Hamanns Zweifel bei Bayern-Star Musiala: "Er muss an zwei Spielern vorbei"
Nach seinem Zusammenbruch am Samstag im Testspiel gegen RB Leipzig (3:1) war unklar, ob Jamal Musiala die Generalprobe am Dienstagabend beim 1. FC Heidenheim wird bestreiten können. Schließlich steht seine Gesundheit an erster Stelle, die Münchner um Trainer Vincent Kompany gehen selbstverständlich kein Risiko ein. Am Nachmittag aber war dann klar: Bayerns Nummer "10" wird auf der Alb im Kader stehen.
Bislang hat sich der Klub nicht dazu geäußert, was Musiala genau hat. Er soll über Schwindel und Kreislaufprobleme geklagt haben.

Wachsende Konkurrenz für Musiala
Es sind zweifellos herausfordernde Wochen für den 23-Jährigen, der sich bei der Klub-WM vor mehr als einem Jahr schwer verletzte und seitdem nicht mehr in Topform kam. Mit Neuzugang Ismael Saibari hat er nun einen weiteren starken Konkurrenten auf der Zehnerposition. Auch Serge Gnabry und Lennart Karl wollen dort spielen. Ob Musiala seinen Stammplatz verteidigen kann?
Hamann mahnt zur Geduld
"Er hat die Platte aus dem Fuß bekommen, was wieder einen Trainingsstopp bedeutet hat", sagte Sky-Experte Didi Hamann am Dienstag. "Er muss jetzt hundertprozentig gesund werden, das ist das Wichtigste." Zweifellos. "Ich hoffe, dass sie herausgefunden haben, was am Samstagnachmittag passiert ist", ergänzte Hamann: "Anscheinend war es ja nur die Hitze oder ein Schwächeanfall. Wichtig ist, dass er gesund ist und der Fuß okay ist. Und dann hoffe ich, dass wir wieder den alten Musiala sehen."

Zweifel an Musialas Verfassung
Darauf hoffen alle Fans. Doch nach komplizierten Monaten und einer schwachen WM sind die Zweifel nicht wegzudiskutieren. Musialas körperlicher Zustand bereitet Sorge. Neben Saibari erwähnte Hamann als Zehner-Option auch Gnabry, der "diese Rolle wunderbar interpretiert" habe während Musialas Verletzungspause: "Das heißt, dass da jetzt zwei Spieler auf dieser Position sind, an denen er mehr oder weniger vorbei muss."

Das Gefühl, dass Musiala bei hundert Prozent Fitness sei, habe er nach dessen Comeback im Januar nie gehabt, führte Hamann aus. Dabei sei es gerade jetzt wichtig, Leistung zu bringen. Denn: "Die Konkurrenz für Musiala war wahrscheinlich selten so groß."
Bayern-Jäger Dortmund und Stuttgart
Anders als Sky-Experte Lothar Matthäus glaubt Hamann nicht daran, dass Bayern in dieser Saison mit mehr als zehn Punkten Meister wird. Zwar hätten sich die Münchner mit Saibari und Nathaniel Brown "hervorragend" verstärkt, doch die Konkurrenz sei auch nicht schlechter geworden.
Als Bayern-Jäger sieht der Ex-Nationalspieler vor allem Borussia Dortmund und den VfB Stuttgart. "Wenn die Bayern mal ein Jahr haben, in dem sie was anbieten, dann musst du da sein", sagte Hamann: "Da bin ich bei den Dortmundern oder den Stuttgartern." Der VfB habe mit Sebastian Hoeneß einen Toptrainer und eine "richtig gefestigte Mannschaft, sie sind gewachsen. Deniz Undav ist immer für 20 Tore gut. Auf die freue ich mich dieses Jahr."
Bei Bayern müsse man erst mal schauen, so Hamann "wie sie reinkommen". Harry Kane, Michael Olise und Dayot Upamecano hätten nach der WM lange Urlaub gehabt.

