Heynckes: Liebeserklärung an Thomas Müller

Bayern-Trainer Jupp Heynckes schwärmt vom Offensivspieler. Er sagt: "Solch einen Spielertyp gibt es in ganz Europa nicht. Ihn infrage zu stellen, schließe ich aus." Auch Müllers Wort hat Gewicht
| Julian Buhl
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Voll des Lobes für Thomas Müller (r.): Bayern-Trainer Jupp Heynckes.
Lino Mirgeler/dpa Voll des Lobes für Thomas Müller (r.): Bayern-Trainer Jupp Heynckes.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes schwärmt vom Offensivspieler. Er sagt: „Solch einen Spielertyp gibt es in ganz Europa nicht. Ihn infrage zu stellen, schließe ich aus.“ Auch Müllers Wort hat Gewicht.

München - Thomas Müller scharrt mit den Hufen, besser gesagt mit den Turnschuhen. Erst mit dem linken Bein, dann mit dem rechten. Das Pferd, dem er gegenübersteht und tief in die Augen blickt macht es ihm nach – oder ist es etwa doch umgekehrt? „Filou hat Thomas wertvolle Tipps für das Spiel gegeben“, kommentierte Lisa Müller jedenfalls das Video, das sie vergangene Woche nach der Partie des FC Bayern gegen Besiktas Istanbul (5:0) bei Instagram veröffentlichte.

Ausgerechnet seine Ehefrau verriet also Thomas Müllers Torgeheimnis, nachdem er zwei Treffer selbst erzielt und einen weiteren vorbereitet hatte. Ob’s wohl tatsächlich an Filous Tipps lag? Schlitzohrig spielte Müller jedenfalls, wie man ihn eben kennt. Auch Karl-Heinz Rummenigge hat beobachtet, dass der unter anderem „gegen Besiktas gezeigt hat, dass er als das ‘Phänomen Müller’ wieder zurück ist“. Bayerns Vorstandsboss schwärmte regelrecht: „Ein Thomas Müller in dieser Form hat für uns auf dem Platz eine sehr große Bedeutung, als Aushängeschild neben dem Platz sowieso.“

Rummenigge lobte den Charakter der Mannschaft und damit vor allem Müller. Bei 20 Punkten Vorsprung in der Liga bis zur letzten Sekunde anzurennen, um noch zu gewinnen, sei „professionell und begeistern. „Personifiziert wird dieser Bayern-Spirit durch Thomas Müller.“

Und auch sein Trainer Jupp Heynckes stimmte in die Liebeserklärung der Bayern an Müller mit ein. „Thomas ist nicht nur ein belebendes Element, er ist Kapitän, er ist Sympathieträger, auf und außerhalb des Spielfeldes. Einen Thomas Müller nicht zu berücksichtigen oder infrage zu stellen, schließe ich aus – solch einen Spielertyp gibt es in ganz Europa nicht“, sagte der 72-Jährige im Interview mit der „Bild-Zeitung“.

Müller sei „zweifelsohne“ eine ordnende Kraft, sagte Heynckes und nannte spielerinterne Gespräche mit Arjen Robben und Franck Ribéry, die gegen Istanbul nicht in der Startelf der Münchner gestanden hatten, als Beispiele. „Thomas hat eine Stimme in der Mannschaft. Weil er auch mit Leistung vorangeht.“

Heynckes: "Thomas Müller ist ein Stück FC Bayern München"

„Thomas Müller ist ein Stück FC Bayern München“, befand Heynckes darüber hinaus: „Er ist nicht nur ein Führungsspieler, sondern eine Identifikationsfigur auch für die Region. Das ist seine Heimat, der Klub ist sein Klub. Ich kann mir nie vorstellen, dass Thomas Müller vom FC Bayern weggehen würde.“ Als derart unantastbar galt Müller unter Heynckes Vorgängern allerdings nicht, saß sowohl bei Pep Guardiola als auch bei Carlo Ancelotti in wichtigen Spielen häufig sogar auf der Ersatzbank.

Unter Heynckes ist das, wie schon im Triple-Jahr 2013 unvorstellbar. Der Bayern-Coach setzt voll auf Müller – und der zahlt ihm das Woche für Woche mit starken Leistungen zurück. Müllers an die Europameisterschaft 2016 anschließendes, erstes kleines Karrieretief scheint endgültig überwunden. Jeweils neun Pflichtspieltore und -vorlagen in dieser Saison belegen diese positive Entwicklung. Sein Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten ist zurückgekehrt. Dank Heynckes und den Tipps von Filou.

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