FC Bayern: Wird Thomas Müller jetzt das große Coutinho-Opfer?

Neuzugang Philippe Coutinho gibt beim 3:0-Sieg auf Schalke sein Debüt für den FC Bayern. Für ihn muss Thomas Müller weichen. Ist er der Leidtragende des Megatransfers?    
| Patrick Strasser
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
"Ich werde hart arbeiten", sagt Bayerns Coutinho.
R’steiner/AK "Ich werde hart arbeiten", sagt Bayerns Coutinho.

Neuzugang Philippe Coutinho gibt beim 3:0-Sieg auf Schalke sein Debüt für den FC Bayern. "Es war ein sehr schöner Abend." Für ihn muss Thomas Müller weichen. Ist er der Leidtragende des Megatransfers?

München - Familienfest auf Schalke – so feierte Coutinho seinen Einstand für den FC Bayern. Beim 3:0 der Münchner in der Gelsenkirchener Arena wurde der Brasilianer auf der Tribüne von seiner Frau Aine und seinen Brüdern Cristiano und Leandro unterstützt. Der 27-Jährige braucht die Nähe seiner Liebsten, also reisten sie mit in den Westen zum Auswärtsspiel, dem Bundesliga-Debüt des Bayern-Neuzugangs.

Coutinhos Frau reiste mit zum Schalke-Spiel

"Meine Familie, das sind die wichtigsten Menschen in meinem Leben", sagte Coutinho und zählte auf: "Meine zwei Kinder Maria und Esmeralda, meine Eltern und meine zwei Brüder."

Sie sind ja sowieso immer bei ihm. Verewigt per Tattoos auf seinem Körper. Seit 2007 schon sind Coutinho und seine Aine (26) zusammen, kennengelernt haben sie sich auf einer Party eines Freundes. 2012 folgte die Heirat.

Die Beziehung Coutinhos zu München ("Meine Frau, meine Kinder und ich lieben die Stadt bereits") und den Bayern ist ganz frisch. Letzten Montag wurde er offiziell vorgestellt, trainierte am Dienstag erstmals mit seinen neuen Teamkollegen.

"Ich werde hart arbeiten", sagt Bayerns Coutinho.
"Ich werde hart arbeiten", sagt Bayerns Coutinho. © R’steiner/AK

Coutinho bei Bayern: Feinabstimmung fehlt noch

Am Freitag ging's ab nach Gelsenkirchen, nun das Debüt. Um 19.44 Uhr war es soweit: Vorhang auf! Ein Weltstar betritt die Bühne Bundesliga. In der 57. Minute – früher als gedacht, weil der Offensivspieler durch seinen Urlaub nach dem Gewinn der Copa América mit der brasilianischen Nationalelf erst seit drei Wochen im Training ist.

Der erste Eindruck: Seine feine Ballbehandlung, die Übersicht und das Spielverständnis sind sofort zu erkennen. Trainer Niko Kovac setzt die Barça-Leihgabe (für 8,5 Millionen Euro reine Gebühr bis Saisonende) auf seiner Lieblingsposition im zentralen offensiven Mittelfeld ein, Coutinho führt sich mit einem wunderbaren Pass auf Coman (65.) ein, verbucht einen Ballgewinn gegen Caligiuri (66.) – ein Ausrufezeichen! Natürlich aber stimmt die Feinabstimmung noch nicht, die Laufwege in der Offensive rund um Zielspieler und Vollstrecker Robert Lewandowski gilt es noch zu verbessern. Ist es dennoch Liebe auf den ersten Pass zwischen Coutinho und den Bayern?

"Ich bin sehr glücklich, hier zu sein und meinen Beitrag leisten zu können", meinte der leise sprechende, bescheiden wirkende Weltstar und fasste glücklich zusammen: "Das Spiel ist sehr intensiv. Wir haben gewonnen, es war ein sehr schöner Abend." Viele weitere sollen folgen. Er versprach: "Ich versuche, mich zu verbessern mit der Intensität. Ich werde hart arbeiten."

Einzelkritik: Drei Zweier - Lewandowski überragt alle!

Kovac zufrieden mit Coutinho-Debüt

Kovac war mit dem Einstand Coutinhos "außerordentlich zufrieden". Durch den Trainingsrückstand und die kurze Eingewöhnungszeit könne man "gar nicht erwarten, dass er schon high level spielt". Über die Fähigkeiten des Mannes mit der Nummer 10 geriet Kovac ins Schwärmen: "Ich finde, dass man schon gesehen hat, welche Fähigkeiten er am Ball hat. Wie er sich löst und die Räume beläuft und bespielt." Zwischen den Linien soll Coutinho agieren, da ist er am wertvollsten.

Nicht nur zwischen den Zeilen ist derweil zu erkennen, dass Bayern-Legende Thomas Müller der Leidtragende des Coutinho-Transfers werden dürfte. Den auf Schalke blassen und unauffälligen Weltmeister von 2014 ersetzte Kovac am Samstagabend durch den Neuen. Ein Signal? Gar die Zeitenwende?

Der flexible Raumdeuter muss künftig um seinen Platz als offensiver Freigeist im Mittelfeld bangen. Aber Müller ist Müller, spielt immer wieder. Ein Stehaufmännchen.

Lesen Sie auch: Beim Trainer Arjen Robben würde Thomas Müller spielen

Lesen Sie hier: Dreierpacker Robert Lewandowski stiehlt Debütanten die Show

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren