Guardiolas Zukunft: Wo zieht es den Bayern-Trainer hin?

Bayerns Bald-Trainer Ancelotti freut sich auf „volle Stadien“. Und was macht Guardiola? Die AZ zeigt die Optionen – von ManCity bis Katar.
| Julian Buhl
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Wo ziegt es Pep Guardiola in hin?
dpa/az Wo ziegt es Pep Guardiola in hin?

München - Der Plan der Verantwortlichen des FC Bayern ist aufgegangen. Den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit Pep Guardiola hätten sie zwar schon gerne verlängert. Aber die Schlagzeilen bestimmen sollte diese Niederlage der Münchner am Verhandlungstisch nicht. Und tatsächlich: Während Guardiola sich nach Barcelona in den Weihnachtsurlaub verabschiedet hat, steht der neue Auserwählte, Carlo Ancelotti, im Mittelpunkt.

Auch Ancelottis Landsmann und Vorgänger Giovanni Trapattoni gratulierte seinem Ex-Klub via „Bild“ zu einer „grandiosen Entscheidung“: „Er ist einer der besten Taktiker, die ich kenne. Bayern darf sich über den nächsten Super-Trainer freuen.“ Der selbst freut sich „besonders auf die Atmosphäre in den vollen Stadien. Das fasziniert mich am meisten“. Bei „goal.com“ sagte der 56-Jährige: „Das Wichtigste ist, eine gute Trainer-Spieler-Beziehung herzustellen.“ Dafür habe er schon angefangen, Deutsch-Vokabeln zu pauken „und ich kann bestätigen, dass es nicht einfach ist.“

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Und auch vor dem Oktoberfest samt Lederhosen schreckt er nicht zurück. „Ich habe vor gar nichts Angst. Das wird eine neue und interessante Erfahrung.“ Ab kommendem Sommer.

Spätestens dann wird auch die Frage nach Guardiolas Zukunft wieder in den Mittelpunkt rücken. Quo vadis, Pep? Die AZ nennt seine Optionen:

Manchester City

Die finanziellen Mittel sind bei dem englischen Scheichklub genauso groß wie die internationalen Ambitionen. In Geschäftsführer Ferran Soriano und Sportdirektor Txiki Begiristain würde Guardiola auf Vertraute aus der Zeit in Barcelona treffen. „Bei Manchester City hätte er seine katalanischen Kumpels um sich“, sagt Sky-Kommentator Marcel Reif zur AZ: „Die Frage ist, ob er das möchte.“ Der aktuelle Trainer Manuel Pellegrini steht noch bis 2017 unter Vertrag.

Manchester United

Auch Citys Stadtrivale soll sich um Guardiola bemühen. „United hat Tradition und Weltruf“, sagt Reif. Und Geld. Im Sommer investierte man knapp 140 Millionen Euro in neue Spieler. Interessant zu beobachten wäre das Wiedersehen mit Bastian Schweinsteiger, der im Sommer aus München nach Manchester wechselte. Teammanager Louis van Gaal steht ebenfalls noch bis 2017 unter Vertrag – aber nach dem Aus in der Champions League auch massiv in der Kritik.

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FC Chelsea

„Bei Chelsea ist viel Geld, aber da muss man bei Null anfangen“, sagt Reif, „vielleicht reizt ihn ja so etwas.“ Eine besondere Note hätte ein Engagement bei den Blues. Die suchen nach der Entlassung von José Mourinho, Guardiolas Intimfeind Nummer eins, einen Nachfolger. Guus Hiddink übernimmt bis zum Saisonende. Als 15. der Hinrunde droht Chelsea die Champions League zu verpassen. An der Weltmetropole London soll aber vor allem Peps Frau, Cristina Serra, deutlich mehr Gefallen als an der Arbeiterstadt Manchester finden.

Paris St. Germain

„Es gibt nur vier, fünf Klubs auf der Welt, die für ihn passen“, sagt Reif: „Paris ist noch denkbar.“ Bei dem Scheichklub steht Guardiolas Intimfeind Nummer zwei, Zlatan Ibrahimovic, unter Vertrag – allerdings nur noch bis zum Saisonende. Genau wie Trainer Laurent Blanc.

Nationalmannschaft

Spaniens Erfolgscoach Vicente del Bosque kündigte an, sich im Sommer nach der EM in den Ruhestand verabschieden zu wollen. „Um spanischer Nationaltrainer zu werden, ist Guardiola vielleicht zu sehr Katalane“, glaubt Reif. Barcelonas Dani Alvez verriet aber kürzlich, dass Guardiola die Brasilianer gerne 2014 zum Triumph im eigenen Land geführt hätte. Eine Möglichkeit, die ihm der Gastgeber der WM 2022 erneut bieten würde. Guardiola soll bereits ein Angebot mit einem zweistelligen Jahresgehalt aus Katar vorliegen.

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Was macht Guardiola also? „Ich glaube, dass er nicht direkt nach England geht, sondern wieder ein Jahr Pause macht“, sagt Reif. Peps Optionen würden auch 2017 nach einem Sabbatical mit Sicherheit nicht weniger werden. Julian Buhl

 

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