Kane fehlt, Jackson trifft: Kompany kontert Gerüchte um Bayern-Stürmer

Nicolas Jackson vertrat Harry Kane gegen Borussia Mönchengladbach als Mittelstürmer – mit Torerfolg. Zuletzt gab es immer wieder Gerüchte um den Leih-Stürmer. Von Trainer Vincent Kompany gibt es jetzt Lob.
Patrick Strasser |
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Klares Haltevergehen? Gladbachs Rocco Reitz im Zweikampf mit Bayern-Angreifer Nicolas Jackson.
Klares Haltevergehen? Gladbachs Rocco Reitz im Zweikampf mit Bayern-Angreifer Nicolas Jackson. © Harry Langer/dpa

Zum ersten Mal in dieser Saison fehlte Harry Kane, Bayerns Tormaschine, verletzt. Der 32-Jährige hatte unter der Woche im Training einen Schlag abbekommen und wurde gegen Borussia Mönchengladbach geschont. Safety first, eine Vorsichtsmaßnahme. Bayerns Sportvorstand Max Eberl nickte wissend auf die Frage, ob Kane am Dienstag im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinales bei Atalanta Bergamo wieder mitmischen könne.

"Nichts Besonderes"

Beim 4:1 gegen Abstiegskandidat Gladbach war es Nicolas Jackson, der Kane als Mittelstürmer vertrat – und das nach logischen Anlaufschwierigkeiten mit Erfolg und einem Treffer, seinem vierten in dieser Saison. Der 24-Jährige bekam erstmals seit Ende Januar, seit dem 2:1 bei PSV Eindhoven in der Champions League, die Chance, sich von Beginn an zu zeigen. In der ersten Hälfte merkte man Jackson an, dass er keinen Spielrhythmus hat, dass Abläufe nicht wie selbstverständlich klappen. Der Senegalese blieb trotz vergebener Chancen dran, gab nicht auf und belohnte sich mit dem Abstauber zum 4:1 aus kurzer Distanz nach der scharfen, punktgenauen Hereingabe von Lennart Karl (79.). "Er hat sehr gut gespielt", lobte ihn Trainer Vincent Kompany, "das freut mich für Jacko, aber es ist nichts Besonderes. Es ist das, was er immer gemacht hat. So trainiert er. Heute hat er es gezeigt, hoffentlich bald wieder. Gut für ihn, gut für Bayern."

Dass es um Jackson zuletzt Gerüchte gab, er sei unzufrieden und unglücklichen mit seiner Situation als Bankdrücker und die zu wenigen Einsatzminuten, stört Kompany. "Der Junge hat nicht schlecht gespielt, der Junge hat nichts Falsches gemacht. Er hat super trainiert, das Verhalten zu seinen Mitspielern war top", erklärte der Bayern-Trainer und wundert sich über die aus seiner Sicht unfaire Behandlung: "Er kam vom Afrika-Cup als Champion zurück, aber irgendwie entstehen dann Geschichten über ein oder zwei Jungs aus unserer Mannschaft. Letztes Jahr war oft Serge Gnabry Thema oder Kingsley Coman. Jetzt war es Nicolas Jackson." Auch Eberl ("Er trifft und holt den Elfmeter heraus") stellte sich vor den Leih-Stürmer, der für 16,5 Millionen Euro, die Rekordgebühr der Bundesliga-Historie, vom FC Chelsea für eine Saison geholt wurde. Samt Kaufpflicht in Höhe von 65 Millionen bei 40 Pflichtspielen, die Jackson von Beginn an (oder mindestens eine Halbzeit) bestreitet – wird bei weitem nicht klappen. Die Zeichen stehen auf Trennung am Saisonende.

Dass er bei Chelsea bleibt, ist unwahrscheinlich

Bis dahin könnte Joker Jacko auch dank der kollektiven Streicheleinheiten noch sehr wichtig werden für die Bayern. Eberl verwies auf Jacksons Spielzeiten und Scorerpunkte. Dort stehen nun sechs Tore und zwei Vorlagen in 23 Pflichtspielen – gemessen an den nur 731 Spielminuten trifft er alle 122 Minuten. Die Quote ist okay bis gut. Eberl nennt sie "sehr, sehr gut" und erklärt: "Er hilft uns immer wieder in den Momenten, in denen wir ihn brauchen. Wenn er auf den Platz muss, ist er da – und das hat er heute auch wieder getan." Kompany blieb realistisch, sagte: "Wenn Harry Kane auf deiner Position spielt oder Michael Olise oder Lucho Díaz, dann ist es ein bisschen schwierig. Mehr ist es nicht." Noch realistischer die Einschätzung von Eberl: "An Harry Kane ist kein Vorbeikommen. Drumherum haben wir andere sehr, sehr gute Offensivspieler." Was Jackson braucht: Geduld, Spielminuten und einen guten Plan für den Sommer. Denn dass er bei Chelsea bleibt, ist unwahrscheinlich.

Und die Bayern werden sich ihrerseits nach einem neuen Backup für Harry Kane umsehen müssen. Kein leichter Job – für die Bosse und für den Stürmer, der sich das antut.

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  • Rigobert vor 2 Stunden / Bewertung:

    Jackson ist ein Fehleinkauf, passt nicht in das Spielsystem von Bayern

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