Lewandowski adelt Müller nach vergebenen Chancen: "Rekord bricht man nicht in einem Spiel"

Robert Lewandowski hat es geschafft: Beim 2:2-Untenschieden in Freiburg trifft er per Elfmeter und egalisiert damit den Uralt-Rekord von Bayern-Legende Gerd Müller. Trotz des Erfolgs hat der Pole Grund sich zu ärgern, denn schon in diesem Spiel wäre der alleinige Rekord möglich gewesen.
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Vergibt aus guter Position: Robert Lewandowski.
Vergibt aus guter Position: Robert Lewandowski. © imago images / Ulmer

München - In der 78. Minute hätte sich Robert Lewandowski beim 2:2-Untenschieden in Freiburg endgültig in die Geschichtsbücher der Bundesliga schießen können. Gleich zwei mal scheiterte er aus kürzester Distanz am Freiburg-Keeper Mark Flekken und verpasste seinen 41. Saisontreffer, mit dem er sich vorzeitig in die Unsterblichkeit geschossen hätte. 

Doch auch so gelang dem Polen an diesem Nachmittag Historisches : In der 26. Minute traf er per Foulelfmeter zu seinem 40. Saisontor. Den Strafstoß zuvor holte ausgerechnet Thomas Müller raus, dessen Namensvetter diesen Rekord so lange in der Bundesliga gehalten hatte. 

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Lewandowski verneigt sich vor Gerd Müller

"Das ist eine große Ehre für mich", sagte der 32-Jährige gegenüber "Sky": "Was Gerd Müller getan hat, war unglaublich. Ich hätte nie gedacht, dass ich auch nur in die Nähe seines Erfolges kommen würde", fügte der sichtbar gelöste Torjäger hinzu. Was er an diesem Tag vollbracht hat, würde er noch nicht sofort realisieren können. 

Warum es gegen die Breisgauer noch nicht mit dem alleinigen Rekord klappen sollte, wusste Lewandowski selbst nicht so genau, hatte aber eine Vermutung: "Ich hätte es heute schon packen können, aber so einen Rekord bricht man nicht in einem Spiel", erklärte er schmunzelnd. 

So geht es für den Polen auch im letzten Saisonspiel gegen den FC Augsburg am kommenden Samstag um etwas. Der Plan dafür ist klar: "Ich habe jetzt noch ein Spiel Zeit, ich versuche natürlich noch ein Tor zu schießen", gab er abschließend als Marschrichtung vor. 

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Thomas Müller mit Vorlage: Das logische Ende der Geschichte

Wie es das Schicksal so wollte, holte ausgerechnet Thomas Müller den Elfmeter zum Rekord-Tor heraus. Der wohl zweit-populärste Müller in der Bayern-Geschichte hatte für sein großes Vorbild nach der Partie nichts als Lob über: "Ich kann es gar nicht in diesen geschichtsträchtigen Kontext stellen. Ohne Gerd Müller würden wir wahrscheinlich noch zu Fuß anreisen", so der Allrounder zu "Sky". Was solche Rekorde für den gesamten Verein bedeuten würde, stellte er anschließend klar: "Ohne den Bomber würde es den FC Bayern in der heutigen Form nicht geben", so der 31-Jährige.

So erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass Lewandowski irgendwann in einer ähnlichen Region wie der "Bomber der Nation" in der Bayern-Historie steht: "Das Verrückte ist ja auch, dass es ja bei Lewy normal ist. Er hat das viele Toreschießen ja nicht nur seit dieser Saison gemacht", erklärte Müller weiter. "Wie oft er einfach mal drei Tore macht, daran haben wir uns ja schon gewohnt. Die Mannschaft hat es ihm gegönnt", so der Vorlagengeber abschließend. 

So wird Müller sicherlich am kommenden Spieltag alles dafür geben, dass sein Team-Kollege den zum Greifen nahe stehenden alleinigen Rekord bricht. 

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