Hoeneß redet schon vom Titel

Platz drei ist erreicht, doch Trainer Jupp Heynckes muss in die Qualifikation zur Champions League. Uli Hoeneß: „Wir wollen von Beginn an der FC Bayern sein, den man kennt."
| Thomas Becker
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ARJEN ROBBEN: Bester Mann beim 2:1 gegen Stuttgart.
dpa ARJEN ROBBEN: Bester Mann beim 2:1 gegen Stuttgart.

Platz drei ist erreicht, doch im Sommer muss Trainer Jupp Heynckes in die Qualifikation zur Champions League. Uli Hoeneß: „Wir wollen von Beginn an der FC Bayern sein, den man kennt."

München - Am Schlussspurt hat’s nicht gelegen: neun Spiele ungeschlagen, in der Rückrunde 50 Tore  und 36 Punkte. 121 Treffer fielen in Spielen mit Beteiligung des FC Bayern – alles Liga-Bestwerte. Präsident Uli Hoeneß feixte nach dem 2:1 gegen Stuttgart: „Die letzten Wochen haben viel Spaß gemacht.“

Und doch: „Es war eine enttäuschende Saison, weil wir nicht bis zum Schluss um Titel gespielt haben. Wir müssen zufrieden sein, dass wir Dritter geworden sind“, meinte Kapitän Philipp Lahm und richtete den Blick energisch nach vorn: „Wir sind immer noch auf dem richtigen Weg. Wir sind der FC Bayern, wir gehören in die Champions League! Jeder, der auf uns trifft, wird sagen: das härteste Los!“

Eine bewegte Saison endet in der Champions-League-Qualifikation, zum dritten Mal nach 1998/99 gegen FK Obilic (4:0, 1:1) und 2002/03 gegen Partizan Belgrad (3:0, 3:1). Das heißt: Mitte August muss der Bayern-Motor bereits auf Hochtouren laufen, damit die abgelaufene Saison nicht zum kompletten Reinfall wird. Hoeneß meinte: „Es gibt eine kleine Problematik mit der Champions-League-Qualifikation: Das ist der Wermutstropfen, das kann sehr schwer werden, zum Beispiel gegen Manchester City.“ Sportdirektor Christian Nerlinger sagte: „Die Quali ist sehr gefährlich, kein Selbstläufer."

Einer ist in Gedanken schon weiter: „Es ist gut für den deutschen Fußball, dass wir nächstes Jahr drei Mannschaften in der Champions League haben.“
Es ist der neue Bayern-Coach, der sich so optimistisch gibt: Jupp Heynckes. „Ich bin davon überzeugt, dass Bayern die Quali übersteht. Bayern hat schon jetzt eine sehr gute Mannschaft, und mit den Spielern, die wir noch verpflichten werden, werden wir eine noch bessere Mannschaft haben.“ Als er diese Sätze sagte, steckte Heynckes noch im Klubanzug von Leverkusen, wo man sich über Rang zwei nach dem 1:0 in Freiburg freute. Vizekusen feierte.

Die Vorfreude bei Bayern auf den 66-Jährigen ist gewaltig – die Erwartungen auch. „Ich freue mich auf die neue Saison, ich freue mich auf Jupp Heynckes“, sagte Hoeneß und gab schon mal die Richtung vor: „Wir sollten uns alle Gedanken machen, wie wir es nächstes Jahr anders und besser machen können. Wir wollen von Beginn an der FC Bayern sein, den man kennt. Wir wollen von Anfang an um die Meisterschaft spielen.“

Der Saisonstart, im letzten Jahr nach der WM völlig missraten (acht Punkte nach acht Spielen), wird auch diesmal schwierig. Für die Bayern-Profis beginnt die Saison mit drei englischen Wochen: Bundesliga-Auftakt, Länderspiel gegen Brasilien, Bundesliga, Champions-League-Quali, Bundesliga, Champions-League-Quali, Bundesliga. Lahm: „Eine perfekte Vorbereitung hätten wir bei einer direkten Quali gehabt. Aber wir machen ja vorher viele Freundschaftsspiele.“

Heynckes’ Urlaub wird kurz ausfallen. Mit dem Vorstand den neuen Kader bauen, Bleibe in München suchen. Die Spieler haben ab Donnerstag Urlaub, eine Party fiel aus. Während in Dortmund eine ganze Stadt feierte, trafen sich die Bayern-Stars im „Mangostin“ zum Essen. „Wir haben am Ende nichts gewonnen, nur das Mindestziel erreicht – kein Grund zum Feiern“, meinte Interims-Coach Andries Jonker. Das neue Ziel: Samstagabend, 5. Mai 2012, Marienplatz, Rathausbalkon.

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