Legenden-Zoff: Uli Hoeneß verbannt Paul Breitner von der Ehrentribüne

Beim FC Bayern folgt derzeit Paukenschlag auf Paukenschlag. Neueste Episode der Krisen-Bayern: Präsident Uli Hoeneß hat Ex-Spieler Paul Breitner von der Ehrentribüne verwiesen.
| AZ/dpa/SID
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Beim FC Bayern folgt derzeit Paukenschlag auf Paukenschlag. Neueste Episode der Krisen-Bayern: Präsident Uli Hoeneß hat Ex-Spieler Paul Breitner von der Ehrentribüne verwiesen.

München - Paul Breitner darf beim FC Bayern nicht mehr auf die Ehrentribüne. "Es gab einen Anruf von Herrn Dreesen, mir werde von Uli Hoeneß nahegelegt, mich auf absehbare Zeit nicht im Ehrengast-Bereich blicken zu lassen", sagte der frühere Münchner Profi der "Bild" über ein Telefonat mit Bayern-Vorstandsmitglied Jan-Christian Dreesen. "Ich habe ihm gesagt: Damit habe ich ohnehin gerechnet. Und ich möchte den einen oder anderen im Moment sowieso nicht sehen."

Paul Breitner gibt Ehrenkarten zurück

Er habe nun beschlossen, "meine zwei Ehrenkarten, die ich als Ehrenspielführer auf Lebenszeit besitze, zu Händen von Herrn Dreesen zurückzuschicken. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich Freikarten will", ergänzte Breitner. Er werde sich ab sofort eben Karten für Bayern-Heimspiele "ganz normal kaufen, wenn ich ins Stadion gehen will".

Schon länger liegen die beiden früheren Kumpels, die jahrelang bei den Bayern große Erfolge feierten und mit der Nationalelf 1972 Europa- und 1974 Weltmeister wurden, über Kreuz.  Breitner hatte im Oktober den verbalen Rundumschlag von Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei einer ungewöhnlichen Pressekonferenz scharf kritisiert. "Ich bin nach wie vor deprimiert, weil ich mir nie vorstellen konnte in 48 Jahren, die ich mit oder am Rande des FC Bayern lebe, dass sich dieser Verein diese Blöße gibt, dass er diese Schwäche zeigt", sagte Breitner im "Bayerischen Rundfunk". "Was den Uli angeht: Ich verstehe vieles nicht, was dort passiert ist."

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Breitner war jahrelang als Berater, Chefscout und Markenbotschafter beim deutschen Rekordmeister tätig. Im März 2017 hatte er aber hingeworfen. Schon zu diesem Zeitpunkt galt das Verhältnis zu Hoeneß als belastet.

Die Reaktion von Hoeneß macht deutlich, wie angespannt die Situation beim deutschen Rekordmeister derzeit ist.

Lesen Sie auch: Bericht über Wut-Rede - Kovac sprach schon von Rauswurf

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