Lewandowski und Haaland: Die Bomber der Nation

Erling Haaland und Robert Lewandowski führen ihre Teams beim Klassiker Dortmund vs. Bayern an. Torjäger-Legende Klaus Fischer checkt die beiden in der AZ: "Lewy ist aktuell der komplettere Stürmer".
| Maximilian Koch
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Bayern Münchens Robert Lewandowski (l) und Erling Haaland von Borussia Dortmund treffen aufeinander.
Bayern Münchens Robert Lewandowski (l) und Erling Haaland von Borussia Dortmund treffen aufeinander. © Soeren Stache/Guido Kirchner/dpa/dpa

München - Große Spiele werden von großen Spielern entschieden. Und dieses ist das größte Spiel, das die Bundesliga, das Deutschland zu bieten hat.

Clásico: Borussia Dortmund gegen den FC Bayern

Borussia Dortmund gegen den FC Bayern, Samstagabend um 18.30 Uhr. Unter Flutlicht. Leider ohne Zuschauer. Aber doch: Die Fans beider Teams dürfen sich auf ein Spektakel freuen - denn die beiden Bomber der Nation spielen mit.

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Dortmunds Juwel Erling Haaland (20) fordert Platzhirsch Robert Lewandowski (32) heraus. Das Duell der Super-Knipser. Wer wird zum Matchwinner? Spannend: Lewandowski hat in zwölf Aufeinandertreffen seit seinem Wechsel vom BVB nach München im Jahr 2014 stolze 16 Tore erzielt. Haaland hingegen wartet noch auf einen Liga-Treffer gegen Bayern. Beim Supercup Ende September gelang ihm immerhin ein Tor. Und diesmal?

Beste Stürmer der Bundesliga

"Lewandowski und Haaland sind ganz klar die besten Stürmer der Bundesliga", sagt Angreifer-Legende Klaus Fischer (70) im Gespräch mit der AZ: "Derzeit kommt Haaland noch nicht heran an Lewandowski, aber mit seinen erst 20 Jahren ist er schon sehr weit."

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Weit ist auch Lewandowski in der ewigen Torschützenliste der Bundesliga. Der Pole rangiert derzeit auf Platz drei mit 246 Treffern. Vor ihm liegen nur Spitzenreiter Gerd Müller, der einstige Bomber der Nation, und eben: Fischer (268). "Lewandowski wird mich sicher noch einholen, vielleicht schon in dieser Saison", sagt der frühere Schalke-Stürmer: "Aber damit bin ich völlig im Reinen. Ich habe nie bei Bayern gespielt wie Gerd oder Lewy, da bekommt man noch ein paar Vorlagen mehr."

Lewandowski und Haaland im AZ-Check

Wahrscheinlich auch am Samstag im Klassiker gegen den BVB. Vorab checkt die AZ gemeinsam mit Fischer die Topstürmer Haaland und Lewandowski in verschiedenen Kategorien.

Form: Nach fünf Ligaspielen hat Lewandowski zehn Tore auf dem Konto. Vergangenes Wochenende beim 2:1 in Köln wurde Lewy geschont. Was für ein Luxus! Doch die Maßnahme von Trainer Hansi Flick zahlte sich aus: In der Champions League erzielte Lewandowski zwei Treffer gegen RB Salzburg und präsentierte sich frisch wie ein 20-Jähriger. Er ist in Bestform. Gleiches gilt für Haaland. Auch er traf in der Königsklasse doppelt (beim 3:0 gegen Brügge), in der Ballerliste der Liga liegt er auf Platz drei (fünf Tore).

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Haalands linker Fuß als Waffe

Vielseitigkeit: Hier sieht Fischer den Bayern-Star vor Haaland. "Lewy ist kompletter, beidfüßig, kopfballstark, und er kann am Kombinationsspiel teilnehmen." Haaland habe eine "enorme Wucht, der linke Fuß ist eine Waffe. Aber das Kopfballspiel ist bei weitem noch nicht so gut wie das von Lewandowski. Und Haaland muss seinen schwächeren rechten Fuß verbessern." Wenn der Norweger daran arbeite, so Fischer, werde er "ein Knaller. Und irgendwann auch ein Kandidat für Bayern."

Rekorde: Haaland verblüfft in seinen jungen Jahren mit Top-Leistungen in der Champions League. 14 Tore in den ersten elf Spielen der Königsklasse schaffte vor ihm niemand - nicht Messi, nicht Ronaldo, nicht Lewandowski. Respekt!

FC Bayerns Lewandowski hat Nase vorne

Lewy, zuletzt als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet, hat eine noch viel bedeutendere Bestmarke im Hinterkopf: Gerd Müllers "ewigen" Rekord von 40 Saisontoren aus der Saison 1971/72. "Wenn man sieht, wie konstant er trifft und wie gefestigt die Mannschaft wirkt und auch immer wieder Chancen herausspielt, ist es auf jeden Fall im Bereich des Möglichen", sagte Teamkollege Thomas Müller.

Bei gleichbleibender Torquote (0,75/Spiel) müsste Lewandowski noch fünf Spielzeiten dranhängen, um an Gerd, den "König", wie Lewy ihn nennt, heranzukommen. Haaland ist von diesen Sphären noch weit entfernt. Aber es würde ihm sicher fürs Erste genügen, die Bayern - und damit Lewandowski - am Samstag zu besiegen.

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