Langzeitverletzter Ribéry: Bayern-Comeback noch im Dezember?

Franck Ribéry ist zurück: Erstmals seit März trainiert Bayerns Franzose wieder mit der Mannschaft. „Wir sind sehr froh, dass wir ihn wieder haben“, sagt Thiago. Und von Müller gibt’s eine Extra-Begrüßung.
| Julian Buhl
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Glücklich: Franck Ribéry am Mittwoch beim Training an der Säbener Straße.
www.facebook.com/FCBayern Glücklich: Franck Ribéry am Mittwoch beim Training an der Säbener Straße.

München - Die Freuden eines Fußballprofis können manchmal eben auch ganz klein sein. Wie wohl noch nie in seinem Fußballerleben zuvor hat Franck Ribéry auf diesen Moment hingefiebert, den Beginn einer Übungseinheit des FC Bayern.

Seine Ehefrau Wahiba, Bruder Steeven und Cousin Matthieu warteten bereits an der Vereinsanlage an der Säbener Straße. Um kurz nach elf Uhr war es dann endlich so weit: Mit einem breiten Grinsen betrat der Franzose den Trainingsplatz – und durfte endlich wieder das tun, was er am liebsten tut: Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Fußballspielen. Nach 264 frustrierenden Tagen fand die lange Leidenszeit endlich ein Ende.

„Das ist ein super Tag für mich, sehr emotional“, sagte Ribéry bei FCB.tv. In kurzer Hose, mit roten Handschuhen und roter Mütze und vor allem bestens gelaunt absolvierte er ein paar Sprints, Pass- und Torschussübungen. Auf das abschließende Trainingsspiel verzichtete er zwar noch. „Es hat Spaß gemacht“, berichtete der 32-Jährige dennoch freudestrahlend, „die ganze Mannschaft hat sich für mich gefreut.“

Lesen Sie hier: Thiago über Ribéry -

Thomas Müller ließ es sich nicht nehmen, Ribéry „extra noch mal persönlich“ zu begrüßen. Und Thiago sagte zur AZ: „Wir haben eine lange Zeit auf ihn gewartet und sind sehr froh, dass wir ihn wieder haben.“ Aufgrund seiner eigenen Verletzungshistorie könne er „sehr gut nachvollziehen, wie sehr er jetzt darauf brennt, wieder zu spielen und zu zeigen, dass er wieder fit ist“. Der Spanier hält Ribéry für einen „der größten Spieler, die jemals für diesen Verein gespielt haben. Er hat mit dem FC Bayern Geschichte geschrieben.“ Thiago selbst kündigte nach seiner neuerlichen Knieverletzung an, in der nächsten Woche wieder ins Training einsteigen und noch in diesem Jahr auf den Platz zurückkehren zu wollen.

Zunächst einmal ist aber die Zeit der Qualen und der Ungewissheit für Ribéry vorbei. Fast neun Monate hatte ihn eine hartnäckige Verletzung am rechten Knöchel zum Zusehen verdammt, seit er am 11. März in der Champions League gegen Schachtjor Donezk (7:0) letztmals aufgelaufen war. Anfangs war von ein paar Tagen Pause die Rede gewesen, doch das angestrebte Comeback verzögerte sich wegen einer lange rätselhaften Entzündung im Sprunggelenk immer weiter.

Lesen Sie hier: Thiago will im Dezember wieder für den FCB auflaufen

„Es war meine erste so lange Verletzung, eine schwere Situation für mich“, sagte Ribéry: „Aber so ist der Fußball, so ist das Leben. Es ist wichtig, dass du den Kopf immer oben hast und hart arbeitest. Jetzt bin ich zurück bei der Mannschaft. Ein gutes Gefühl!“ Im letzten Bundesliga-Heimspiel der Bayern in der Hinrunde am 12. Dezember gegen den FC Ingolstadt will er nun ein Kurz-Comeback geben. „Ich fühle mich seit zwei Wochen viel besser. Ich kann alles mit dem Ball machen.“

Vorerst wird er, wie in den vergangenen Wochen, von seinem Landsmann Kingsley Coman vertreten. „Ich muss noch viel arbeiten, um sein Niveau zu erreichen“, sagte der sonst so selbstbewusste Turbodribbler der „Sportbild“, „aber natürlich ist es mein Ziel, eines Tages ein so großer Spieler wie Franck zu werden“. Noch sei er nicht so weit, aber „irgendwann wäre ich gerne der neue Ribéry“. Der 19-Jährige hofft, dass sein Landsmann wieder der Alte wird. „Ich würde mich sehr freuen, mit ihm gemeinsam aufzulaufen.“ Ribéry sei schließlich ein großer Spieler. „Seine Zeit ist noch lange nicht vorbei.“

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