Hitzfeld über Bayern: "Zeit der Experimente ist vorbei"

Vor Beginn der Restrunde in der Fußball-Bundesliga glaubt Ex-Meistertrainer Ottmar Hitzfeld nicht daran, dass der FC Bayern an der Tabellenspitze gefährdet wird.
| dpa, AZ
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Der frühere Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld.
dpa Der frühere Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld.

München - Dass der Rekordchampion in dieser Saison nur mit drei Punkten Vorsprung überwinterte, führt Hitzfeld auf die Eingewöhnung von Coach Carlo Ancelotti zurück. "Die Zeit der Experimente ist vorbei, die Dominanz wird zurückkommen", sagte Hitzfeld dem "Münchner Merkur" (Freitag).

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Nach der "Pflichtaufgabe" in der Hinrunde würden die Münchner ihre Klasse in der zweiten Saisonphase ausspielen, glaubt er: "Wenn es in die Entscheidungen geht, legen die Bayern immer noch mal zu."

Der stärkste Konkurrent der Bayern bleibt nach Ansicht von Hitzfeld Borussia Dortmund. Dem aktuell zweitplatzierten Team von RB Leipzig traut er ein gutes Abschneiden zu: "Sie werden die nächsten Jahre um die internationalen Plätze spielen." Der 68-Jährige wertet den Aufsteiger als "Bereicherung". Viele Anfeindungen erklärt er sich durch einen "Neidfaktor" bei den Traditionsclubs, die weniger Geld haben. "Aber Leipzig tut dem deutschen Fußball gut", betonte er.

Hitzfeld über WM mit 48 Teams: Schön für die Kleinen

Auch eine Weltmeisterschaft mit 48 Teams hält Hitzfeld für eine gute Idee. Der mehrmalige deutsche Meister und Champions-League-Sieger von 1997 und 2001 findet den neuen Modus mit nur zwei Gruppenspielen spannender. "Da steht man mehr unter Druck, und es geht schnell in die K.o.-Runde." Einen Ausrutscher könne sich kein Team mehr erlauben, sagte Hitzfeld, der 2014 mit der Schweiz im WM-Achtelfinale gestanden hatte. Außerdem bleibe es für Titelkandidaten auf dem Weg zur Trophäe bei sieben Spielen. Andererseits sei es "schön für die kleinen Nationen, teilhaben zu dürfen", meinte er.


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