FC Bayern: Wehe, wenn van Gaal böse wird

Bayern tut sich im Pokal gegen Greuther Fürth lange schwer, am Ende aber wird’s ein klares 6:2. Im Halbfinale muss die Mannschaft nun auf Schalke antreten. Magath freut sich schon drauf
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Mit seinen Bayern zeitweise sehr unzufrieden: Louis van Gaal.
dpa Mit seinen Bayern zeitweise sehr unzufrieden: Louis van Gaal.

MÜNCHEN - Bayern tut sich im Pokal gegen Greuther Fürth lange schwer, am Ende aber wird’s ein klares 6:2. Im Halbfinale muss die Mannschaft nun auf Schalke antreten. Magath freut sich schon drauf

Am Ende dieses Pokal-Abends hatte der künftige Gegner der Bayern Bestlaune: Felix Magath. Dessen Schalker haben Heimrecht im Halbfinale (23./24. März) gegen den FC Bayern, so ergab es die Auslosung am späten Abend. Magath, dessen Team das Viertelfinale durch ein 1:0 in Osnabrück überstanden hatte, frohlockte: „Das war mein Wunsch. Wenn man Bayern schlagen kann, dann zu Hause. Ich bin zufrieden.“ Damit hatte er seinem Kollegen Louis van Gaal etwa voraus.

Denn der Bayern-Trainer war durchaus grantig geworden an diesem Abend. Zwar hatten die Bayern ihren Viertelfinal-Gegner, den Zweitligisten Greuther Fürth, am Ende 6:2 abgefieselt. Zwischendurch aber hatten sie zweimal zurückgelegen. „Das Resultat ist ein bisschen übertrieben“, sagte van Gaal und schimpfte: „Wir waren nicht konzentriert. Ich war in der Halbzeit wieder sehr böse.“

Mit Recht. Denn seine Profis agierten erneut überheblich – wie schon zuletzt beim 3:1 in Wolfsburg. Dort hatte Trainer van Gaal sie hinterher „arrogant“ geschimpft – und das durchaus ernst gemeint. Und nun gab es gegen Fürth eine Wiederholung. Trotz der frühen Führung durch Thomas Müller (5.). Ein 1:0 im Heimspiel gegen den Tabellen-Achten der 2. Liga dürfte im Grunde der Beginn eines lockeren Abends sein. Durch zwei Arroganz-Anfälle, ausgelöst durch den behäbigen Martin Demichelis, führte Fürth plötzlich mit 2:1, die Treffer machten Nöthe (1 0.) und Allagui (40.). Die Fans in der Arena pfiffen nach einer halben Stunde. Beim Schneekunstlaufen kamen die Gäste auf dem seifigen Rasen besser zurecht.

„Ich habe in der Pause gesagt, wie wir das lösen könnten. Und dann habe ich auch ein bisschen gewechselt“, meinte van Gaal. Christian Lell und Anatolij Timoschtschuk hatten eine Chance von Beginn an bekommen; sie versagten. Van Gaal nahm die Lückenbüßer, die für virusgeschwächte Stammspieler in die Elf gekommen waren, nach Robbens Elfmeter-Treffer zum 2:2 (58.) vom Platz. Das war die Wende. Die Drittliga-Kicker Diego Contento (19) und David Alaba (17) durften debütieren. Kaum waren sie da, stand es 3:2: Alaba bereitete Franck Ribérys Tor vor (61.). Lahm erhöhte zum 4:2 (65.), Müller zum 5:2 (82.), für den Schlusspunkt sorgte ein Eigentor von Allagui (89.). Da war Ribéry längst draußen.

Es war keine Partie zum Warmwerden für den Franzosen – sehr winterliche Verhältnisse bei seinem ersten Einsatz von Beginn an seit dem 3. Oktober. Als er nach 73 Minuten ausgewechselt wurde, trabte er provozierend langsam zur Bank und machte Richtung van Gaal eine Geste, die bedeuten sollte: Was, bitte, soll das denn?

Der Coach meinte später: „Ribéry hat in acht Monaten zwei mal 90 Minuten gespielt, das dürfen wir nicht vergessen. Gegen Florenz (am 17. Februar, d. Red.) muss er 90 Minuten spielen.“

Patrick Strasser

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