Hummels über Transfer: "Diese Drecksmitteilung..."

Dortmund-Kapitän Hummels poltert, weil sein Wechselwunsch öffentlich wurde: "Es ist noch alles möglich."
| M. Koch
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Mats Hummels will nichts wissen von einer Einigung mit den Bayern.
dpa/AZ Mats Hummels will nichts wissen von einer Einigung mit den Bayern.

München/Dortmund - Entspannt plaudert Mats Hummels nach dem Training mit einigen Fans, er schreibt aus seinem schwarzen Wagen heraus Autogramme und lässt Selfies mit sich schießen. Doch ganz so sonnig, wie es zunächst den Anschein macht, ist Hummels’ Laune nicht. Er ist genervt, sogar richtig genervt vom Wechseltheater um seine Person.

"Es ist noch alles möglich, noch nichts entschieden", sagt Hummels in dem Video, das am Mittwoch von einem Fan auf Instagram hochgeladen wurde und schnell die Runde machte. Der BVB-Kapitän poltert darin weiter: "Diese Drecksmitteilung hat einen anderen Eindruck erweckt. Keine Ahnung, warum man die machen muss."

Drecksmitteilung – damit meint Hummels die Ad-hoc-Mitteilung der Dortmunder, in der die Borussia Hummels’ Wunsch, im Sommer zum FC Bayern zu wechseln, öffentlich gemacht hatten. Als Aktiengesellschaft ist die Borussia verpflichtet, mögliche Veränderungen, die den Aktienkurs beeinflussen können, öffentlich zu machen. Und der Wechsel von Hummels, dem Dortmunder Spielführer, fällt in diese Kategorie.

Beim Heimspiel am Samstag gegen Wolfsburg wurde Hummels von Teilen der Fans heftig angegriffen. Klar, dass er über die Veröffentlichung nicht gerade glücklich ist.

Lesen Sie hier: Hummels einer für Ancelotti: Deshalb passt er zum neuen Trainer

Auch die Aussagen von Bayern-Seite, genauer: von Uli Hoeneß, dürften Hummels nicht gepasst haben. "Wenn ich das gerade alles richtig lese und höre, ist es bei Mats sein Wunsch, nach München zu kommen. Wenn jemand an die Tür klopft, wären wir schlecht beraten, die Tür nicht aufzumachen", hatte der frühere Präsident Hoeneß gesagt – und anschließend eine Zurechtweisung von Karl-Heinz Rummenigge kassiert ("Uli hat da etwas missverstanden. Ich habe es ihm erklärt, er ist jetzt informiert und aufgeklärt"). In Dortmund war man ebenfalls sauer. "Ich habe mich nicht angeboten. Das ist der größte Humbug, den ich je gehört habe", sagte Hummels.

Scheitern sollte der Deal wegen dieses Mini-Theaters aber nicht. 38 Millionen Euro hat der BVB offenbar als Ablöse ausgerufen. Eine Einigung wird in den kommenden Tagen erwartet.

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