Gomez raus - per Gesetz

Der Stürmer muss auch gegen seinen Ex-Klub auf die Bank. Warum Heynckes das so macht und wann es sich ändert, lesen Sie hier.
| P. Strasser, F. Bogner
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MÜNCHEN Sieben Tage zwischen zwei Pflichtspielen – das wird es bis Saisonende nicht mehr geben im Bayern-Terminkalender, schon gar nicht für Nationalspieler. Und so hatten die Profis nach dem freien Montag fünf Einheiten (inklusive Samstag), um sich für das Süd-Derby am Sonntag beim VfB Stuttgart (17.30 Uhr, live bei Sky und Liga total!) zu empfehlen. „Fitness, Schnelligkeit, Spritzigkeit, Koordination, Standardsituationen – wir haben die ganze Palette trainieren können”, sagt Trainer Jupp Heynckes.

Dem B-Team wird es wenig geholfen haben. Da Heynckes bis auf Holger Badstuber (Kreuzbandriss) alle Spieler zur Verfügung stehen, wird er die Startformation des 2:0 gegen Fürth zum Rückrundenauftakt nicht ändern. „Es ist ein Unterschied, ob wir Samstag-Mittwoch-Samstag spielen oder nicht. Ist doch klar, dass ich dann wieder rotieren werde. Aber im Moment ist es so, dass man ganz wenig ändert, weil die Mannschaft sich einspielen muss und wir Erfolg haben müssen.” Was vor allem für Schwabe Mario Gomez bei der Rückkehr in seine Heimat heißt: Zuschauerrolle.

Die Spiele beim VfB waren für den Stürmer in den letzten drei Spielzeiten stets besonders emotional – und Gomez war erfolgreich. Im Februar 2012 traf er beim 2:0 im Pokal-Viertelfinale, beim letzten Liga-Duell vor Ort doppelt zum 2:1. Am Sonntag jedoch wird der andere Mario stürmen, Mario Mandzukic. Der Kroate hatte sich im Trainingslager von Doha einen Vorsprung im Angreiferduell erarbeitet und beim 2:0 gegen Fürth doppelt getroffen. „In der Vorbereitung hatte Gomez Probleme mit dem Knöchel, und daraus ergibt sich dann eine Dynamik, dass Mandzukic gespielt hat – und gut gespielt hat, Tore erzielt hat, und dann ist es doch ganz klar, dass ich ihn spielen lasse”, erklärte Heynckes und schloss: „Das ist das Gesetz in einer Fußballmannschaft.” Ergo: Gomez ist draußen - per Gesetz.

Was auch auf Arjen Robben und Jérome Boateng zutrifft, die ihre Stammplätze an Thomas Müller und Daniel Van Buyten verloren haben. Heynckes: „Dass Daniel spielt, hat damit zu tun, dass Jérome zwischenzeitlich verletzt war. Und dass Daniel Minuten braucht, wenn er auch gegen Arsenal (da ist Boateng wegen Roter Karte gesperrt, d.Red.) eingesetzt werden soll.”

Knifflige Fälle, die Heynckes noch bis Ende Mai moderieren muss. Dann ist Schluss - nur bei Bayern? „Ich weiß, was ich will und was ich mache”, sagte der 67-Jährige, „aber wenn ich meine Karriere als Trainer beende, weiß ich schon, dass es noch andere Dinge gibt als Fußball.” 

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