Neuer Bayern-Trainer: Carlo Ancelotti von A-Z

Mit Carlo Ancelotti holt der FC Bayern im Sommer den nächsten Welttrainer nach München. Von der Filmfabrik Hollywood bis hin zu Real Madrid: Die AZ stellt den Italiener vor - von A-Z.
| Julian Buhl
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Zuletzt gewann er mit Real Madrid die Champions League – das soll er mit dem FC Bayern wiederholen: Trainer Carlo Ancelotti.
firo/augenklick Zuletzt gewann er mit Real Madrid die Champions League – das soll er mit dem FC Bayern wiederholen: Trainer Carlo Ancelotti.

München - In Italien haben sie sich fast überschlagen vor Begeisterung. Die Bestätigung, dass Carlo Ancelotti Trainer des FC Bayern wird, verleitete die Autoren der Tageszeitungen zu den blumigsten Formulierungen. "Karl der Große" dehne sein Reich nun auf die Bundesliga aus, schrieb La Repubblica voller Ehrfurcht. Die AZ stellt den Italiener vor - von A-Z:

Aarrigo Sacchi: „Er ist mein Lehrer“, sagt Ancelotti über die italienische Trainerlegende. Ihn habe er auch 2014 „am Mittag vor dem Bayern-Spiel angerufen und mit ihm über die Taktik gesprochen“.

Beben: 2012 wurde sein Heimatort Reggiolo, wo er auf einem Hof aufwuchs, von einem Erdbeben erschüttert. 23 Menschen starben. Ancelotti half beim Wiederaufbau.

Champions League: Als Spieler gewann er sie 1989 und ‘90 und ist der einzige Trainer, der schon drei Mal in der Königsklasse triumphierte.

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De Niro, Robert: Ist sein Lieblingsschauspieler. Er sagt: „Mafia-Geschichten fesseln mich, ich kann nicht genug von ,Der Pate’ bekommen.“ Musik hört er gerne von Adriano Celentano.

Ehrendoktortitel: Diese Auszeichnung in Kommunikation und Sport erhielt er 2007 von der Universität Paisii Chilendarski in Bulgarien.

Franck Ribéry: Ist einer seiner Lieblingsspieler. Dass er ihn einst, genau wie Teamkollege Xabi Alonso, zum FC Chelsea holen wollte, verriet er in seiner Biografie.

Genussmensch: „Carlo ist wie eine Hausfrau. Das Erste, was er mich fragt, wenn er morgens aufwacht, ist: Was essen wir heute Abend? Und dann plant er die Gerichte“, sagt Ehefrau Mariann über ihn. Er sagt: „Ich schlinge Essen runter wie ein Pferd. Nehmt mich mit zu einer Trattoria und schaut einfach nur zu.“

Historische Niederlage: 2005 verlor er mit dem AC Mailand das Champions-League-Finale gegen Liverpool (mit Xabi Alonso) nach einer 3:0-Pausenführung noch im Elfmeterschießen.

Irritationen: Verursacht immer wieder seine linke, dauerhaft „hochgezogene“ Augenbraue. Verantwortlich dafür ist angeblich ein Vespa-Unfall in seiner Jugend.

Journalistinnen: Sind sowohl seine 18 Jahre jüngere Affäre von 2004, Marina Cretu, als auch seine Tochter Katia (31.). Sohn Davide (26) ist Fitness-Coach bei Real Madrid. Ex-Frau Luisa hat einen Helikopter-Flugscheins und holte ihn mal mit dem Hubschrauber vom Training ab.

Karlchen: Den Spitznamen „Carletto“ erhielt er noch als Spieler in Italien. Seine Erfolge haben aus „Carletto“ aber längst „Grande Carlo“ gemacht. „Karl der Große“, titelte „La Repubblica“ kürzlich.

La Decima: Zum seit zwölf Jahren ersehnten zehnten Triumph in der europäischen Königsklasse führte er Real Madrid 2014. Ein Jahr später wurde er dennoch entlassen.

Mourinho, José: Gefühlt war er bei allen seinen Vereinen Vorgänger oder Nachfolger des Portugiesen. Tatsächlich dann aber doch nur bei Real und Chelsea.

Niedlicher Bär: „Als er ging, waren alle traurig. Es fiel kein negatives Wort über ihn“, sagt Real Madrids Toni Kroos. Teamkollege Cristiano Ronaldo: „Er ist wie ein großer Bär, ein genialer Typ, sehr sensibel.“

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Offensivfußball: Auch dafür steht der Taktiker. Mit Chelsea stellte er bei der Meisterschaft 2010 mit 103 Toren einen bis heute gültigen Premier-League-Rekord auf.

Preferisco la Coppa: Doppeldeutiger Titel seiner Biografie. Er bevorzugt den „Pokal“ – und den gleichnamigen Schweinefleisch-Aufschnitt.

Quiet Leadership: So heißt das Buch, an dem er aktuell mit zwei Co-Autoren schreibt. Es geht um (ruhige) Führungsprinzipien im Fußball und im Geschäftsleben.

Ritter: ...des Verdienstordens der Italienischen Republik ist er seit 1991 – wie unter anderem mittlerweile auch Antonio Conte und Giorgio Chiellini.

Star Trek: Ancelotti spielt in dem Film „Star Trek Beyond“, der im Sommer in die Kinos kommt, eine Nebenrolle als Arzt. 1983 mimte er im Terence-Hill-Film „Keiner haut wie Don Camillo“ schon mal einen Fußballspieler.

Tortellini: Sind bis heute sein Lieblingsgericht – mit Schweinefleisch, versteht sich.

Ungeschlagen: Ancelotti ist der personifizierte Bayern-Schreck. In sieben Duellen hat er mit von ihm trainierten Teams niemals gegen die Münchner verloren.

Vancouver: Dort lebt er derzeit mit seiner zweiten Frau Mariann, mit der er seit Juli 2014 verheiratet ist. Fährt dort regelmäßig zum Angeln. Sein Lieblingsrestaurant heißt Cioppino’s.

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Wiesn: Bis zum nächsten Oktoberfest hat Weinliebhaber Ancelotti ja noch ein wenig Zeit, sich ans deutsche Bier zu gewönnen. Eine Lederhose darf er sich bis dahin auch aussuchen.

Xabi Alonso: Er versenkte 2005 in Diensten des FC Liverpool im legendären Königsklassen-Endspiel zwei Elfmeter gegen Ancelottis Milan. Mit Real triumphierten beide 2014 gemeinsam. Nun gibt’s ein Wiedersehen.

Yoruba: Diese westafrikanische Sprache spricht er nicht. Dafür aber Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch. Deutsch (noch) nicht. Er witzelte aber zuletzt: „Wenn Trapattoni das gelernt hat, kann ich das auch.“

Zinedine Zidane: Ihn trainierte Ancelotti einst bei Juventus Turin. Und mit Zlatan Ibrahimovic stellte auch das zweite große „Z“ bei PSG kein Problem für sein Trainer-ABC dar.

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