Guardiola: Umschulung für Lahm & Co.!

Bayerns neuer Trainer lässt die Stars bei den Tests auf ungewohnten Positionen ran. Lahm im Mittelfeld, Müller als vordersten Stürmer.
| Patrick Strasser
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Bayerns neuer Trainer lässt die Stars bei den Tests auf ungewohnten Positionen ran: Lahm im Mittelfeld, Müller als vordersten Stürmer.

München - Nach fünf Tagen mit und unter Pep hatten die Bayern-Profis am Montag erstmals frei. So richtig startet die Vorbereitung ohnehin erst diese Woche, wenn die Länger-Urlauber Arjen Robben, Mario Mandzukic, David Alaba, Daniel Van Buyten und Claudio Pizarro zurückkehren und mit dem Rest der Mannschaft am Donnerstag an den Gardasee ins achttägige Trainingslager reisen. Von Tag zu Tag wird nun die Intensität gesteigert.

"Die Marschrichtung ist, dass wir weiter hart arbeiten und uns aneinander gewöhnen müssen", sagte Sportvorstand Matthias Sammer nach dem 9:1 am Sonntagabend beim Test in Weiden. Vor allem müssen sich die Profis an ganz neue Positionen gewöhnen. Anderer Trainer, andere Sitten.

"Es ist komplett anders als mit Jupp Heynckes", sagte Franck Ribéry nach der ersten Woche, "andere Übungen, viel Training mit Ball. Das ist ein bisschen komisch für uns."

Und ein gezieltes Stilmittel des 42-jährigen Spaniers. Nur kein Trott! "Ansprache, Training, das ist jetzt alles neu – das fängt schon beim Aufwärmen an und hört beim Stretching auf", stellte Kapitän Philipp Lahm fest, "wir haben einen neuen Trainer, der alles mal ausprobieren will und sehen möchte, was am besten funktioniert."

Und vor allem wer wie funktioniert. Die Rotation ist das eine, die kommt in den englischen Wochen der Saison – das hat Guardiola auch beim FC Barcelona durchgezogen. Doch vorher testet der Coach seine Profis auf Multipositionstauglichkeit. Lahm hat erkannt: "Es sind noch nicht alle Spieler zurück, deshalb muss man ein wenig experimentieren." Auch er ist betroffen.

Die AZ mit einem Überblick der fachfremden Arbeiter, die Pep zur Umschulung schickt.

PHILIPP LAHM
Als Rechtsverteidiger Triple-Sieger musste der Kapitän in Regen im defensiven Mittelfeld spielen. Und da wäre der 29-Jährige tatsächlich dank seiner Übersicht eine Alternative: Vor allem, da Martínez und Gustavo nach dem Confed-Cup drei Wochen Urlaub haben, Tymoshchuk zu St. Petersburg gewechselt ist und Schweinsteiger noch Aufbautraining macht.

THOMAS MÜLLER
Seine bevorzugte Position ist Rechtsaußen, zum Ende der vergangenen Saison glänzte er als hängende Spitze. Nun hat Guardiola in Ermangelung von Stürmern (Mandzukic und Pizarro noch im Urlaub, Gomez auf dem Sprung zum AC Florenz) Müller als vordersten Stürmer getestet. "Der Trainer gibt uns schon ein paar taktischen Sachen mit und versucht uns seine Gedanken mitzuteilen, wie Fußball auszuschauen hat", sagte Müller. Alles auf Anfang? Nein, sagt er. "Es sind Feinheiten, die sich der Trainer anders vorstellt als bisher, das werden wir einstudieren. Wir können solche Spiele vom Läuferischen und Taktischen als eine gute Trainingseinheit nutzen."

FRANCK RIBÉRY
Schon im ersten Training fragte Guardiola den Franzosen, ob er sich auch vorstellen könne als Zehner, also ähnlich einem Lionel Messi beim FC Barcelona auflaufen zu können. Und so kam es dann auch beim Test gegen die Amateur-Kicker in Weiden. Ribéry ging vorne in die Spitze und meinte danach: "Es hat Spaß gemacht. Guardiola hat viele Ideen, ein neues System, eine neue Philosophie."

RAFINHA, CAN, HÖJBJERG
Auch die Reservisten müssen sich in neuer Umgebung bewähren. Rafinha agierte mal als Linksverteidiger, Can rechts in einer Dreierkette, Höjbjerg als Sechser. Verwirrende, neue Pep-Welt.

Auch in Barcelona setzte Guardiola auf flexible Spieler. Jemand, der stur auf eine Position festgelegt ist, hat bei ihm schlechte Karten. Mal abgesehen von den Torhütern.

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