FC Bayern: Wie Niko Kovac zwischen die Fronten gerät

Während Karl-Heinz Rummenigge Bayern-Trainer Niko Kovac kritisiert, geben ihm Ottmar Hitzfeld und Franz Beckenbauer Rückendeckung.
| Patrick Strasser
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Ex-Präsident des FC Bayern: Franz Beckenbauer (re.).
imago/Sammy Minkoff Ex-Präsident des FC Bayern: Franz Beckenbauer (re.).

München - Vor dem Anpfiff wurden die Double-Helden in der Allianz Arena geehrt, die von 1969. Damals, vor 50 Jahren, schaffte die Elf um Kapitän Werner Olk den ersten Doppelpack der Bayern-Historie. Trainer Branko Zebec gelang dieser Erfolg in seiner Premierensaison.

Niko Kovac hat die Chance aufs Double

Und Niko Kovac? Der aktuelle Chefcoach kann auch noch das Double schaffen – in seinem ersten Jahr an der Säbener Straße. Was für eine Leistung das wäre! Bei all den Zweifeln und Kritikern, im Verein und auch außerhalb.

Einer der geehrten Helden von 1969 war Ehrenpräsident Franz Beckenbauer. Vor dem Anpfiff des 3:1 gegen Hannover 96 betonte der Kaiser, dass er Kovac den Double-Triumph wünsche, "um denen die lange Nase zu zeigen, die nicht an ihn geglaubt haben".

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge jedoch wünscht sich eine spielerische Weiterentwicklung, gibt sich gegenüber dem Trainer und dessen Zukunft betont kühl und unklar. Der Kaiser entlastet den von Fans und Experten kritisch gesehenen Kovac: "Es ist nicht leicht, die Mannschaft zu trainieren. Es ist eine verwöhnte Truppe."

Ex-Präsident des FC Bayern: Franz Beckenbauer (re.).
Ex-Präsident des FC Bayern: Franz Beckenbauer (re.). © imago/Sammy Minkoff

Ottmar Hitzfeld schaltet sich in Diskussion ein

In die Diskussion um Kovac, merkwürdigerweise auf dem Höhepunkt der Entscheidung um die Meisterschaft, hat sich Bayerns Ex-Trainer Ottmar Hitzfeld eingeschaltet. Mit Blick auf Rummenigge sagte er bei t-online.de: "Er ist immer skeptisch und pessimistisch, wenn man nicht alle drei Titel holt. Jetzt kann man noch zwei holen – und dann wäre es eine unglaublich gute Saison."

Ganz auf Uli-Hoeneß-Linie, seinem Vertrauten, der bei einem Double-Gewinn der Saison die Note "Eins minus" geben würde. Hitzfeld weiter: "Ich habe kein Verständnis, wenn Kovac jetzt infrage gestellt wird. Er hat einen sehr guten Job gemacht und den Umbruch gestaltet. Er hat die Voraussetzungen, um eine Ära zu prägen." Es bilden sich Allianzen in der Diskussion um den Trainer, der versucht, „das alles auszublenden“. So gut es eben geht.

Denn aktuell werden die Eitelkeiten der Bosse auf Kovacs Rücken ausgetragen. Er ist zwischen die Fronten geraten.

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