"Ich lasse mir von niemand den Spaß verderben!"

Was wurde in den letzten Wochen nicht alles über Thomas Müller und seine anhaltende Torflaute geschrieben. Doch den Bayern-Superstar scheint das kalt zu lassen – Trophäen werden schließlich mit einer Mannschaftsleistung gewonnen. Und einen Solo-Titel hat er trotzdem noch im Blick.
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Hat auch als Bankdrücker gut lachen: Thomas Müller
firo/Augenklick Hat auch als Bankdrücker gut lachen: Thomas Müller

München – Vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Arsenal London am heutigen Abend (Sky und AZ-Liveticker) hat Thomas Müller mit der Bild über seine angebliche Formkrise, die scheinbar komfortable Ausgangsposition und den Triple-Traum gesprochen. Der Weltmeister wirkt dabei trotz allen Medienrummels ruhig und gelassen.

"Es gab sicherlich sportlich schon erfolgreichere Zeiten", sagt der Mann, der noch vor kurzem aus den absurdesten Situationen Tore erzielte und jetzt kaum noch trifft selbstkritisch. Aber er hat auch keinen Zweifel daran, dass sich das Blatt wieder wenden wird: "Ich nehme mich nicht zu wichtig und bin weiterhin von meinen Qualitäten als Spieler überzeugt." Und: "[...] Ich sehe mich schon in der Lage und der Verfassung, für die Mannschaft und den Klub noch in dieser Saison entscheidende Dinge zu machen."

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Für die Torjägerkanone wird es diese Saison wohl kaum reichen, aber wer nicht selber trifft, kann ja immerhin die Treffer der anderen auflegen. Und auch wenn Müller direkt vor dem Tor derzeit etwas vom Pech verfolgt zu sein scheint, bleibt ein persönlicher Titel greifbar: "Wenn es blöd läuft, dann werde ich am Ende noch bester Vorbereiter der Liga", sagt der 27-Jährige lachend.

Unterm Strich zählt für ihn derzeit aber nur die Mannschaftsleistung: "Es geht für uns als Team darum, dass wir unsere Ziele im Auge behalten. Zu einer Fußballmannschaft gehören mehr als elf Spieler." "Es geht darum, dass wir am Ende mit den Pokalen dastehen und dann fühlen wir uns alle gut. Wer dann irgendwelche persönlichen Zahlen vorzuweisen hat, ist völlig wurscht! Ich bin mittlerweile zu alt um auf diesen Zug aufzuspringen. Es geht darum, Titel zu gewinnen."

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Als erster Schritt zu diesen Titeln gilt es zunächst, das gute Hinspielergebnis gegen Arsenal (5:1) im Rückspiel zu verteidigen. Dass man die Partie entsprechend ernst nimmt, ist für Müller keine Frage: "Wir haben ein sehr gutes Hinspiel abgeliefert und das gibt uns viel Selbstvertrauen. Aber wir sind jetzt keinesfalls in irgendeinem Verwaltungsmodus."

Auf dem Weg zum Triple gibt es bekanntlich drei Wettbewerbe zu gewinnen und der FC Bayern ist derzeit auf Kurs, das attestiert auch Müller: "Im Pokalhalbfinale haben wir Lotte oder eben doch Dortmund, in der Champions League wollen wir jetzt weiterkommen. Wir stehen überall in den Startlöchern, so wie wir es wollten. Besser könnten wir aktuell nicht dastehen. Aber gewonnen ist noch nichts."

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Und wenn dann am Ende der Saison auf dem Rathausbalkon gefeiert wird, mit ein, zwei oder drei Titeln, dann ist es Müller auch ganz egal, wie viele Tore er dazu beigesteuert hat. Die Titel sind das Ziel, nicht der Weg dahin. Und dann lässt es auch der notorisch gutgelaunte Müller wieder so richtig krachen: "Auf jeden Fall. Ich lasse mir da von niemandem den Spaß verderben..."

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