„Gewinnen, gewinnen, gewinnen!“

Der FC Bayern zieht durch ein 4:0 in Aachen ins Pokal-Halbfinale ein. Müller trifft zweimal und sagt: „Wir haben uns schon genug erlaubt.“ Und Präsident Hoeneß wünscht sich: „Jetzt ein Heimspiel gegen Schalke“
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Ganz locker ziehen die Bayern ins Halbfinale ein.
dpa Ganz locker ziehen die Bayern ins Halbfinale ein.

AACHEN - Der FC Bayern zieht durch ein 4:0 in Aachen ins Pokal-Halbfinale ein. Müller trifft zweimal und sagt: „Wir haben uns schon genug erlaubt.“ Und Präsident Hoeneß wünscht sich: „Jetzt ein Heimspiel gegen Schalke“

Mögen hätten sie schon wollen, aber dürfen haben sie sich nicht getraut: Gut, dass Alemannia Aachen brav den Karl-Valentin-Satz beherzigte und den FC Bayern nur kurz ins Wanken brachte. Dank der fehlenden Traute der Gastgeber gelang dem FC Bayern ein 4:0 und der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals.

Vor der Partie gab es für Louis van Gaal von einem Landsmann aus Limburg einen Präsentkorb: „Kuchen mit Obst: Das ist herrlich“, freute sich der Bayern-Coach. Gerne erinnerten ihn die Aachener auch daran, dass der Rekordmeister hier zuletzt gewann, als Willy Brandt Kanzler war. Sportdirektor Erik Meijer meinte: „Ich gehe davon aus, dass Aachen das Waterloo für Bayern sein wird.“

Auf der anderen Seite befahl Mario Gomez vorab: „Es darf uns nicht passieren, dass wir ausscheiden. Das wäre eine große Blamage.“ Nach der Partie klang das anders: „Man kann Aachen nur loben“, sagte Gomez, ,,aber letztlich haben wir hochverdient gewonnen.“ Eine Niederlage hätten die Bayern nicht gebrauchen können in diesen bewegten Tagen, an denen es um den Trainer mal wieder brodelt und der Kapitän in voller Fahrt das Schiff verlassen hat. Zudem musste Arjen Robben mit Grippe auf die Bank. In der Startelf fanden sich dagegen Andreas Ottl und Danijel Pranjic als Doppel-Sechs – eine Formation, auf die vor Wochen niemand einen Euro gewettet hätte.

Gegen mutlose Aachener ließen die Bayern den Ball wie gewohnt zirkulieren, und so wunderte sich keiner der 32.160 Zuschauer, als Gomez nach Gustavo-Flanke unbedrängt einköpfen konnte (26.). Zehn Minuten später erstmals Gefahr für Bayern: Gustavo traf Benjamin Auer in der Wade, was den Aachener zum Fallen, aber den Schiedsrichter nicht zum Pfeifen brachte. Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger: „Da kann man auch Elfer pfeifen.“ Nerlinger hatte in der ersten Halbzeit „eine sehr konzentrierte Leistung“ gesehen - die halbe Stunde danach wird ihm nicht gefallen haben. Wie schon oft in dieser Saison gab der überlegene Bundesligist das Heft aus der Hand und der Zweitligist kam zu einigen Chancen. In der 61. Minute rettete Thomas Kraft mit einem Reflex gegen Tobias Feisthammel, und auch in der Folgezeit wurde es ihm nicht langweilig. Dennoch war van Gaal unzufrieden: „Er war unsicher.“

Der Coach schickte nach 72 Minuten Arjen Robben aufs Feld. Acht Minuten später stand es nach zwei Thomas-Müller-Treffern 3:0, zum Schluss nach einem Robben-Tor gar 4:0. „Ich war schon froh, dass ich auf der Bank sitzen konnte“, meinte der verschnupfte Robben, „die Schnelligkeit war schon da, aber nicht so viel Kraft.“

Wie geht’s weiter bei Bayern? Neu-Kapitän Philipp Lahm meinte: „Wir müssen auch in der Liga eine Serie starten. Wobei: bei 14 Punkten Rückstand...“ Kollege Müller formulierte griffiger: „Gewinnen, gewinnen, gewinnen! Wir haben uns schon genug erlaubt. Das muss jetzt vorbei sein.“ Präsident Uli Hoeneß hatte da schon einen Halbfinal-Wunsch: „Jetzt ein Heimspiel gegen Schalke.“

tbc/ps

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