht den Druck immens.

Nur kein (weiterer) Fehler! Da sich der Schalker Coach nicht für Nübel aussprach - er hätte ihm demonstrativ den Rücken stärken können - ist das Comeback von Schubert wahrscheinlicher. Der U21-Nationaltorwart ist von einer Verletzung an der Patellasehne genesen. Während Nübels Rot-Sperre vom 16. bis 19. Spieltag hatte Schubert in vier Partien acht Gegentreffer kassiert, unter anderem fünf bei der 0:5-Packung in München. An jenem 25. Januar zeigte auch er einige Unsicherheiten.

Wie mehrere Medien am Dienstagmorgen übereinstimmend berichten, ist es nun tatsächlich so gekommen wie bereits vermutet: Nübel wird gegen seinen künftigen Arbeitgeber nur auf der Bank sitzen! Laut "Bild" soll der Bald-Bayer in dieser Saison sogar überhaupt nicht mehr für den FC Schalke 04 im Tor stehen.

Wird gegen den FC Bayern wohl auf der Bank sitzen: Schalke-Torwart Alexander Nübel.
Wird gegen den FC Bayern wohl auf der Bank sitzen: Schalke-Torwart Alexander Nübel. © firo

Sitzt Nübel gegen Bayern tatsächlich nur auf der Bank, dürfte seine Zeit bei Schalke abgelaufen sein. Die Kapitänsbinde hatte man ihm nach dem veröffentlichten Wechsel zum Branchenführer schon abgenommen. Jetzt auch noch die Wut der Fans – königsblauer Liebesentzug.

Schalke und Bayern erhoffen sich friedliches Spiel 

Was mit Nübel ab Sommer passiert, ob der Kronprinz von Neuer zu dessen Stellvertreter oder doch noch ausgeliehen wird, bleibt unklar. Laut Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ist Neuer "der beste Torhüter, den die Welt je hatte". Die Hierarchie ist klar. Andererseits: "Wir wären ja im falschen Film, wenn wir einen Spieler, der als der beste Nachwuchstorhüter gehandelt wird, der ablösefrei auf dem Markt ist, nicht holen wollen würden", so Rummenigge Ende Januar.

Neuer steht bis 2021 bei Bayern unter Vertrag, Gespräche über eine Verlängerung des Kontrakts sollen demnächst geführt werden. Es wird – neben der Frage über Gehalt und Laufzeit – eine Grundsatzentscheidung: Pro Neuer?

Koan Ärger, auch gegenüber Neuer und Nübel, das erhoffen sich beide Klubs für Dienstag. Vor der Partie soll es eine Sitzung mit den Schiedsrichtern, Vertretern des DFB und beider Vereine geben, um alle denkbaren Szenarien bei Fanprotesten durchzusprechen – auf Initiative der Schalker.

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