James äußert sich zu seiner Zukunft beim FC Bayern

Der Kolumbianer James Rodríguez kommt beim FC Bayern unter Trainer Niko Kovac bislang nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Real Madrid und Juventus Turin locken den 27-Jährigen.
| Julian Buhl
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Gesprächsbedarf? Bayern-Trainer Niko Kovac (li.) und James.
imago/ULMER Gesprächsbedarf? Bayern-Trainer Niko Kovac (li.) und James.

München - Zumindest über ihn wurde zuletzt ja schon ziemlich viel geredet. Nun hat sich James Rodríguez erstmals wieder selbst zu seiner möglichen Zukunft beim FC Bayern geäußert. Bis zum Ende dieser Saison haben die Münchner den Kolumbianer noch von Real Madrid ausgeliehen und können bis dahin darüber entscheiden, ob sie die vereinbarte Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro nutzen wollen.

"Bis dahin sind noch vier Monate Zeit. Ich denke im Moment nur an Bayern", sagte der WM-Torschützenkönig von 2014 in einem "Bild"-Interview. "Ich gehöre Real, bin zu Bayern ausgeliehen. Daher denke ich derzeit nur an das, was Bayern betrifft. Ich bin hier und gebe alles für den Klub", so James.

James ist unter Kovac nicht gesetzt

Dass seine Zukunft in München noch immer ungeklärt ist, steht auch damit in Zusammenhang, dass Bayern-Trainer Niko Kovac nicht mehr derart uneingeschränkt auf James setzt, wie das sein Vorgänger Jupp Heynckes in der vergangenen Saison noch getan hatte.

Im Gegenteil. Während der 27-Jährige unter Heynckes noch ein Fixpunkt im zentralen Mittelfeld war, muss er sich unter Kovac nicht selten mit einem Platz auf der Ersatzbank zufriedengeben. Erschwerend kam hinzu, dass ihn vor der Winterpause auch noch ein Außenbandriss für knapp sechs Wochen außer Gefecht setzte.

Bilder: Das sind die Spieler des FC Bayern München

James und Kovac: Angespanntes Verhältnis?

So oder so ist James mit der Anzahl seiner Startelf-Einsätze nicht zufrieden. "Das sind Entscheidungen des Trainers. Ich muss ruhig bleiben und stark trainieren. Und wenn ich spiele, muss ich es gut machen", sagte der Kolumbianer. Die Beziehung zu seinem Trainer gilt allerdings als angespannt, auch weil James wiederholt zu spät zum Team-Treffpunkt gekommen sein soll. "Erstens kann ich das überhaupt nicht bestätigen. Ich bin keiner, der irgendwo an den Türen steht und guckt, wann einer kommt", sagte Kovac, als er darauf angesprochen wurde.

"Ich bewerte das, was ich auf dem Trainingsplatz sehe. Das sind einzig und allein die Kriterien, die für mich zählen. Natürlich zählt Disziplin dazu, aber ich glaube nicht, dass wir hier ein Thema aufmachen müssen." James sagte nun recht nüchtern: "Wir sind beide Profis. Es ist ein normales Verhältnis zwischen Spieler und Trainer."

In den ersten beiden Rückrundenspielen wurde er in Hoffenheim gerade einmal für zwölf und gegen Stuttgart für 16 Minuten eingewechselt. Vor dem Spiel in Leverkusen, mit dem die Bayern wieder in die Englischen Wochen gestartet sind, hatte Kovac auf AZ-Nachfrage gesagt: "Es werden alle wieder zu ihren Einsätzen kommen. Für James ist das genauso wie für jeden anderen." Kovac hielt Wort und berief den Mittelfeldspieler am Samstag für den verletzten Thiago in die Startelf. Überzeugen konnte James bei dem 1:3 der Bayern nicht – und sich so auch nicht unbedingt für die erste Elf im Pokal-Achtelfinale bei Hertha BSC am Mittwoch (20.45 Uhr, ARD, Sky und im AZ-Liveticker) empfehlen.

Gerücht: Ronaldo lockt James zu Juventus

"Ich glaube, wir wünschen uns alle, James regelmäßig auf dem Platz zu sehen. Aber das muss der Trainer entscheiden. Ich muss offen und ehrlich sagen: Ich mag den Spieler sehr", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erst vergangene Woche über den "vielleicht besten linken Fuß der gesamten Bundesliga". Mit Blick auf die Kaufoption ergänzte er: "Ich oute mich als großer Fan von ihm. Wir wissen alle im Verein, was er für Qualitäten hat. Entscheidend wird sein, dass es für ihn und für uns die beste Entscheidung ist."

James stellte aber bereits klar: "Wenn ich gehen muss, weil ich nicht spiele, dann werde ich gehen." Juventus Turin und dessen Superstar Cristiano Ronaldo sollen ihn bereits locken. "So, wie ich den italienischen Fußball im Moment sehe, wäre es eine gute Entscheidung", sagte James' Vater Wilson Rodríguez. Oder doch eine Rückkehr zu Real? "Er hat viele Angebote."

Vom FC Bayern ist bislang aber noch keins dabei.

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