Nach Millionen-Verkäufen beim FC Bayern: Eberl beobachtet den Transfermarkt jetzt genau

Nach den Einkäufen von Offensivspieler Ismael Saibari (kam für 55 Millionen Euro von der PSV Eindhoven) und Linksverteidiger Nathaniel Brown (für 55 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt) ist beim FC Bayern inzwischen eines klar: Das soll es noch nicht gewesen sein an Verstärkungen in diesem Sommer. Die Verantwortlichen für den Kader, Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund, beobachten den Markt genau – nicht zuletzt auch jene Spieler, die bei der WM auf sich aufmerksam gemacht haben.
Finanzieller Spielraum für weitere Transfers
Bis zum Ende der Transferperiode am 1. September dürfte sich nach AZ-Informationen also noch etwas tun. Immer unter der Prämisse, dass es finanziell vernünftig ist. Darauf achten Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, Präsident und Aufsichtsratschef Herbert Hainer sowie die erfahrenen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge im bayerischen Transfer-Gremium ganz genau. Was Eberl und Freund hilft: Der finanzielle Spielraum hat sich gerade wieder vergrößert.
Verkäufe und Einsparungen füllen die Kasse
Nach den Verkäufen von Daniel Peretz, Alexander Nübel und Jonah Kusi-Asare, die dem Klub etwa 20 Millionen Euro eingebracht haben, sowie den ablösefreien Abgängen von Leon Goretzka und Raphael Guerreiro, durch die der FC Bayern Gehalt einspart, gab es nun den nächsten Wechsel zu verkünden: Nachwuchsmann Jonathan Asp Jensen, der nur ein Bundesliga-Spiel für die Münchner absolvierte, wechselt nach Spanien zu Deportivo La Coruña – für die sehr ordentliche Summe von sieben Millionen Euro. Ein guter Deal.

Aseko vor Abschied nach Frankfurt
Und ein Weiterer dürfte in Kürze folgen: Mittelfeldspieler Noel Aseko, der vergangene Saison an Hannover 96 ausgeliehen war, steht vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt. Wie die AZ erfuhr, liegen beide Klubs nur noch minimal auseinander, bis zum Ende der Woche wird der Transfer wohl fix sein. Die Ablöse liegt zwischen elf und 14 Millionen Euro.

Harter Konkurrenzkampf im Bayern-Mittelfeld
Aufgrund der großen Konkurrenz im Zentrum mit Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof sieht Aseko keine echte Perspektive, auf regelmäßige Einsätze bei Bayern zu kommen – zumal Neuzugang Brown ebenfalls im defensiven Mittelfeld spielen kann. In Frankfurt hat der 20-Jährige bessere Chancen.
Mit den Verkäufen soll es damit noch nicht getan sein beim FC Bayern. João Palhinha soll ebenso gehen wie Bryan Zaragoza, Hiroki Ito und Sacha Boey. Damit Geld reinkommt für ein bis zwei weitere starke Neuzugänge.