Gnabry und Musiala: Zwei Bayern-Mutmacher für die Champions League
Bei nur 16 Grad und Dauerregen am Mittwochnachmittag kam ein Bayern-Spieler mit besonders guter Laune aus der Kabine: Jamal Musiala. Der 23-Jährige, der zuletzt nach zwei Zusammenbrüchen seine Erkrankung (Absencen durch eine neurologische Dysfunktion) öffentlich gemacht hatte, brachte lächelnd die schwarze Musikbox mit auf den Platz, scherzte mit seinen Teamkollegen und tänzelte dann beim Spiel auf engem Raum wie zu besten Zeiten an seinen Gegnern vorbei.

Musiala überzeugt im Abschlusstraining
"Lovely, Jamal!", rief Co-Trainer Aaron Danks nach Musialas Treffer in eines der kleinen Tore. Und tatsächlich sah das schon wieder ziemlich schön und leichtfüßig aus, was Musiala im Abschlusstraining vor dem Champions-League-Start gegen die Norweger von Bodø/Glimt am Donnerstag (21 Uhr/DAZN) zeigte. Die Umstellung der Medikation scheint sich bei Musiala auszuzahlen.

"Jamal hat noch nicht viele Minuten gemacht dieses Jahr, er ist noch in einer Aufbauphase. Aber er hat sich gut gefühlt in dieser Woche, seitdem er wieder mit der Mannschaft trainiert", sagte Trainer Vincent Kompany: "Deswegen sind wir fast nah an der Normalität. Aber da müssen wir noch ein bisschen Geduld haben." Heißt: Musiala wird gegen den norwegischen Vizemeister wohl von der Ersatzbank aus ins Spiel kommen, aber bald in die Startelf zurückkehren – sofern es so positiv bei ihm weitergeht.
Gnabry vor Comeback im Bayern-Kader
Ebenfalls erfreulich aus Bayern-Sicht: Auch Serge Gnabry absolvierte das Abschlusstraining und könnte nach seiner schweren Adduktorenverletzung erstmals in dieser Saison im Kader stehen.

"Wir schauen nach dem Training, wie es bei Serge aussieht", sagte Kompany: "Man sollte nicht vergessen, wie gut Serge in der vergangenen Saison war. Unser Ziel ist, dass er wieder genau auf dieses Niveau kommt. Wir glauben fest daran. Und wenn Serge auf sein Niveau kommt, müssen alle anderen auf seiner Position gut sein. Dann hast du diese positive Konkurrenz."
Musiala, Ismael Saibari und Lennart Karl sind Gnabrys Konkurrenten auf der Zehnerposition. Kompany ergänzte: "Wir wollen ihn nicht nur für diese Woche haben, sondern für die ganze Saison. Und da braucht er vielleicht noch ein bisschen Zeit."

